Die Helfer feiern am Freitag

1600 Stunden haben die Bahrenborsteler am TSV-Clubhaus gearbeitet

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Vier gleich große Umkleidekabinen beherbergt das sanierte und vergrößerte Clubheim des TSV Holzhausen-Bahrenborstel jetzt.

Bahrenborstel - Es wird nach dem Spiel wieder im Clubhaus geduscht: Der Umbau des Heims des TSV Holzhausen-Bahrenborstel ist zwar noch nicht komplett beendet, aber Umkleiden, Toiletten und Duschen erfüllen bereits ihren Zweck.

Und die Kicker fühlen sich bereits wie zu Hause: Hier liegt ein Handtuch, dort eine Unterhose, da steht ein einzelner Fußballschuh. Und gefegt hat auch keiner. TSV-Chef Tobias Sandmann sucht erst gar nicht nach Erklärungen dafür beim Fototermin. Der einzelne Stollenschuh gibt indes ein nettes Fotomotiv her.

Das 40 Jahre alte Clubhaus zu sanieren und zu vergrößern hat Kraft gekostet. Die Dorfgemeinschaft in Bahrenborstel war in den zurückliegenden Monaten besonders gefordert, auch, weil für zwei weitere Bauprojekte mit Eigenleistungen kalkuliert wurde (wir berichteten). Die Rechnung ging bei den Dorfhäusern in Bahrenborstel und Holzhausen ebenso auf, wie beim Sportheim. 140 000 Euro sind eingeplant an Kosten: Eigenleistungen im Wert von 20 000 Euro, weitere 20 000 Euro an Eigenkapital, ein Zuschuss der Gemeinde über 50 000 Euro, ein Zuschuss des Kreissportbundes für gut 35000 Euro und für den Rest hat der TSV einen Kredit aufgenommen. 1 600 Stunden wurde von fast 100 Helfern geleistet, ehrenamtlich, in der Freizeit. Sie haben gemauert, das Dach gedeckt, gemalert, die Decken eingezogen, die Elektroarbeiten, die Türen selbst eingesetzt – vergeben an Firmen wurden die Heizungsarbeiten, die Fliesenlegung, der Estrich. Nicht eingerechnet sind die Bürozeiten von TSV-Geschäftsführer Kai Stelloh und Tobias Sandmann im Hinblick auf das Bauprojekt.

Das Vereinswappen ziert den Giebel am TSV-Vereinsheim in Bahrenborstel. 

Persönliche Einladungen seien verteilt worden, sagt Sandmann, an alle, die mitgeholfen haben, für die Helferfete, die für morgen, Freitag, 20. Oktober, ab 19 Uhr geplant ist. Natürlich im neuen Clubhaus. „Falls wir jemanden vergessen haben, der mitgeholfen hat, soll er bitte vorbeikommen“, bittet Sandmann um Entschuldigung.

Das TSV-Heim zeigt jetzt innen überdeutlich die Vereinsfarben weiß und blau. Das Wappen ziert nicht nur den Giebel auf einer großen Plakette, sondern auch auf der aufgehübschten Leuchtreklame über dem Eingang.

Dass die Damentoiletten links sind und die der Herren rechts, wird derzeit erst deutlich, wenn man die Türen öffnet. „Die Schilder sind bereits bestellt“, sagt Sandmann.

Die jetzt vier gleichgroßen Umkleidekabinen bieten einen kleinen Spiegel, die Halterung für einen Fön und Bänke. Eine Ablage und Haken für die Kleidung sollen noch montiert werden. Es fehlt auch die Tür, um den Technikraum zu schließen – sie war falsch geliefert worden. Im Frühjahr 2018 sollen die Außenanlagen umgestaltet werden. Unbedingt vergrößern möchte man die Terrasse vor dem Haus. Alles eine Geldfrage – die Vereinskasse ist derzeit leer. Die neue „Tankstelle“ für E-Bikes ist bereits geöffnet. Die offizielle Feier zur Eröffnung ist für Mai geplant. Mit einer Meisterschaftsfeier? Sandmann schüttelt den Kopf: „Das wird wohl nichts.“ 

sis

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