„Bunte Termine“: Spielmannszug Kirchdorf unterhält mit Musik, Tanz und Theater

„Helden der Jugend“

Der Spielmannszug Kirchdorf nahm seine Gäste bei den „Bunten Terminen“ mit auf eine Reise zu den „Helden der Jugend“, unterhielt mit fröhlichen Sketchen und sorgte so mit seinem Programm für gute Laune. - Fotos: Kurth-Schumacher

Kirchdorf - Die „Bunten Nachmittage“ und Abende des Spielmannszugs Kirchdorf sind gefragte Veranstaltungen: Am Wochenende genossen rund 180 Gäste in der Gaststätte Koopmann das aktuelle Programm.

Die Besucher wissen, worauf sie sich freuen: Alle zwei Jahre präsentiert der Spielmannszug ein Winterprogramm, das traditionell bis ins Detail vorbereitet ist. „Wir haben im August angefangen, uns Gedanken zu machen“, erklärt Lara Sievers, die ebenso wie Alice Nachtigall, Denise Ihlo, Saskia Heuer und Janice Plenge zum Organisation-Team gehörte Sie waren verantwortlich für die Auswahl der Stücke und die passende Besetzung. Seit Januar haben die rund 30 Akteure im Alter von „elf bis unendlich“ (O-Ton Lara Sievers) mit Hochdruck geprobt.

Die Veranstaltung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Helden unserer Kindheit“ stand, kam bei den Gästen bestens an. Die Sketche und Lieder und vor allem ihre Präsentation fanden Beifall. Durch den Nachmittag führte souverän Dalt Wisney alias Cedrik Plenge, der „Helden und Heldinnen“ wie Schneewittchen, die Schöne und das Biest oder die Eiskönigin für seinen neuen Film festgehalten hatte.

Das Publikum wurde mit 15 Musik-, Tanz- und Theaterstücken verwöhnt. Janice und Vanessa Plenge gefielen mit dem Song „Kann es wirklich Liebe sein“ (König der Löwen), eine weitere Gruppe zeigte den „Tanz der sieben Zwerge“.

In ihren Sketschen nahmen die Schauspieler die deutsche Bürokratie oder strittige Essgewohnheiten aufs Korn. Dass ein Ehepaar Vegetarier zum Essen einlädt und Fleischgerichte auftischt, kann zu Konflikten führen. Und er kann ein Lacherfolg sein, wenn die Gastgeber aus ethischen Gründen weder Obst noch Gemüse essen. Ihr Argument: „Pflanzen haben auch Gefühle!“

Auch das „Blind Date“ hatte Witz: Belle trifft auf das Biest, nachdem sie im Internet „geparshipt“ haben. Da der Auftritt des Verehrers mehr als merkwürdig ist, zieht Belle ihre Freundinnen Dornröschen und Alice aus dem Wunderland zurate.

Dalt Wisney, der im Laufe der Veranstaltung merklich „alterte“ – eine Meisterleistung des Teams im Hintergrund – zeigte den Zuschauern auch eine Szene, die es nicht in seinen neuen Film „geschafft“ hatte: Aschenbrödel und ihre Stiefschwester machen sich fein für die Aufnahme: Die eine schminkt sich mit Wimperntusche und Lippenstift, die andere nimmt Schuhcreme und Tomatenmark – ein Akt ohne Worte, bei dem sich die Zuschauer vor Lachen bogen.

Philipp Lahmann unterstützte die Akteure als Techniker, alle weiteren Aufgaben übernahmen Mitglieder des Ensembles. Der Erlös der Veranstaltungen fließt in die Gemeinschaftskasse: „für den nächsten Ausflug.“ - mks

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