Heimische Feuerwehren reisen nach Faßberg

Übung für den Ernstfall

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Einsatzübung in Celle.

Bahrenborstel - Zu einer gemeinsamen Übung haben sich am Samstag die Ortswehren Bahrenborstel und Holzhausen frühmorgens in den Norden des Landkreises Celle begeben. Ziel war das Brandhaus des Fliegerhorstes Faßberg – ein Übungsobjekt, das sowohl von Bundeswehreinheiten wie auch zivilen Feuerwehren genutzt werden kann.

Unter Leitung von Günter Müller (Mitglied der Fliegerhorst-Feuerwehr Faßberg) wurden unter realen Einsatzbedingungen diverse Szenarien geprobt: Ob Keller- und Dachgeschossbrand oder Personenrettung – die Aufgaben waren sehr vielfältig.

Laut Thomas Niemeyer von der Ortsfeuerwehr Holzhausen begann jede Übung mit der Alarmierung und kurzen Lageschilderung des Ausbilders. Der Einsatzleiter musste die Kameraden einteilen. Im Vordergrund stand die Rettung von vermissten Personen aus stark verqualmten Räumen. „Die waren mit Möbeln vollgestellt, hier erwies sich die kürzlich beschaffte Wärmebildkamera der Holzhauser Kameraden als hilfreiches Einsatzmittel“, berichtet Niemeyer. Wo ohne Kamera im Brandrauch kaum das Truppmitglied vor sich zu entdecken war, konnten mit der Kamera klar alle Konturen wie Raumöffnungen, Möbel – und auch die vermissten Puppen erkennen. Die Aufgaben: Personen retten, Brandherde lokalisieren und ablöschen, alles in stark verrauchten Räumen. Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt lag in der Funk- und Atemschutzüberwachung. Der Einsatzleiter war in ständigem Kontakt zu den Trupps, um die Lage im Gebäude verfolgen und gegebenenfalls eingreifen zu können. „Dies zeigte vor allem den jüngeren Gruppenführern, wie wichtig die Funkverbindung ist, die mit den neuen Digitalfunkgeräten vor allem im Keller nicht immer optimal war“, schildert Niemeyer.

Die zahlreichen Übungen hätten gezeigt, dass die Kameraden aus unterschiedlichen Wehren und mit unterschiedlichen Ausbildungsständen hervorragend zusammen arbeiten können.

Ein besonderer Dank galt Ausbilder Günter Müller für die konstruktive Kritik und die zahlreichen Tipps nach jeder Übung. Laut Müller sei der Brandschutz in den Ortschaften Bahrenborstel und Holzhausen gewährleistet. Er lobte die gute Zusammenarbeit und konzentrierte Arbeitsweise über den gesamten Einsatztag hinweg. Die Gäste wiederum dankten dem Team des Fliegerhorstes für die Bereitstellung des Brandhauses sowie den Firmen Schwier Kältetechnik Barenburg und Thiermann Spargel- und Beerenfrüchte Scharringhausen für die Versorgung mit Transport- und Brandmaterial. Alle Teilnehmer hatten sichtlich Spaß an der Übung. Der Ausbildungsstand konnte deutlich verbessert werden – eine Wiederholung sei garantiert. Nach der Rückkehr wurden alle Fahrzeuge und Geräte wieder instand gesetzt.

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