Heimatverein Wehrbleck eröffnet neuen Weg am 1. Mai mit Frühschoppen

In den Mai wandern

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Zwölf Stieleichen wurden am Samstag entlang des Weges gepflanzt.

Wehrbleck - Wird der Mai andernorts meist mit einem (bunt geschmückten) Maibaum feierlich begrüßt, so werden es am 1. Mai in Wehrbleck gleich ein Dutzend Bäume sein. Der Heimatverein möchte den Feiertag nutzen, um mit allen Bürgern den neuen Wanderweg einzuweihen.

Hatte man eigentlich mit etwa 8000 Euro Baukosten gerechnet, so werden wohl 5000 Euro ausreichen – sagte Vorsitzende Marion Langhorst am Samstag. Da waren zum dritten Mal Vereinsmitglieder und engagierte Helfer samt kleinem und großen Werkzeug für „Hand- und Spanndienste“. Ein Startpunkt ist im Fladder, „am Teich“.

Tümpel wäre derzeit der passendere Ausdruck, aber das soll im Herbst noch was werden, heißt es. Die Chronistin war vorher am anderen Ende des Weges gewesen – und hatte den durchaus idyllischen Platz rund um eine Wasserentnahmestelle irrtümlich für den Teich gehalten. Zwischen beiden Wasserstellen bietet der neue Weg nun eine neue Erfahrung für die Bewohner dieser Wehrblecker Seite. Die Bundesstraße 214 trennt den Ort in zwei Teile – auf der Seite des alten Ortskerns, auf der der neue Weg entsteht, gibt es keine Möglichkeit, Häuser in Richtung Osten fußläufig zu erreichen, ohne an der Bundesstraße entlang gehen oder radeln zu müssen – und die vielbefahrene Straße dafür queren zu müssen, möglichst an der Dunkel-Ampel. Nun aber bietet der Wanderweg eine Chance, ländliche Idylle ohne Verkehrsbelästigung zu genießen. Und sich übrigens auf historischen Pfaden zu bewegen. „Alte Wege“ war einst das Thema bei den Heimatpflegern. Ob man nicht einen Weg hinter dem alten Ortskern wiederherstellen könne, habe man im Arbeitskreis Dorfgeschichte überlegt. 68 Teilnehmer verzeichnete der Heimatverein in einer speziellen Umfrage, 53 sprachen sich dafür aus (wir berichteten). Die Bauarbeiten lockten übrigens manche Bürger an die Einsatzstelle – viele geizten nicht mit Erinnerungen. Etwa der, dass im gesamten Bereich hinter dem Ortskern früher mehrere so genannte Pattwege verliefen, über die Landwirte ihre Säue zu einem Rendezvous mit dem Eber des Bauern-Kollegen trieben. „Manchmal musste man nur die Stalltür aufmachen, das Schwein ist dann sofort allein los in Richtung Eber...“, erinnert sich etwa Fritz Speckmann.

„Ein großer flacher Findling diente damals als Brücke über einen kleinen Graben. Als die Gräben später ausgebaut wurden, verschwand der Stein. Beim ersten Arbeitseinsatz haben wir ihn wiedergefunden, er soll nun auf einem Platz in der Mitte der Wegstrecke seinen neuen Platz finden“, berichtet Markus Kellermann. Die Einweihung beginnt um 11 Uhr am Start „Im Fladder“.

sis

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