Henrik Hibbeler folgt auf Tim Rosenthal

„Gutes Fairplay“ zwischen Jägern und Landwirten

Ehrungen (von links): Cord-Hinrich Hespe, Obfrau Jagdhornbläser Gabriele Hibbeler, Dr. Andreas Schlüsche, Tim Rosenthal und Stefan Schwier. Foto: Liane Röbe /Jägerschaft Grafschaft Diepholz
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Ehrungen (von links): Cord-Hinrich Hespe, Obfrau Jagdhornbläser Gabriele Hibbeler, Dr. Andreas Schlüsche, Tim Rosenthal und Stefan Schwier.

Varrel – 650 Trophäen aus elf Hegeringen (Barnstorf, Brake, Cornau, Diepholz, Harmhausen, Hemsloh, Kirchdorf, Lemförde, Sudwalde, Sulingen und Ströhen) flankierten die Versammlung der Jägerschaft Grafschaft Diepholz im Gasthaus Hartje-Melloh in Varrel. Die Bewertung der Trophäen oblag Heino Immor und Karl Hermann Kleibold.

Nach dem musikalischen Auftakt der Bläsercorps Grafschaft Diepholz begrüßte Vorsitzender Stefan Schwier Mitglieder, Ehrengäste (Landrat Cord Bockhop, Alfred Domröse von der unteren Jagdbehörde und Kreisjägermeister Cord-Hinrich Hespe) sowie die Gäste aus der Jägerschaft Syke, Dr. Hans-Jürgen Hamann, und Ralf Eickhoff aus der Jägerschaft Nienburg.

Landrat Cord Bockhop lobte den erhöhten Abschuss beim Schwarzwild und wies auf die Wichtigkeit der Proben zur Trichienuntersuchung hin, auch beim Fallwild. Er betonte das gute Fairplay zwischen Jägern und Landwirten. Die Einstellung habe sich verändert, sagte Bockhop. Jäger und Landwirte seien beide Teile der Gesellschaft, sie harmonisierten in einem vernünftigen Zusammenspiel. Den Streckenbericht erläuterte Kreisjägermeister Cord-Hinrich Hespe: Beim Damwild habe es einen Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gegeben – überwiegend aus den Hegeringen Barnstorf, Rehden und Kirchdorf. Beim Schwarzwild werde ein Anstieg um acht Prozent notiert, allein durch die intensive Bejagung. Beim Rehwild haben man 2 683 Stück gezählt, ein Rückgang um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon seien im Straßenverkehr 979 Tiere verendet. Hespe betonte die gute Zusammenarbeit mit der Jagdbehörde, dem Naturschutz und dem Veterinäramt.

In seinem Jahresbericht zitierte Stefan Schwier aus der kleinen Niedersächsischen Jagdnovelle, die im Oktober 2018 vollzogen wurde. Entschieden wurde, den Schießnachweis bundeseinheitlich zu regeln. Auch die bleifreie Munition sei Bundessache. Schwier erinnerte daran, dass Nutrias Nagetiere) nur von Jagdscheininhabern gefangen und getötet werden dürfen. Eine interessante Studie habe das Wolfsmanagement der Landesjäger Niedersachsen vorgestellt: Um festzustellen, was der Wolf fresse wurden Losungen, insgesamt 800 Proben Kot, untersucht. Daraus habe sich ergeben, dass die Nahrung aus 47 Prozent Rehwild und 34 Prozent Schwarzwild (Frischlingshaare im Kot) bestehe. Auch Rotwild, Damwild und Hase hätten nachgewiesen werden können. In Barnstorf, so Schwier, gebe es zurzeit keine Population mehr.

Ein großes Danke ging an die Hegeringe für ihren Einsatz bei der Wildtiererfassung: „Wir brauchen die Wildtiererfassung, um unsere Belange durchzusetzen“, mahnte Schwier. Im Jagdgebrauchshundeverein (JGV) Diepholz, der in diesem Jahr sein 115-jähriges Bestehen feiere, wurden 46 Hunde durch die Verbandsprüfung geführt.

Die Verdienstplakette der Landesjäger Niedersachsen in Bronze für besondere Verdienste im Waidwerk erhielt der Obmann für junge Jäger, Tim Rosenthal. Rosenthal übergab sein Amt an Henrik Hibbeler.

Die Ehrennadel für verdienstvolle Tätigkeiten im Jagdhornblasen der Landesjäger Niedersachsen erhielt Dr. Andreas Schlüsche.

Zum Abschluss referierte Dr. Marcel Holy über die Raubwild, Schwarzwild und Nutriabejagung im Natura Gebiet Dümmer.

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