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Grundsteinlegung für Varreler Feuerwehrhaus in schwierigen Zeiten

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Von: Sylvia Wendt

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Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Varrel mit, von links, Bauamtsleiter Olaf Heuermann, Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, Gemeindebrandmeister Gerd Kemmann, Bauart-Geschäftsführerin Claudia Rohlfing, stellvertretendem Ortsbrandmeister Marcus Wege, Ortsbrandmeister Fred Melloh, Bauherr Ernst-Christian Gerbes, Polier Dieter Rohlfs und Polier Uwe Mühlenhardt.
Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus der Ortsfeuerwehr Varrel mit, von links, Bauamtsleiter Olaf Heuermann, Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, Gemeindebrandmeister Gerd Kemmann, Bauart-Geschäftsführerin Claudia Rohlfing, stellvertretendem Ortsbrandmeister Marcus Wege, Ortsbrandmeister Fred Melloh, Bauherr Ernst-Christian Gerbes, Polier Dieter Rohlfs und Polier Uwe Mühlenhardt. © S. Wendt

Varrel – Bei der Grundsteinlegung mit offiziellen Gästen ist es beim neuen Varreler Feuerwehrhaus nicht anders, als andernorts auch: Die Arbeit machen dann doch lieber die Fachleute. In diesem Fall sind es die Poliere Uwe Mühlenhardt und Dieter Rohlfs, die zwei Porenbetonsteine über Eck stellen, die Wasserwaage darauflegen. Jup, die Bodenplatte ist im Lot – es könnte jetzt „in echt gemauert“ werden.

Und auch wenn einiges andere rund um die Baustelle nicht im Lot ist, die Bauarbeiten gehen voran. In den Grußworten schwingt die Beklemmung über die aktuelle Krise angesichts des Angriffskrieges in der Ukraine mit.

Als Bauherr hatte mit Ernst-Christian Gerbes ein lokaler Akteur die Ausschreibung für sich entschieden. Aus dem Wunsch, an die eigene Gemeinde etwas zurückgeben zu können, ist der Wunsch geworden, „dass wir das hinbekommen und das derzeitige Materialbeschaffungssystem überstehen. Und ich wünsche Spaß an der Arbeit.“ Er verrät, dass alle Materialien, die für den Bau notwendig sind, auch vorhanden seien. Der Stahl etwa liege bereit, allein die Firma habe derzeit coronabedingte Personalausfälle.

Die Bodenplatte ist wunderbar im Lot.
Die Bodenplatte ist wunderbar im Lot. © S. Wendt

„Wir werden das schon schaffen“, hält sich Claudia Rohlfing, Geschäftsführerin der örtlichen Firma „Bauart“ kurz und optimistisch.

Und auch Varrels Ortsbrandmeister Fred Melloh bleibt positiv, weiß er doch um die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr. Die wird in den kommenden Monaten insofern strapaziert, dass etliche Eigenleistungen durch die Feuerwehrleute eingeplant sind. Freiwillige Helfer auch außerhalb der Mitgliederschar melden sich gerne bei Fred Melloh.

Der Ortsbrandmeister dankt dem Kommando und der Verwaltung. Er erinnert an die Entscheidungsfindung, denn ursprünglich war kein Neubau geplant. Dank gelte auch Ernst-Christian Gerbes, der sich der großen Herausforderung stelle, den Auftrag für einen Festpreis zu liefern. Festgezurrt ist der maximale Baupreis aktuell auf 700 000 Euro. „Zwar sind wir zeitlich nicht so gebunden, wir wollen aber irgendwann fertig werden.“

Sie sollten fertig werden, so lange er noch Gemeindebrandmeister ist, mahnt Gerd Kemmann an (seine aktuelle Amtszeit endet 2025). „Bis dahin haben schon wieder einmal umgebaut“, unkt Polier Uwe Mühlenhardt und erntet herzhaftes Gelächter. Eingeplant sind derzeit rund zwei Jahre Bauzeit. Kemmann sagt, er habe schon andere Summen für solche Neubauten gehört und wisse um die vielen Hand- und Spanndienste, die zahlreiche Ortsfeuerwehren rund um Baueinsätze an ihren Gebäuden geleistet hätten – und in Varrel leisten werden.

Der Lageplan für den Neubau des Gerätehauses.
Der Lageplan für den Neubau des Gerätehauses. © Samtgemeinde Kirchdorf

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher ist froh, „dass wir uns hier treffen können.“ Trotz der aktuell schwierigen Situation mit steigenden Preisen in allen Nischen der Baugewerke, konnten in diesem Fall die Preise gehalten werden, denn: „Wir haben kurz vor Toresschluss die richtige Entscheidung getroffen.“ Er sei Unternehmer Ernst-Christian Gerbes dankbar, die Verwaltung habe alle Vorbereitungen erledigen können für diesen „Mordsauftrag“ auf dem kommunalen Grundstück an der Varreler Ortsrandlage, an der Straße „Auf der Loge“ / Ecke „Brümmerloher Gärten“.

In der Reihenfolge der Bauabschnitte wird erst die Fahrzeughalle fertiggestellt, dann der Sozialtrakt – der künftig allen aktiven Einsatzkräften genügend Raum bietet. Eingeplant sind etwa 50 Spinde für die Herren und 15 für die Damen. 65 aktive Mitglieder zähle die Ortsfeuerwehr derzeit, die erst jetzt wieder die Übungsdienste aufnimmt. Und damit sind nicht die Einsätze auf der Baustelle gemeint. Die sollen künftig samstags von 7.30 bis 17 Uhr stattfinden.

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