Gleich zwei neue Fahrzeuge

Feuerwehren in der Samtgemeinde Kirchdorf: „Gehen neue Wege“

Kirchdorf - Es gebe Kommunen, da dauere es Jahre, bis die Ortsfeuerwehr ein dringend benötigtes neues Einsatzfahrzeug bekomme. Er sei froh, dass das in der Samtgemeinde Kirchdorf anders sei, erklärte Michael Fangmann in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates am Dienstagabend.

Der Ortsbrandmeister der Gemeinde Wehrbleck verfolgte zusammen mit seinem Stellvertreter Jan Schauer und Gerätewart Marius Kellermann die öffentliche Sitzung. Das Gremium trägt in Sachen Feuerwehr grundsätzlich Spendierhosen. Das mag auch daran liegen, dass sich die Mitglieder der zehn Feuerwehren in der Samtgemeinde grundsätzlich Gedanken machen, wie eine solch teure Ausgabe am besten zu schultern ist. Dazu gehört auch, zu prüfen, wer die Fahrzeuge überhaupt fahren kann.

Wer große Löschgruppenfahrzeuge lenken will, der benötigt einen Führerschein der Klasse 2. Den aber hat nicht jeder, damit ist der Personenkreis, der ein großes Einsatzfahrzeug lenken darf, eingeschränkt. Mitunter gefährlich, denn: Wer aus diesem kleinen Personenkreis steht im Ernstfall zur Verfügung? Man gehe da andere Wege, erklärte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Statt eines großen Fahrzeuges votiere die Ortsfeuerwehr für zwei kleine Fahrzeuge, die jedermann mit regulärem Führerschein lenken dürfe.

„Basisfeuerwehr mit erweiterter Grundausstattung“

Die Ortsfeuerwehr Wehrbleck als „Basisfeuerwehr mit erweiterter Grundausstattung“ verfügt derzeit über 79 aktive Mitglieder. Die Zahl der Einsätze sei stark angestiegen. Seitdem die Wehrblecker Ortsfeuerwehr in bestimmten Alarmierungen (der sogenannten F1-Stufe) zusammen mit der Ortsfeuerwehr Freistatt gerufen werde, befänden sich die Einsatzzahlen „auf durchgängig hohem Niveau“, mit seit 2014 jährlich um die 26 Einsätzen. Die Wehrblecker Ortsfeuerwehr unterstütze auch die Ortsfeuerwehr im benachbarten Varrel, denn die Einsatzplanung sieht vor, dass die Ortsfeuerwehren Freistatt, Varrel und Wehrbleck je nach Einsatzlage bei Bedarf zusammenarbeiten.

Man sei mit dem Kauf zweier kleinerer Fahrzeuge flexibler aufgestellt, sagt Michael Fangmann. Es gelte, bei der Aufstellung von Ausrückeordnungen alle Kameraden „mitzunehmen“. Zum Fahren der kleineren Fahrzeuge bis 7,49 Tonnen stünden mehr Einsatzkräfte zur Verfügung.

Samtgemeinderat folgt Planung einstimmig

Der Samtgemeinderat folgte der Planung einstimmig: Als Ersatz für das Löschgruppenfahrzeug wird ein Tragkraftspritzenfahrzeug / Wasser und ein Tragkraftspritzenfahrzeug in der 5,5 Tonnen-Version angeschafft. Gesamtwert: 231. 000 Euro, 115. 000 Euro werden im Haushaltsplan 2018 bereit gestellt (für die Fahrgestelle), 116. 000 Euro in dem für das Jahr 2019 (für die Aufbauten). Den Erlös aus dem Verkauf der alten Fahrzeuge kann die Ortsfeuerwehr zweckgebunden für den Kauf von Ausstattungs- und Ausrüstungsgegenständen verwenden. Die beiden Fahrzeuge liegen übrigens im gleichen Rahmen wie die Kosten für ein neues großes Löschgruppenfahrzeug. Der Rat der Samtgemeinde Kirchdorf verabschiedete in der Sitzung einstimmig den Haushaltsplan des Jahres 2018.

sis

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung / Marvin Köhnken

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