Jürgen Rau und Richard Rossbach erzählen „Rocktales“ im Varreler Küsterhaus

Geschichten über Begegnungen mit den Musikstars

Jürgen Rau und Richard Rossbach erzählten und spielten imKüster zahlreiche „Rocktales“. Foto: Gerhard Kropf

Varrel – Eine Stimme aus dem Off kündigte die beiden Künstler an, die sich mit Gitarre und Akkordeon auf den Weg zur Bühne im Küsterhaus Varrel machten. Jürgen Rau und Richard Rossbach, mittlerweile im Rentenalter, haben sich ihr ganzes Berufsleben mit Musik befasst: Rau im Management und Marketing bekannter Schallplattenfirmen, Rossbach als Produzent, Komponist und als Musiker. So lernten beide zahlreiche Stars der Rock-Szene kennen, arbeiteten mit ihnen zusammen, konnten hinter die Kulissen schauen und hatten manches erzählenswerte Erlebnis. Davon berichteten sie gut drei Stunden lang im Küsterhaus, zwischen den Geschichten sangen und spielten sie die bekanntesten Songs. „Plattenfuzzi“ Richard Rossbach (O-Ton Jürgen Rau), gelernter Kirchenmusiker, spielte dabei diverse Instrumente: Neben dem schon erwähnten Akkordeon kamen ein Keyboard, eine Bach-Trompete, ein Kazoo, eine Klarinette und eine Gitarre zum Einsatz. Jürgen Rau erzählte von seinen Begegnungen mit Bob Dylan, der in einer Nacht ein komplettes Album einspielte, und sie präsentierten seinen größten Hit: „Blowin’ in the wind“.

Sie lüfteten auch das Geheimnis des kleinen Gartenzwergs, der auf Rossbachs Keyboard stand: Das Männchen durfte nur jemand aufstellen, der mit einer der Rockgrößen aufgetreten oder zumindest dabei gewesen war. Bei Rau und Rossbach waren das viele. Die Animals, die erst mit ihrem zweiten Titel (The house of the rising sun) ihren Durchbruch hatten, Jimi Hendrix, Eric Clapton, der von seinen Fans Gott genannt wurde und der die meisten Auftritte in der Londoner Royal Albert Hall hatte, gefolgt von James (Hansi) Last. Ob Emerson, Lake and Palmer, Pink Floyd, die Rolling Stones, die Scorpions, die Everly-Brothers, Ken Hensley: Jürgen Rau kannte sie alle und wusste viel zu erzählen.

Fotos auf der Leinwand untermalten die Geschichten und zeigten oft die Texte der Songs an, was dem Publikum das Mitsingen erleichterte.

Mehrere Zuhörer erwiesen sich bei Fragen als ausgesprochen sachkundig in der Rock- und Beatszene und wurden mit Hustenbonbons belohnt. Bei dem Titel „Okay“ unterstützte Sybille aus dem Publikum die Musiker mit sicher gesetzten Schlägen auf ein Becken, das dazu auf die Bühne gestellt worden war.

Paul McCartney von den Beatles gilt, so Rau, als der reichste Musiker der Welt, und mit den ersten Takten von „Hey Jude“ wurde das Publikum nach mehr als einer Stunde in die Pause entlassen, wo Spezialitäten angeboten wurden.

Mit dem zweiten Teil der „Hey Jude“-Melodie leiteten die Künstler in den zweiten Teil des Abends ein. Lang anhaltender Schlussbeifall wurde mit einem weiteren Höhepunkt als Zugabe belohnt: Mit Geschichten über Udo Lindenberg, den die beiden über die ganze Zeit seiner Karriere kennen. Und mit „Alles klar auf der Andrea Doria“ sowie „Hinter dem Horizont geht‘s weiter“ beendeten sie den Abend musikalisch.  gk

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