Rat Freistatt aktuell mit sieben Mitgliedern / Bürgermeister-Stellvertreter: Kruse und Lüschow

Gero Enders bleibt „Gemeindechef“

Der neue Gemeinderat Freistatt – von links: Henning Kunst, Andreas Lüschow, Holger Stolp, Mario Enders, Frank Kruse, Manfred Cording und Bürgermeister Gero Enders.
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Der neue Gemeinderat Freistatt – von links: Henning Kunst, Andreas Lüschow, Holger Stolp, Mario Enders, Frank Kruse, Manfred Cording und Bürgermeister Gero Enders.

Freistatt – Sieben, tatsächlich, nur sieben: Aufgrund der gesunkenen Einwohnerzahl der Gemeinde Freistatt umfasst deren neuer Rat nicht mehr neun Mitglieder, sondern nur noch sieben. Auch neu: Das Freistätter Kommunalparlament ist in dieser Wahlperiode eine reine Herrenrunde.

Die konstituierende Sitzung leitete Manfred Cording als „Alterspräsident“ bis zur Wahl des neuen Bürgermeisters – kein anderer konnte ein älteres „Baujahr“ vorweisen als 1957. Der Bürgermeister ist bekannt: Gero Enders wurde erneut in dieses Amt gewählt. Seine zwei gleichberechtigten Stellvertreter als Bürgermeister sind Frank Kruse, wie bisher, und, neu, Andreas Lüschow. Gero Enders übernimmt auch künftig die Aufgabe als Verwaltungsvertreter der Gemeinde, sein Stellvertreter für diese Aufgabe bleibt Frank Kruse. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Einen Verwaltungsausschuss (VA) will der neue Rat nicht bilden, die geringe Mitgliederzahl hatte bereits in den vorangegangenen Wahlperioden dazu geführt, dass der Rat weder einen VA noch andere Ausschüsse formierte. Das Credo: Es sollen alle gleich mitarbeiten, alle gleich zur Gemeindearbeit beitragen – und alle gleichsam informiert sein. Einstimmig wurden die neue Hauptsatzung und die neue Geschäftsordnung verabschiedet. Im Zuge der Digitalisierung und insbesondere während der Pandemie sei deutlich geworden, wie viele Besucher die Homepage der Samtgemeinde (www.kirchdorf.de) mittlerweile zählt, auch deshalb richte die Samtgemeinde ein eigenes Amtsblatt für die Veröffentlichungen ein, erklärte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. Mit dem Votum für die Hauptsatzung hat der neue Gemeinderat Freistatt ebenso beschlossen, öffentliche Bekanntmachungen ausschließlich im neuen digitalen Amtsblatt zu veröffentlichen – und die Ratsarbeit komplett auf „digital“ umgestellt. Einstimmig fiel der Beschluss, die Entschädigungsatzung zu ändern: Die Ratsmitglieder erhalten künftig zehn statt fünf Euro monatlich, die Stellvertreter des Bürgermeisters 40 Euro.

Als die wesentlichen Tagesordnungspunkte zur Konstituierung des Rates abgearbeitet waren, schalteten die Mitglieder auf „Ratsalltag“, um in Sachen Baumpflege einige Punkte zu klären, etwa Standort, Neuanpflanzungen, Beschnitt. Bürgermeister Enders teilte mit, dass Baumkletterer Axel Tatgenhorst aus Wagenfeld einige Bäume in Bezug auf Sicherheitsaspekte überprüfen werde. Kritisiert wurde der neue Belag der Wichernstraße. Laut Bürgermeister Gero Enders sei bei der Bauabnahme auf gewisse Eigenschaften des Straßenbelages hingewiesen worden. Es handele sich bei den Arbeiten um eine Ausbesserung, nicht um einen kompletten Neuaufbau der Straße. Der Belag würde sich entsprechend verändern, je mehr Fahrzeuge darüber fahren.

Mit Dank verabschiedet wurden die ausgeschiedenen Ratsmitglieder (von links) Kerstin Enders-Czarski, Andreas Munzert und Iris Breda von Gero Enders.

Gero Enders verabschiedete sich mit herzlichem Dank von drei ausgeschiedenen Ratskollegen. Der vierte, Wilfried Wiegmann (Ratsherr von 2006 bis 2021), fehlte. Iris Breda rückte im Dezember 2010 nach in den Rat, Kerstin Enders-Czarski war, wie auch Ratskollege Andreas Munzert, von 2011 bis 2021 im Gemeinderat Freistatt aktiv. „Ihr habt Eure Freizeit zum Wohl der Bürger eingesetzt. Die Ratsarbeit ist meistens schön, aber manchmal eben auch nicht. Es hat Spaß gemacht mit Euch. Wichtig ist, dass wir konstruktiv, sachlich und fachlich bleiben in den Diskussionen und dass man sich weiterhin in die Augen schauen kann“, erklärte Enders, den letzten Satz an das neue Gremium gerichtet. Damit die Ratskollegen gut gerüstet sind für die bevorstehenden Aufgaben, hatte Enders jedem von ihnen eine bunte Tüte gepackt. Mit Stift, Block, Traubenzucker, Taschentüchern, Süßem...

Von Sylvia Wendt

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