Team der DRK-Kleiderkammer in Kirchdorf regt Tauschmöbel an für zwei Standorte

Genügend Bücher für zwei Schränke

Bücher gibt es derzeit viele in der Kleiderkammer.
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Bücher gibt es derzeit viele in der Kleiderkammer.

Kirchdorf – Bücher stapeln sich in der DRK-Kleiderkammer in Kirchdorf und gerne würde Helga Frede sie untergebracht wissen in einem Bücherschrank – allein, bisher ist das nur eine Idee. Eine, die stockt. Die Corona-Pandemie zeigt, dass das übliche dörfliche Netzwerk – mit Gesprächen hier, da und auf einer der zig Veranstaltungen und Zusammenkünfte – derzeit gerade ausfällt.

Helga Frede führt dennoch erste Gespräche. Ein befreundeter Tischler erklärt, dass solch ein Bücherschrank gewisse Bedingungen erfüllen sollte. Etwa, um die Bücher trocken zu halten.

Fredes Idee, einen Bücherschrank an der Remise in Bahrenborstel zu installieren, gerät ins Stocken. „Man traut sich ja nicht, mit jemandem zu sprechen. Abstand halten ist die Devise.“

Aber die Rückmeldung, die Frede erhält, ist durchweg positiv, sagt sie: Ein Bücherschrank wäre prima, finden viele: „Dann wissen wir, wohin mit unseren Büchern, die Schränke sind voll“, zitiert Helga Frede aus Gesprächen mit jenen Bürgern, die auch sonst Spenden für die DRK-Kleiderkammer in Kirchdorf abgeben.

Derzeit jedoch bittet das Kleiderkammer-Team um Helga Frede darum, eben keine Bücher zu spenden. „Wir können die nicht unterbringen.“ Und es nehme sie auch kaum jemand mit.

Die Hauptklientel, Flüchtlinge, verstehe die Sprache nicht. Und weitere Bürger, die berechtigt seien, kämen eher selten. Frede ist darüber irritiert: „Da kommen nur wenige Geringverdiener, leider, um sich hier umzuschauen.“

Weitere Rückmeldungen bleiben jedoch aus – eben, weil keine Versammlungen stattfinden, wo Ideen wie diese weitergesponnen werden können und sich meist jemand findet, der jemanden kennt, der jemanden kennt.

Kirchdorfs Gemeindebürgermeister Holger Könemann wird ebenfalls angesprochen und gibt die Idee weiter in den Gemeinderat – das Gremium findet die Idee grundsätzlich gut, heißt es. „Platz hätten wir dafür schon, gerne zentral in der Ortsmitte, am St.-Calais-Platz“, nennt er seinen Standortfavoriten.

Als Bücherschrank hätte man gerne eine ausrangierte Telefonzelle, die könnte man dann schön lackieren... Regensicher wäre das auch. Das muss noch koordiniert werden. Über die Idee hinaus gibt es aktuell noch keinerlei Planungen.

In Bahrenborstel kümmern sich die Mitglieder des Heimatvereins „op den Borne“ um die Remise in der Ortsmitte – und damit auch um den für dort vorgesehenen Bücherschrank.

Vorsitzender Uli Vogt bestätigt: „Die Idee treibt uns schon länger um. Die Platten für einen solchen Schrank haben wir auch schon zusammen. Jetzt müssen wir das nur noch zusammenbauen.“ Doch solche Treffen sind derzeit mit besonderer Sorgfalt zu planen.   sis

Von weiteren Buchspenden rät das Team aktuell ab.

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