Mittwoch geht es weiter

Kirchdorfer Markt „genießt Kultstatus“

Der Markt wurde am Samstag nach gutem Brauch mit einem Gottesdienst im Festzelt „Ambiente“ eröffnet.

Kirchdorf - Von Martina Kurth-Schumacher. „Jeder macht auf dem Kirchdorfer Markt Werbung– ich auch“, sagte Pastor Klaus-Joachim Bachhofer schmunzelnd. Er eröffnete die Traditionsveranstaltung am Samstagnachmittag mit einem Gottesdienst.

Wie groß ihre Bedeutung ist, habe er in Vorgesprächen für Grüne, Silberne oder Goldene Hochzeiten erfahren: „Viele Ehen haben hier begonnen...“ Es sei wichtig, Marktgeld in der Tasche zu haben, um sich etwas kaufen zu können, sagte Bachhofer. Er erinnerte daran, dass die entscheidenden Güter unbezahlbar seien: „Gott gibt uns alles, was wir brauchen, heute umsonst. Lassen sie sich begeistern von dem, was dem Leben Sinn gibt.“

Kostenfrei waren während des Gottesdienstes auch die Getränke: Die Gemeinde hatte die Besucher eingeladen. Der Kirchenchor (Leitung: Antje Zorn) und der Posaunenchor der Kirchengemeinde (Leitung: Erhard Plate) umrahmten die feierliche Eröffnung des 186. Kirchdorfer Marktes musikalisch. Im Anschluss an die Andacht von Pastor Bachhofer leiteten die Bläser mit dem Stück „Yesterday“ zum weltlichen Teil der Veranstaltung über.

Bürgermeister Holger Könemann lobte die Gruppen für die Musikbeiträge: „Ihr seid unser Markenzeichen – nicht nur heute.“ Die Wetterbedingungen für den Kirchdorfer Markt seien perfekt. Allerdings habe nicht nur der Liebe Gott, sondern auch die Gemeinde ihr Bestes gegeben. Stolz sei man darauf, dass die Veranstaltung dank des guten Auskommens mit den Anliegern im Ortskern stattfinden könne – ein Alleinstellungsmerkmal des Marktes, der „bei Besuchern aller Generationen Kultstatus“ genieße. Die fünfte Kirchdorfer Jahreszeit sei ein attraktives Ziel. Die Gewerbeausstellung habe mit 3400 Quadratmetern eine neue Rekordgröße erreicht. Auch das Angebot der „Vergnügungs- und Partymeile“ könne sich sehen lassen. 

186. Kirchdorfer Markt

Könemanns Dank galt Marktmeister Schumacher, dem Bauhofteam um Wilhelm Harzmeier und Gerhard Meyer von der Verwaltung für die vorbildliche Organisation. Der Kirchdorfer Markt sei nicht der größte, punkte aber durch eine unverwechselbare Atmosphäre, resümierte Könemann. Sein kurzer politischer Exkurs: Er warb um breite Zustimmung für das Zukunftsprojekt „Flurbereinigung“. „Nur durch den Bau einer nördlichen Entlastungsstraße kann sich unsere Gemeinde weiterentwickeln.“

Am Ende der Feier setzten Bachhofer und Könemann eine Feuerwehrsirene in Gang, gaben damit das Signal zur offiziellen Markteröffnung. Insgesamt werden rund 30 000 Gäste erwartet. Nach einer zweitägigen Pause geht es am Mittwoch wieder „rund“: Der Vergnügungsmarkt hat von 10 bis 24 Uhr geöffnet, die Gewerbeausstellung von 10 bis 19 Uhr. Erstmals bietet die Schlachterei Kollhorst am Marktmittwoch im Restaurationsbereich des Gewerbezeltes Frühstück an.

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