Barenburg: Technischer Defekt behoben / Becken neu befüllt

Gemeinschaftsaktion fürs Freibad

Schwimmmeister Thomas Arkenau (links) und Kioskbetreiber Michael Maschmann im Einsatz in Barenburg. Foto: S. Wendt

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Arbeiten, die gemeinhin über drei Wochen andauern, in zwölf Stunden zu wuppen – das ist in Barenburg gelungen. Das Freibad musste, wie berichtet, aufgrund eines technischen Defektes schließen. Schwimmmeister und Badeaufsicht standen nicht alleine vor der Lösung des Problemes – die Dorfgemeinschaft verbrachte die Pfingstfeiertage im Einsatz für die Einrichtung.

Der Förderverein des Freibades hatte kurzfristig bereits für Freitag Helfer mobilisiert, die nur darauf warteten, dass das Wasser, dunkel gefärbt, aus dem Schwimmerbecken entfernt wird. Tatsächlich habe es sich nicht um eine chemische Reaktion gehandelt, erklärt Schwimmmeister Thomas Arkenau. Vielmehr sei ein Schmutzklumpen, der sich in der Filteranlage gebildet habe, ins Wasser gelangt. Es handelte sich um einen sogenannten Filterdurchbruch.

Das Bad und die Filter seien 51 Jahre alt, erinnert Arkenau. Zwar werde die Anlage stetig überholt und der Filter in regelmäßigen Abständen neu befüllt. Doch das Alter der Anlage mache sich bemerkbar. Und die Chlorgasanlage? Sie war nicht die Ursache des Defektes, im Gegenteil: „Die ist in Ordnung. Sie wird, wie üblich, jährlich geprüft und wir jährlich unterwiesen“, erklärt Arkenau.

Nachdem das Becken geleert war, machten sich die Förderer, samt Vertretern des Gemeinderates und weiterer Helfer ans Säubern. Es wurden Fliesen geschrubbt. Es wurden neue Spitznamen verteilt. Die Anspannung ob des Zwischenfalls wich irgendwann einer gut gelaunten Teambuilding-Situation aller beteiligten Helfer. „Das war eine super Unterstützung“, erklärt Arkenau, gerade genesen von einer Virusinfektion (und allergischer Reaktion auf die Medikation).

Arkenau leitet beide Bäder, hat als Schwimmmeister die technische Aufsicht über beide Badeanstalten. Das Team der Badeaufsicht mit den Rettungsschwimmern Wilhelm Wolter, Marcel Jörg und, neu dabei, Annika Rosemann aus Kirchdorf, wechseln sich in der Badeaufsicht an beiden Standorten ab. Annika Rosemann unterstütze das Team insbesondere an Wochenenden, erklärt Arkenau. Sie habe bereits früher in der DLRG-Gruppe in Kirchdorf mitgewirkt und kenne das Kirchdorfer Naturfreibad ganz genau. Die Ortsfeuerwehr Barenburg nutzte die Situation, um das Legen von Schlauchleitungen über eine längere Wegestrecke zu üben. Insbesondere, um einen Druckabfall in den Wasserleitungen zu vermeiden. Der Wasserversorger hatte zwei „Wasseruhren“ geliefert, damit die entnommene Menge berechnet werden kann – und die Entnahme auch genehmigt, erklärt Arkenau. So konnte das Schwimmerbecken nach erfolgter Reinigung um ein Vielfaches schneller befüllt werden – das Auffüllen alleine dauere sonst (ohne Feuerwehrschläuche) gut eine Woche. Und auch das Aufwärmen des frischen Wassers funktionierte bestens – Arkenau hat am Dienstag bereits 25 Grad gemessen.

Für Mittwoch sind Mitarbeiter des Gesundheitsamtes angekündigt, die Wasserproben entnehmen. Eigene Proben zeigen bereits gute Werte, erklärt Arkenau. Der Schwimmmeister ist sehr dankbar über die Unterstützung. Das Netzwerk, das alle Verantwortlichen gespannt haben, sorgt dafür, dass die Problembehebung im komplett gesperrten Barenburger Freibad so schnell wie möglich erfolgen konnte – baden gehen dürfen die Karteninhaber derweil mit jener Karte im Naturfreibad Kirchdorf. Die Filteranlage wird ebenfalls von Spezialisten geprüft. Ihr Urteil wird mit Spannung erwartet. Gemeinde und Förderverein hatten für diese Saison bereits Gutachter bestellt – man wollte grundlegende Konzepte haben, wie man das 51 Jahre alte Bad herrichten kann für die Zukunft. Nur so könne man sich um die Finanzierung kümmern, etwa Förderanträge stellen.

Mit dem Ergebnis des Gesundheitsamtes werde noch in dieser Woche, laut Arkenau für Freitagmittag, gerechnet – und das Bad dann umgehend eröffnet (telefonische Ansagen unter Tel. 0 42 73 / 12 76).

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