Kirchdorf: Arbeiten sind fast beendet 

Gemeindehaus wird saniert

Das Gemeindehaus in Kirchdorf wird saniert. Kleines Foto: Alfred Ahlers, Klaus-Joachim Bachhofer und Rolf Lohmann (v.l.) im Spitzboden.

Kirchdorf - Bauinterna: Wenn die Dämmung so richtig gut ist, dann sprechen Fachleute davon, dass ein Froschpups ausreiche, das Gebäude zu heizen. So richtig gut gedämmt ist jetzt das über 100 Jahre alte Gemeindehaus der evanglisch-lutherischen Kirchengemeinde Kirchdorf an der Marktstraße. Es gab überdies noch mehr zu tun.

Vor gut neun Jahren schlugen die Wellen hoch, waren die Schäden entdeckt worden, die der Holzbock in den alten Balken in der Dachkonstruktion angerichtet hatte. Erste Überlegungen, die Sanierungskosten nicht zu addieren, sondern neu zu bauen, wurden jedoch verschoben. Und dann waren die Schäden doch nicht sooo stark. Seitdem sorgte auch die Finanzierung der notwendigen Arbeiten (energetische Maßnahmen sowie die fachgerechte Sanierung von Obergeschoss und Spitzboden) immer wieder für eine Verzögerung des Baubeginns. 

Die im Jahr 2013 angelaufenen Arbeiten sind indes bald beendet. Es staubt und die feinen Partikel, die durch die Luft schwirren, hat nicht der Holzbock produziert, sondern der Handwerker mit der Flex. Bauabschnitte umfassen die Dämmung der Außenwände, den Einbau eines Behinderten-WCs 2013 (nachdem die behindertengerechte Rampe bereits im Jahr 1997 angebaut wurde). Auch der Einbau einer neuen Heizung (jetzt Gas, statt der alten Ölheizung) im Gemeindehaus und ebenso im benachbarten Pastorenhaus, zeigen, dass die Sanierungsarbeiten tatsächlich „von Grund auf“ erfolgen. Die Handwerker stellen die Räume der 90 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnung im Obergeschoss her.

In den Baukosten von 250.000 Euro, die die Arbeiten am Gemeindehaus in etwa kosten werden, sei allerdings nicht die Einrichtung der Wohnung enthalten, erklärt Pastor Klaus-Joachim Bachhofer. Mieteinnahmen aus der Wohnung fehlen seit fast zehn Jahren auf dem Konto der Kirchengemeinde, Einnahmen, die notwendig sind. Etwa, um die große Kirche, größte im Landkreis, zu heizen. Die Baukosten seien gedeckt durch EU-Mittel und denen der Landeskirche, ein Fünftel zahle die Kirchengemeinde. Drei Räume im Obergeschoss dienen auch künftig der Gruppenarbeit der Kirchengemeinde, besonders dem Konfirmandenunterricht und der Jugendarbeit.

Der Spitzboden wird hergerichtet als Lager. Hier sind Balken freigelegt, wurde gedämmt und der Boden neu aufgebaut. Vor allem aber, daran erinnert Alfred Ahlers, Vorsitzender des Kirchenvorstands, sind die Balken neu behandelt worden, denn: Vor Jahrzehnten seien giftige Mittel aufgebracht worden. Die Gifte seien mittlerweile ausgedünstet und der Spitzboden nach dem Ende der Sanierung wieder nutzbar, bestätigt Bauunternehmer Rolf Lohmann.

Arbeiten an der Dämmung im Treppenhaus. - Fotos: S. Wendt

Seit dem Jahr 2013 läuft die energetische Sanierung von Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus, letzte Maßnahmen bedeuten neue Fenster (aus Holz und in Formen, wie es sie einst gab) und eine neue Eingangstür zum Saal, die zurzeit eingebaut werden. Nach dem Ende der Arbeiten an den Liegenschaften sollen die an den Außenanlagen vor dem Gemeindehaus folgen. Hier sei man bereits in Gesprächen mit den Vertretern der Gemeinde Kirchdorf, die, wie berichtet, die Marktstraße im Rahmen der Dorferneuerung neu gestalten möchte. Der geplante Abriss eines Hauses an der Ecke Rathausstraße / Markstraße solle in die Planungen einbezogen werden. 

 sis

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