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Ziel: „Die Gemeinde zukunftsfähig weiterentwickeln“

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Von: Sylvia Wendt

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Wilfried Wöltje bietet ab März wöchentliche Sprechstunden an, immer montags von 17 bis 18.30 Uhr im neuen Bürgermeister-Büro im Küsterhaus in Varrel.
Wilfried Wöltje bietet ab März wöchentliche Sprechstunden an, immer montags von 17 bis 18.30 Uhr im neuen Bürgermeister-Büro im Küsterhaus in Varrel. © S. Wendt

Varrel – Die Ortsdurchfahrt ist frisch saniert, welche weiteren Herausforderungen stehen in der Gemeinde Varrel an? Wilfried Wöltje ist zum Stichtag 11. Februar seit 100 Tagen im Amt des Bürgermeisters der Kommune aktiv. Nachgefragt.

100 Tage als Bürgermeister der Gemeinde Varrel – wie läuft’s?

Erst einmal möchte ich mich recht herzlich bei den Wählern in unserer Gemeinde bedanken für die überaus positive Zustimmung bei der Kommunalwahl, die zu dem guten Ergebnis für mich beigetragen hat. Vielen Dank für das Vertrauen. Die ersten 100 Tage im Amt waren doch schon recht aufregend mit vielen neuen Aufgaben, die neben dem beruflichen Alltag zu bewältigen sind. Aber das war mir bewusst und ich habe mich auf diese neue Aufgabe gefreut und natürlich auch eingestellt.

Mit dem neu gewählten Gemeinderat Varrel haben wir eine gute Konstellation für vernünftige und zukunftsorientierte Ratsarbeit. Ab März 2022 möchte ich einmal wöchentlich Bürgermeister-Sprechstunden anbieten, immer montags von 17 bis 18.30 Uhr. Diese Sprechstunden werden im Küsterhauses Varrel stattfinden, wo mir freundlicherweise ein Büro zur Verfügung gestellt wurde. Auch hierfür ein Dankeschön an den Verein Kultur im Küsterhaus Varrel sowie an Gerhard Kropf und Jürgen Müller.

Was hat Sie überrascht an dem Job?

Eine Überraschung konnte ich bisher noch nicht feststellen, da ich vorher bereits als stellvertretender Bürgermeister tätig war. Durch den vorherigen Bürgermeister Heinrich Hustedt hatte ich bereits Einblick in die Amtsgeschäfte und wurde durch ihn auch bestens vorbereitet auf die neue Aufgabe.

Was fällt positiv auf? Was negativ?

Positiv ist die sehr gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung in der Samtgemeinde Kirchdorf. Auf viele neue und fachspezifische Fragen zum Verwaltungsablauf bekomme ich immer sofort lösungsorientierte Antworten geliefert. Negativ kann ich im Moment nichts berichten. Bis jetzt läuft alles zur besten Zufriedenheit.

Baugebiete auf dem Land boomen. Wie sieht es mit der Entwicklung für Interessierte in Varrel aus? Gibt es Neuigkeiten?

Grundsätzlich sieht die Entwicklung für Bauwillige in Varrel gut aus. Ein städtebauliches Konzept mit einem Plangebiet von 18 905 Quadratmetern ist derzeit in Planung und ich hoffe, dass wir dazu in den nächsten Monaten den Startschuss geben können.

Jüngst beendet wurde die große Baumaßnahme mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt. Der Neubau des neuen Feuerwehrhauses steht bevor – wo besteht weiterer Handlungsbedarf in Varrel?

Im Fokus steht momentan das angedachte Baugebiet, um die Nachfrage an Bauplätzen vernünftig abzudecken. Weiterer Handlungsbedarf besteht „Im Orte“, dort die Sanierung respektive der Ausbau des Regenwasserkanals, da bei Starkregen dort immer wieder Probleme mit der Oberflächenwasserableitung auftreten. Im Breitband-/Glasfaserausbau ist noch einiges zu tun, gerade für diverse Außenbereiche, wo momentan keine Netzanschlussmöglichkeiten bestehen.

Was fehlt an Infrastruktur im Ort? Falls was fehlt: Wie sähe die Lösung aus?

In Varrel und seinen Ortsteilen Dörrieloh, Brümmerloh und Schäkeln ist bereits eine sehr gute Infrastruktur vorhanden, trotzdem muss man sich zukunftsfähig weiterentwickeln. Eine Klausurtagung mit den Ratsmitgliedern soll weitere Ziele und Bedarf für unsere Gemeinde, inklusive aller Ortsteile, ermitteln und entwickeln.

Die Pandemie fordert noch immer Einschränkungen: Wie würden Sie die Stimmung im Dorf beschreiben?

Die Pandemie hat uns nach wie vor im Griff und alle öffentlichen Zusammenkünfte, die das Dorfleben doch ausmachen und den Zusammenhalt untereinander stärken, finden nicht oder nur eingeschränkt statt. Die sozialen Kontakte haben sehr gelitten. Bei zwei Feuerwehren, zwei Jugendfeuerwehren und 20 weiteren Vereinen und Verbänden im Dorf, die alle sehr wertvolle Vereins- und Jugendarbeit leisten, sind diese Treffen wichtige Zusammenkünfte, die das Dorfleben deutlich prägen. Letztendlich hat sich aber auch in der Corona-Pandemie gezeigt, wie wertvoll das Leben auf dem Land ist, wo man doch aufeinander achtet und sich hilft und gegenseitig unterstützt, wo es eben geht.

Wenn alles wieder auf „normal“ gedreht ist: Auf was freuen Sie sich am meisten?

Am meisten freue ich mich auf die hoffentlich wiederkehrende Normalität, auf uneingeschränkte Treffen mit Alt und Jung und Groß und Klein, Veranstaltungen, Versammlungen, Feiern, Konzerte und vieles mehr.

Von Sylvia Wendt

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