Gemeinde Kirchdorf will zukunftsfähiges Entwicklungskonzept erstellen lassen

Kommune bestellt Fachleute

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Welche Gebäude stehen leer? Wo besteht Handlungsbedarf? Die Gemeinde will ein Entwicklungskonzept erstellen lassen.

Kirchdorf - Von Sylvia Wendt. Quo vadis, Kirchdorf? Berichte über „Landflucht“ und Co. einerseits und die Aufgabe, als Gemeinderat anderseits für eine lebenswerte Kommune zu wirken, beschäftigen das Gemeindeparlament Kirchdorf.

In zwei Klausurtagungen habe man sich Gedanken gemacht und Pläne entworfen, erklärt Bürgermeister Holger Könemann am Donnerstagabend in der jüngsten Ratssitzung in Kuppendorf.

Das Ziel ist ein Entwicklungskonzept. Das will nicht der Gemeinderat selbst erstellen. Man will dafür professionelle Planer engagieren, die Ideen für Kirchdorf und seine Ortsteile Kuppendorf, Heerde und Scharringhausen entwickeln. Ideen, sowohl für Privatpersonen wie auch für Gewerbetreibende. Man will Entwicklungschancen schaffen für ortsansässige Betriebe und den Boden bereiten für Neuansiedlungen. Die Bebauungspläne der Gemeinde und die Flächennutzungspläne der Samtgemeinde in Abstimmung bringen mit zukunftsorientierter Entwicklung – das bedarf fundierter Planung mit Rechtssicherheit.

Im Dickicht von Baubestimmungen und Anforderungsprofilen für Neuansiedlungen bewegen sich gemeinhin die Mitarbeiter des Bauamtes, aber für die bleibt noch genügend Arbeit übrig.

Bauamtsleiter Günther Dahm erinnert an die „Emissionsproblematik“: „Wir werden in einigen Bereichen eine strapazierte Belastung feststellen.“ Das lässt anwesende Landwirte aufhorchen. Dahm erklärt, dass man Sicherheit für die vorhandenen Betriebe anstrebe und für die rechtssichere Bewertung deshalb mit dem TÜV Nord oder der Landwirtschaftskammer zusammenarbeiten werde.

Die Gemeinde Kirchdorf will zumindest ein neues Baugebiet in Kirchdorf entwickeln, da die Zahl der freien Bauplätze zugenommen habe – man verzeichne eine steigende Nachfrage.

Von der örtliche Firma Diesel Technic steht eine Bauanfrage ins Haus. Dafür muss der Rat den Bebauungsplan „Auf dem Brinke IV“ neu ordnen. Eine Grundsatzentscheidung, erklärt Könemann. Konkret geht es um die Fläche neben dem Parkplatz gegenüber des Hauptgebäudes. Laut Könemann seien auch Lärmbelastungen ein Thema. Der Rat votierte mehrheitlich für die planerische Neuordnung und einen neuen B-Plan – bei einer Enthaltung.

Einstimmig jedoch votierte der Rat dafür, den Betrag von 26000 Euro überplanmäßig zur Verfügung zu stellen, um ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes zu beauftragen. Wo gibt es in Scharringhausen Bauflächen? Wo in Heerde und Kuppendorf? Wenn die Baugebiete ausgeschöpft sind – wo können leer stehende Häuser und Gehöfte, auch in innerörtlichen Lagen, angeboten werden?

Im Bauamt der Samtgemeinde Kirchdorf gibt es bereits erste Daten für ein Leerstandskataster, in dem jene leer stehenden Immobilien erfasst sind. Ein Ziel sei, den Innenbereich zu entwickeln und weniger Flächen zu verbrauchen, sagt Könemann.

Bestandteil des Entwicklungskonzeptes solle auch sein, die Nordumgehung zu planen, als Verlängerung der Ortsumgehung Barenburg und für eine bessere Erreichbarkeit der heimischen Gewerbebetriebe. Auch die Anbindung Kirchdorf – Scharringhausen gehöre auf die Agenda für die Planer.

Man rechne etwa ein dreiviertel Jahr für die Erstellung des Konzeptes.

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