Rat beschließt Haushaltsplan

Gemeinde Kirchdorf investiert netto 605.000 Euro

Kirchdorf -  Die Kassen der Gemeinde Kirchdorf sind zwar gefüllt, doch Kämmerer Michael Kopecki mahnt dennoch an, immer auch einen großzügigen Notgroschen für anstehende Ausgaben vorzuhalten.

Dieser Notgroschen gerät nicht in Gefahr ob des Beschlusses, dem Schützenverein Kirchdorf 1.000 Euro an Zuschuss zu gewähren, damit dieser zwei defekte (und fast 20 Jahre alte) Druckluftanlagen im Schießstand ersetzen kann. Reparaturoptionen seien nun erschöpft. Die Schützen haben den Antrag vorbildlich vorbereitet, übernehmen das Gros der Kosten (die 3.742,56 Euro betragen) und haben freundlich, noch vor dem Kauf gefragt: Der Rat war sehr zufrieden mit dem Prozedere. 

Einzig Ratsherr Rainer Nachtigall, Kassenwart im Schützenverein, enthielt sich bei der Abstimmung. „Hätte er gar nicht gemusst“, erklärt Bürgermeister Holger Könemann Sitzungsformalien.

Ratsmitglieder erhalten 30 Euro pro Sitzung

Einstimmig beschlossen wurde die Neufassung der Satzung über die Entschädigung von Ratsmitgliedern. Zuletzt im Jahr 2007 geändert, wurden die Beträge jetzt angepasst. So erhalten die Ratsmitglieder pro Sitzung oder Dienstbesprechung (an der sie teilgenommen haben) künftig 30 Euro. Enthalten darin sind Fahrten innerhalb des Gemeindegebietes sowie die Nutzung des Ratsinformationsystems. Der Bürgermeister erhält ab 1. Januar 2018 eine monatliche Entschädigung von 450 Euro, seine Stellvertreter je 60 Euro, ebenso der Verwaltungsvertreter des Bürgermeisters.

Der Haushaltsplan für das Jahr 2018, mit allen wichtigen Eckdaten vorgestellt durch Kämmerer Michael Kopecki, schließt im Ergebnishaus mit ordentlichen Erträgen in Höhe von 4.835.600 Euro und 4.649.500 Euro bei den ordentlichen Aufwendungen. Das ergibt einen Überschuss in Höhe von 186.100 Euro. 

Guthaben wurde zunächst dezimiert

Der wird zu dem Guthaben addiert, dass sich, rein rechnerisch, zum Jahresende 2018 bei gut 1,6 Millionen Euro eingependelt haben sollte. Die „kräftigen Investitionen“ (O-Ton Kopecki) in den zurückliegenden Jahren haben das mehrere Millionen umfassende Guthaben zunächst dezimiert. Für das Jahr 2018 sind dennoch weitere Investitionen geplant: Netto summieren sich alle Investitionen auf 605.000 Euro. 

Für einige Projekte werden Zuschüsse erwartet. Größere Maßnahmen umfassen die weiteren Bauabschnitte im Bereich Marktstraße / Rathausstraße / Langestraße. Hier wurden Vorhaben, für die Gelder schon im Haushalt 2017 bereitgestellt worden waren, übertragen in den Haushaltsplan des kommenden Jahres. Das Vorhaben ist Teil des Dorferneuerungsplanes und deshalb werden hier 52 Prozent der Kosten als Zuschuss eingerechnet.

Grunderwerb – Bauerwartungsland im Bereich „Unter den Hestern“ – schlägt mit 170.000 Euro voll zu Buche. Der Endausbau des Falkenweges kann 2018, nach dem Ende der Bautätigkeit dort, vorgenommen werden, dafür stehen 100.000 Euro bereit. Weitere 80.000 Euro für den Endausbau der Straße „An der Lehmkuhle“. - sis

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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