Kostenlos Äpfel ernten in Heimstatt

Aktion „Gelbe Bänder“: Pflücken statt verschwenden

Eine Holzfigur mit einer Informationstafel steht neben einer Reihe Apfelbäume.
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„Kollege Latzhose“ hält in Heimstatt Informationen zum Ernteprojekt bereit.

Freistatt – Die namensgebenden gelben Bänder fehlen zwar noch, aber die Äpfel sind bereits da: Zum ersten Mal beteiligt sich die Gemeinde Freistatt am Ernteprojekt „Gelbes Band“ des Zentrums für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (Zehn).

Die Bänder markieren die Bäume, deren Obst im Rahmen des Projektes kostenlos und ohne Rückfrage geerntet werden darf. Im Fall der Gemeinde Freistatt geht es um acht Apfelbäume an der Straße von Heimstatt zur Kreisstraße 43. Diese Bäume seien vor Jahren von der Gemeinde gepflanzt worden, berichtet Bürgermeister Gero Enders, und schon oft hätten sich dort Menschen Äpfel gepflückt oder aufgesammelt. Mit den gelben Bändern sei sichtbar, dass dies auch gewünscht ist. Wichtig sei nur: „Es soll für den eigenen Bedarf sein, und die Leute sollen auch ein paar Äpfel für Igel und Vögel liegenlassen. Dann hat jeder etwas davon, so, wie Gott es vorgesehen hat.“ Informationen zum Projekt hält auch „Kollege Latzhose“ bereit. Die Figur habe er vor Jahren einmal anfertigen lassen, so der Bürgermeister, nun diene sie als „Hingucker“ für diese Aktion.

Mit der Teilnahme verbinde er den Wunsch, dass sich die Idee der gelben Bänder weiter verbreitet, noch mehr Menschen ihre Bäume dafür zur Verfügung stellen und so der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken: „Meine Hoffnung ist, dass die Leute in sich gehen.“

Äpfel dürfen für den Eigenbedarf gepflückt werden

Mit der Teilnahme am Ernteprojekt setze sich die Gemeinde Freistatt gegen Lebensmittelverschwendung ein, heißt es in einer Pressemitteilung von „Zehn“ zum Projektstart. Gleichzeitig sei besonders für Familien das Selbstpflücken und die anschließende Verarbeitung der Früchte ein tolles Erlebnis. In einer Standortkarte auf der Website des „Zehn“ (www.zehn-niedersachsen.de/gelbesband) sind alle Baumgruppen, an denen gelbe Bänder leuchten, markiert und ein ungefährer Erntestart angegeben. Auf der Internetseite zum „Gelben Band“ gibt es viele zusätzliche Informationen rund ums Pflücken und eine Rezeptidee für selbst gemachtes Fruchtmus. Weitere interessierte Eigentümer von Obstbäumen und -sträuchern können sich auch in den kommenden Wochen noch anmelden.

Das „Zehn“ mit Sitz in Oldenburg befasst sich mit den Themenbereichen Ernährung, Hauswirtschaft und Alltagskompetenzen – und setzt sich für die Wertschätzung von Lebensmitteln ein. Das Ernteprojekt „Gelbes Band“ initiiert das „Zehn“ zum zweiten Mal in Niedersachsen. 2020 wurden 1 800 gelbe Bänder verteilt.

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