Arbeit der Geschichtswerkstatt Varrel bleibt ein wichtiges Element in Varrel

Gegen das Vergessen

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Bürgermeister Heinrich Hustedt, Dorothee Sudenn, Leiterin der Geschichtswerkstatt und ihr Vorgänger, Werner Böckelmann (v.l.).

Varrel - „Was heute geschieht, ist morgen Geschichte und sollte aufgeschrieben werden, damit es nicht in Vergessenheit gerät“: Mit diesen Worten rief Werner Böckelmann auf, in der Geschichtswerkstatt Varrel mitzuarbeiten, um das Geschehen im Dorf in Schrift und Bild festzuhalten.

Der Bläserchor Varrel spielte auf dem Kirchplatz auf.

Seit zwanzig Jahren befasst sich die VHS-Geschichtswerkstatt Varrel damit und hat im Jahr 2007 zur 775-Jahrfeier ein umfangreiches Buch „Varrel – seit Urzeiten besiedelt“ herausgebracht, damals noch unter Böckelmanns Regie. Er übergab danach die Leitung an Dorothee Sudenn, die sich, wie Böckelmann sagte, „energiegeladen“ neuen Themen zuwandte. Er nannte unter anderem die Ereignisse im Jahre 1945, das Leben der „Hamburger Kinder“ in Varrel und das Häuslingswesen.

Geplant sei, so Böckelmann, sich mit dem Gewerbe und den Bauernfamilien in der Zeit nach 1946 zu beschäftigen. Das 20-jährige Jubiläum hatte die Geschichtswerkstatt zum Anlass genommen, Bilder zu ganz unterschiedlichen Themen im Küsterhaus auszustellen.

Fotos alter Gebäude, Hochzeitsbilder, Einschulungen und vieles mehr riefen bei vielen Betrachtern Erinnerungen an frühere Ereignisse und Menschen hervor. Auch die Zeichnungen, die der damals in Varrel wohnende Geologe Dr. Rossa in den 1950er Jahren angefertigt hat, sind zu sehen.

Viele lobende Worte für ihr großes Engagement wurden bei der Eröffnung an Dorothee Sudenn gerichtet, nicht nur von ihrem Vorgänger Werner Böckelmann, sondern auch von Richard Schuler im Namen der Mitglieder der Geschichtswerkstatt, von Bürgermeister Heinrich Hustedt, vom örtlichen Leiter der VHS, Gerhard Kropf, und von Elke Ahrens, die ihr seitens des DRK ein Bild von Rayon Park überreichte.

Dorothee Sudenn forderte in ihren kurzen Antwortrede auf Plattdeutsch dazu auf, mit den Kindern Platt zu sprechen, denn sonst würde diese Sprache verschwinden. Sie erinnerte an Willi Sudenn, der vor vielen Jahren mit dem Jugendspielmannszug das Platzkonzert zum 1. Mai ins Leben gerufen hatte, und die Geschichtswerkstatt wollte einen Beitrag leisten, diese Tradition zu erhalten und hat deshalb zu ihrem Jubiläum den Bläserchor Varrel gebeten, auf dem Kirchplatz zu spielen.

Die Bläser erfüllten den Wunsch sehr gerne und intonierten flotte Melodien, Mitglieder des Verschönerungsvereins Varrel und des Heimatvereins Dörrieloh sorgten für Getränke, Bratwurst und Pommes, und die Kinder sprangen auf der Hüpfburg herum. Am Nachmittag servierte das DRK Varrel Kaffee und Kuchen.

Die Bilderausstellung ist auch noch am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils ab 14.30 Uhr geöffnet. Am Sonntag sollen dann auch plattdeutsche Geschichten erzählt und Plattdeutsch gesungen werden.

gk

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