„Freistatt“-Hauptdarsteller erhält Bayerischen Filmpreis

Premiere ist am 13. Juni

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Der 17-jährige Hauptdarsteller Louis Hofmann als Wolfgang in „Freistatt".

Freistatt - Die Vorfreude auf den fertigen Film steigt, am Donnerstag wird er uraufgeführt beim Filmfestival in Saarbrücken, dem „Max-Ophüls-Preis“: „Freistatt“ erzählt die Geschichte von Wolfgang Rosenkötter nach, der 1968 in die Diakonie Freistatt kommt.

Zu den Dreharbeiten reiste das Team 2013 mehrfach nach Freistatt, drehte an den Originalschauplätzen – sehr zu Freude der Bürger, denn manche durften als Komparsen vor der Kamera stehen.

Louis Hofmann bei der Preisverleihung.

Zur Geschichte: Im Sommer 1968 bestimmen Studentenunruhen, Vietnamkriegsproteste, Schlaghosen, Miniröcke und die sexuelle Revolution die Schlagzeilen. Während Deutschland in eine neue Ära der Freiheit aufbricht, wird der rebellische 14-jährige Wolfgang (Louis Hofmann) – gegen den Willen seiner Mutter – vom Stiefvater in die Diakonie „Freistatt“ gesteckt. In dem entlegenen Fürsorgeheim für Schwererziehbare soll Wolfgang ein „anständiger Junge“ werden. Der anfangs freundliche Hausvater Brockmann (Alexander Held) kümmert sich um den Neuling, doch statt in Schule oder Lehre zu gehen muss Wolfgang harte Zwangsarbeit im Moor leisten – Flucht scheint unmöglich. Aber nicht nur die Aufseher machen ihm Probleme, auch unter den Jungen herrscht Zwietracht und Gewalt. Als Wolfgang es wagt, zarte Bande zu Brockmanns Tochter Angelika (Anna Bullard) zu knüpfen, beginnt der mächtige Hausvater einen körperlichen und psychischen Feldzug. Doch Wolfgang leistet Widerstand, auch wenn der Preis hoch ist.

Regie führte Marc Brummund, für das Drehbuch erhielt Nicole Armbruster den Deutschen Drehbuchpreis.

Darsteller Louis Hofmann hat die Rolle des Wolfgang so gut verkörpert, dass die Jury des Bayerischen Filmpreises ihn gerade ausgezeichnet hat als besten Nachwuchsdarsteller. Ein großer Erfolg für den erst 17-jährigen Kölner.

Wie kann das sein, dass der Darsteller des Films, der noch gar nicht in den Kinos läuft, bereits ausgezeichnet wird? Nachgefragt bei Jan Künemund vom für den Film „Freistatt“ zuständigen Verleih „Salzgeber“: „Der Film ist schon länger fertig, wurde bei den Festivals eingereicht und die Jury sieht ihn vor dem Kinostart.“

Künemund kündigt den Kinostart von „Freistatt“ für den 13. Juni an. In Verhandlungen sei man mit hiesigen Kinobetreibern, um den Film – in Anwesenheit des Regisseurs Marc Brummund – zu zeigen.

sis

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