Superintendent Klaus Priesmeier: „Enge Verbundenheit“

Freistatt feiert Jahresfest – und 150 Jahre Bethel

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Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen.

Freistatt - Doppelfeier: Bethel im Norden beging am Donnerstag das 118. Freistätter Jahresfest – und zugleich 150 Jahre v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel.

Pastor Christian Sundermann, einer der Geschäftsführer von Bethel im Norden, gestaltete den Eröffnungsgottesdienst gemeinsam mit Pastor Ulrich Pohl, dem Vorstandsvorsitzenden der v. Bodelschwinghschen Stiftungen. Pohl erinnerte in der Predigt an die Entstehung der Stiftungen, „einem Stück Himmel auf Erden“, die ihren Ursprung 1867 in einem Haus für an Epilepsie erkrankte Jugendliche genommen hatte.

Freistatt habe Segen, aber auch Narben hinterlassen

Pohl sprach genauso von Gründung der diakonischen Einrichtungen in Freistatt, 32 Jahre später: „Ein segensreicher Ort für viele Menschen, die Obdach suchten“, erinnerte der Vorstandsvorsitzende. Freistatt habe aber nicht nur segensreiche Spuren hinterlassen, sondern, speziell die Jugendfürsorge, bei vielen Menschen auch Narben. „Heute sprechen die Spuren in Freistatt, in Diepholz, in Sulingen und in Stade, Hannover, in ganz Niedersachsen und Bremen, eine andere Sprache“, versicherte der Pastor.

„Gemeinschaft verwirklichen“, laute das Motto der Feierlichkeiten 150 Jahre Bethel. „Für Menschen da sein, in der Altenhilfe, in Schulen, in der Jugendhilfe, in der Eingliederungs-, in der Sucht- und in der Wohnungslosenhilfe.“ Im Norden finde sich ein „starkes Stück Bethel“, wie das Freistätter Jahresfest eindrucksvoll bestätige.

Superintendent Klaus Priesmeier sprach für den Kirchenkreis Diepholz von einer „engen Verbundenheit“, die die örtlichen Gemeinden mit Bethel pflegten. „Barmherzigkeit Gottes verwalten wir nicht. Barmherzigkeit Gottes ist das, was wir immer wieder alle miteinander nötig haben.“

Inoffiziell eröffnet worden war das Jahresfest in den frühen Morgenstunden mit dem Flohmarkt. Nach dem Gottesdienst servierten die Gastgeber einen bunten Mix aus Informationen und Unterhaltung.

Sorgten auf dem Dorfplatz für Stimmung: Ein Gruppe Ivorer aus Sulingen, die die Dienste des TAFF, einer Einrichtung von Bethel im Norden, in Anspruch nehmen. 

Zu den Stammgästen zählen seit inzwischen neun Jahren die Mitglieder des Lions Clubs Sulinger Land mit ihrem Bücherbasar. Dr. Christine Lund: „Die Resonanz ist wieder hervorragend. Wie laden zum Stöbern ein. Hier in Freistatt haben wir ein sehr vielfältiges Publikum und können unsere Bücher immer an den passenden Mann bringen.“

Sonderzug von Bielefeld nach Freistatt eingesetzt

Rolf Hedemann, Tourismusbeauftragter der Samtgemeinde Kirchdorf, am Donnerstag unterwegs in Freistatt auch im Auftrag der Tourismusagentur „DümmerWeserLand“: „Ich komme schon viele Jahre hierher und bin immer wieder begeistert.“ Hedemann sprach von „vielen auswärtigen Gästen und einer tollen Atmosphäre. „Es ist für uns wunderbar.“

Zufriedene Gesichter auch bei den Mitarbeitern des Vereins Osning-Bahn, die im Auftrag von Bethel den Transfer von Gästen in einem Sonderzug von Bielefeld nach Freistatt (und zurück) ermöglicht hatten.

Tagsüber pendelte der Zug zwischen Diepholz, Freistatt und Sulingen.

Mit Angaben zu konkreten Besucherzahlen hielt sich Ingolf Semper, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit von Bethel im Norden, am Donnerstag zurück. „Es waren wieder Tausende – und ich habe den Eindruck, es werden jedes Jahr mehr.“

oti

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