Freistätter Autor veröffentlicht neues Buch mit Kurzgeschichten zum Vorlesen

Innehalten mit Möller

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Kurt H. Möller stellt sein neues Buch mit Kurzgeschichten vor, es heißt „Ein Engel im Pelzmantel“.

Freistatt - Na, schon Weihnachtsgeschenke eingekauft? In 50 Tagen ist es so weit. Klingt nicht nur nach Hektik machen, ist auch so gemeint.

Kaum ein Tag in der Vorweihnachtszeit, an dem nicht jeder zwischen Beruf, Familie, Verein, Einkauf und Weihnachtsfeier hin und her eilt. Innehalten, das tun wenige. Für die hat Kurt H. Möller heitere und weitere Weihnachtsgeschichten geschrieben.

Das neue Buch heißt „Ein Engel im Pelzmantel“: Unter diesem Titel hat Kurt H. Möller weihnachtliche Geschichten versammelt, die nicht nur „viel Herz, sondern auch so manche überraschende Perspektive bieten. Mal heiter, mal leise, zum Schmunzeln und Nachsinnen begleiten sie durch die Weihnachtszeit und laden zum Lesen und Vorlesen ein“, so heißt es dazu im Pressetext. Das Buch ist im Buchhandel zu beziehen.

Hinter jedem Titel steht eine Zeitangabe – Hinweis für jene, die sich diese Zeit nehmen möchten, um die Geschichte vorzulesen.

Themen findet der 75-jährige Kurt H. Möller in seinem reich gefüllten Alltag. Begegnungen und Beobachtungen nutzt der Autor, um beides, gerne auch schriftlich, zu reflektieren. Daraus entwickeln sich Geschichten, mitunter ganze Bücher.

Der Freistätter Autor ist bekannt für seine pointierten Formulierungen – und die finden sich in seinem neuesten Werk auch wieder. Es sind Erinnerungen, die wiedergegeben werden in bildreicher Sprache, die den Leser teilhaben lassen an Ereignissen. Es sind Situationen, die dem Leser bekannt vorkommen und ihn zustimmen lassen. Es sind Phantasien, die zum Nachdenken anhalten: „Hätte ich doch...“ berichtet von der Einsicht des Wirtes, der dem Paar (sie hochschwanger), das wegen der Eintragung in die Steuerlisten angereist war, nur noch den Stall angeboten hatte, nicht aber eine Unterkunft in seinem Haus. Das Paar, nun Eltern eines Neugeborenen, erhält zahlreichen Besuch, auch von vornehmen Gästen aus dem Ausland, alle beten das Kind an. Seine Frau schalt ihn, dass es eine Schande gewesen sei, eine Frau in einem Viehstall ihr Kind gebären zu lassen. Hätte er doch nur genauer hingesehen und hingehört – aber hinterher ist man immer schlauer...

Ein anderer Beitrag, „Gülhans Licht“, erzählt von einer Begegnung Möllers mit einer jungen Kurdin. Das Gespräch mit seinem Inhalt und wie er auf den Schriftsteller, Jahrgang 1940, wirkt, hat Möller zu einem Gedicht mit Strahlkraft inspiriert. Mit einem Lächeln im Gesicht wird die Lektüre von „Fröhliche Weihnachten, Frau Ossenkopp“ beendet – eine „Ossenkoppsche“ kennt nämlich fast jeder...

Der SCM-Verlag sei auf ihn zugegangen, freut sich Kurt H. Möller über diese Wertschätzung: „Das tut ja ganz gut.“ Als Autor einen Verlag zu finden, sei heutzutage nicht leicht: Man habe nachgefragt, ob er sich ein Buch mit Kurzgeschichten vorstellen könne zu schreiben. Konnte Möller. „Die Alten brauchen die Vergangenheit, weil die Zukunft so kurz geworden ist“, heißt es in einer Geschichte. Kurz innehalten für die Geschichten in Möllers neuem Buch lohnt sich, schon heute und nicht erst an Weihnachten.

sis

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