Sanierung der Landesstraße 347: Restarbeiten in den Seitenstraßen 2021

Freie Fahrt durch Varrel

Ab sofort gilt „freie Fahrt“ auf der frisch sanierten Ortsdurchfahrt Varrel der Landesstraße 347.
+
Ab sofort gilt „freie Fahrt“ auf der frisch sanierten Ortsdurchfahrt Varrel der Landesstraße 347.

Varrel – Ein halbes Jahr früher als geplant wird die Landesstraße 347 wieder freigegeben: Laut Uwe Schindler sollen per Samstag, 19. Dezember, alle Sperrungen aufgehoben werden, der Verkehr wieder über die Hohe Straße durch den Ortskern fließen. Der Leiter des Geschäftsbereiches Nienburg der Straßenbauverwaltung teilte auf Anfrage mit, dass die Mitarbeiter der Baufirma Matthäi alle Umleitungs- und Absperrungsschilder abbauen und sich dann in die Weihnachtspause verabschieden.

Seit Mitte Oktober 2019 erfolgt die aufwendige Sanierung, für die 6,4 Millionen Euro veranschlagt sind. Die Arbeiten sind indes noch nicht vollständig beendet. Zwar ist die Ortsdurchfahrt selbst soweit fertig – Schindler gefällt „insbesondere, dass keine Mittelnaht zu sehen ist in der Asphaltsschicht“ und spricht von einer „gelungenen Arbeit, die den Ortskern aufwertet“. Allerdings stehen noch Restarbeiten in den Seitenstraßen an. Die sollen, nach der Weihnachtspause, Mitte Januar fortgeführt werden. Ebenfalls noch nicht fertig ist das Regenrückhaltebecken – eines der wichtigsten Projekte, denn „da kommt einiges an Wasser zusammen, da wird der gesamte Ort entwässert“, erklärt Olaf Heuermann, Bauamtsleiter in der Samtgemeinde Kirchdorf.

Das Gesamtprojekt umfasst nicht nur die Fahrbahnerneuerung, für die allein fast eine Millionen Euro an Kosten veranschlagt sind. Wenn die Straße schon aufgerissen wurde, sollte zugleich die Erneuerung der Trinkwasser- und Regenwasserwasserkanalisation (diese Arbeiten verantwortete die Wasserversorgung Sulinger Land) erfolgen, inklusive neuer Einleitstelle in die Flöthe, eines neuen Dükers und eines Rückhaltebeckens, das gemäß aktueller Vorschriften gebaut werden muss. Und wo schon alles gesperrt ist, können die sogenannten Nebenanlagen erneuert und die Bushaltestellen – barrierefrei – umgebaut werden. Die Kosten teilen sich, wie berichtet, das Land, die Kommune und die Wasserversorgung Sulinger Land. Neue Regenwasserkanäle, inklusive der „Nebenanlagen“ sowie der Radweg durch den Ort summierten sich in den Planungen auf etwa 1,2 Millionen Euro Gesamtkosten.

Die Parkbuchten sind fertig. Zu sehen sind bereits die Fahrbahnmarkierungen für die Bushaltestellen und Fahrbahnquerungen (mit Ampel in Höhe der Bushaltestelle „Wessels“), damit die Nutzer, besonders Schulkinder, geschützt sind.

Die „Sandkiste“ an der Kreuzung im Juli 2020.

Der Radweg soll als Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt werden, dafür fehlen noch die Markierungen. „Die können wir aufbringen, wenn uns dafür seitens des Landkreises der Auftrag erteilt wird“, erklärt Schindler. Rein rechtlich sei die Markierung wie ein Verkehrsschild zu werten. Was nicht aufgebracht wird auf der sieben Meter breiten Fahrbahn, ist ein Mittelstreifen: Ziel sei ein Miteinander auf der Straße, das zur Rücksichtnahme zwinge und damit die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer reduziere. Was wohl noch zu lernen ist, denn durch die bereits freigegebenen Abschnitte „bretterten“ die Verkehrsteilnehmer bereits wie vor den Bauarbeiten, berichten Anwohner.

Die Kirchenkreuzung ist jetzt fertig, samt Markierung.

Den regulären Weg nehmen können ab Samstag auch die Busse auf der Landesbuslinie zwischen Diepholz und Sulingen. Der öffentliche Personennahverkehr – nach den Weihnachtsferien auch der Schulbusverkehr – könne zur gewohnten Streckenführung zurückkehren.

Laut Olaf Heuermann sollen die Restarbeiten bis Mitte 2021 beendet sein. Was hat die Arbeiten so viel früher fertig sein lassen? „Die gute Arbeit der Baufirmen“, loben Schindler und Heuermann. Wenn es personellen Handlungsbedarf gab, hätten die Baufirmen zusätzliche Kräfte auf die Baustelle in Varrel entsandt. Die Arbeiten seien zudem sehr gut geplant und alle aufeinander abgestimmt gewesen. Und: Es gab keine Winterpause. Für den Fall ungünstiger Witterung seien längere Pausen eingeplant gewesen, die tatsächlich aber nicht notwendig wurden.

„Es haben alle verstanden, dass es wichtig war, das Projekt jetzt durchzuführen, angesichts der Gemeinschaftsleistung und der möglichen Zuschüsse“, bilanziert Bürgermeister Heinrich Hustedt. „Hätten wir unseren Part später gemacht, hätten wir alles komplett selbst finanzieren müssen.“ Noch zu klären seien etwaige Anliegerbeiträge. „Da müssen wir abwarten, was kommt. Es muss ja finanzierbar sein“, sagt Hustedt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Super Bowl: NFL-Star Brady will Geschichte schreiben

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Neuer Mode-Stil für das Weiße Haus

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Wie werde ich Verfahrensmechaniker/in?

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Russland protestiert: «Putin, hau ab!»

Meistgelesene Artikel

Zufälle gibt’s: Lotto-Spieler gewinnt knapp 10 Millionen Euro

Zufälle gibt’s: Lotto-Spieler gewinnt knapp 10 Millionen Euro

Zufälle gibt’s: Lotto-Spieler gewinnt knapp 10 Millionen Euro
Keine Corona-Impfdosis geht verloren ‒ auch, wenn mal was weggekippt wird

Keine Corona-Impfdosis geht verloren ‒ auch, wenn mal was weggekippt wird

Keine Corona-Impfdosis geht verloren ‒ auch, wenn mal was weggekippt wird
Erweiterung als Puffer für unsichere Zeiten

Erweiterung als Puffer für unsichere Zeiten

Erweiterung als Puffer für unsichere Zeiten

Kommentare