Freibadförderverein richtet zum 15. Mal das Neptunfest mit Taufe, Wettbewerben, Gottesdienst und Frühschoppen aus

Wie man ein „leuchtender Seestern“ wird

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Die Neptunstaufe ist teils eine etwas unsanfte Prozedur...

Barenburg - Nach der Sahne-Rasur, der Stärkung mit Spinnentrunk und einem rustikalen Waschgang landete Maira Plate am Samstag im hohen Bogen in den 25 Grad warmen Fluten. Sie geht als „Lustiger Delfin“ in die Geschichte des Barenburger Freibads ein. Neptun, Herrscher über alle Meere, Seen und Tümpel, und seine Häscher waren nicht zimperlich. Maira nahm es wie alle anderen „kleinen Erdenbürger“ mit Humor: „Eigentlich wollte ich immer schon mal...“, sagte die Zwölfjährige.

Zum 15. Mal hatte der Förderverein zum Neptunfest geladen – eine Feier, die mit viel Action verbunden ist. „Das ist das, was zieht“, erklärte Ralf Hische vom Verein. Nicht von ungefähr wurde es zum erwarteten Ankunftstermin von „Wassergott“ Dieter Bohn, Nixe Juliane und ihren sechs Häschern voll im Freibad.

Einzug des Meeresgottes mit Nixe Juliane und seinen Häschern.

„Schwirrt aus, bringt mir Täuflinge“, lautete Neptuns Anweisung an seine Handlanger. Auch in diesem Jahr nahmen viele Gäste ein unfreiwilliges Bad, allerdings stellten sich auch einige aus freien Stücken der Prozedur, um pitschnass und blitzsauber als „Blasser Buntbarsch“, „Geschmeidige Garnele“, „Lahmer Pottwal“, „Flotter Hummer“ oder „Leuchtender Seestern“ ihre Urkunden in Empfang zu nehmen. Vorab hatte Neptun auf seinem Gang durch die Freibadanlage Wasserproben aus jedem Becken gezogen und für gut befunden. „Dank Schwimmmeister Roland Gomille ist das hier eine saubere Sache“, befand er, bevor er seine Häscher auf Erdenbürger-Fang schickte. Eine zweite Herausforderung am Nachmittag: Die Organisatoren luden ein zum „Arschbomben-Wettbewerb“.

Der 200 Mitglieder starke Förderverein war auf eine Großveranstaltung eingestellt. Schon am Nachmittag zählte Ursel Bornkamp 210 Gäste, und das trotz der dunklen Gewitterwolken. Die Organisatoren ließen Optimismus walten. „Bis zum Abend könnten es 900 Besucher werden...“ Rund 30 Mitglieder des Fördervereins waren im Dienstplan eingetragen. Vorsitzender Klaus Parakenings: „Die Dienste an den Verzehrständen laufen im Schichtbetrieb, damit jeder trotz des Arbeitseinsatzes ein bisschen Spaß hat.“ Die Einnahmen fließen in den Erhalt des Freibads. Das Angebot der von den Damen des Fördervereins bestückten Kaffeetafel habe sich dabei ebenso bewährt wie die „selbstgebastelte“ Sangria-Bar, sagte Parakenings. Das Sulinger „Reload“ sei keine Konkurrenz für die Veranstaltung im Freibad, so die Verantwortlichen. „Nixe“ Juliane war wohl eine der wenigen, die in Gewissenskonflikt gerieten.

Das Neptun-Fest setzte sich am Sonntag mit einem Open-Air-Gottesdienst mit Pastor Norbert Preibusch fort, traditionell war das Freibad Station der „Sommerkirche“. „Erfahrungsgemäß kommen mindestens 100 Gäste“, sagte Ralf Hische. Tatsächlich zählte man dann 152. Im Anschluss stand „Frühschoppen und Resteverzehr“ auf dem Programm, für musikalische Unterhaltung sorgten die „Lachberger“ und der Männergesangverein Barenburg. Auch diese Veranstaltung hat Tradition, nach dem vom Vorstand vorgegebenen Motto: „Sonntag bleibt die Küche kalt, wir essen in der Badeanstalt.“

mks

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