Endspurt bei den Arbeiten in Barenburg

Fleißige Förderer im Freibad

Kräftezehrend war die Erneuerung der Beckenköpfe an beiden Schwimmbecken, die Elemente für das Schwimmerbassin wiegen jedes etwa 120 Kilogramm.
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Kräftezehrend war die Erneuerung der Beckenköpfe an beiden Schwimmbecken, die Elemente für das Schwimmerbassin wiegen jedes etwa 120 Kilogramm.

Barenburg – Die Leistungsschwimmer, so heißt es, „zählen Kacheln“, wenn sie trainieren. Die Mitglieder des Fördervereins Freibad Barenburg zählen die Kacheln schon nicht mehr, die sie ersetzen. In diesem Jahr waren es eher Platten, die ins Gewicht fielen, im Wortsinn. In Zeiten, in denen Fitnessstudios seit Monaten geschlossen sind, sind etwa 20 bis 30 Kilogramm schwere Gehwegplatten eine Alternative zur „Muckibude“. Insgesamt wurden 1 800 solcher Platten neu verlegt.

Die Arbeiten sind noch nicht beendet. Die Schließung des Freibades aufgrund der Pandemie hat die Förderer, die Gemeinde Barenburg und die Samtgemeinde Kirchdorf die traditionell lange Arbeitsliste um etliche Posten ergänzen lassen. Gearbeitet wird traditionell samstags. „Nach wie vor gelten natürlich strenge Hygienevorschriften beim Ausführen der Arbeiten. Unter anderem wird auf den nötigen Sicherheitsabstand zwischen den Helfern geachtet und Maske getragen, wenn es die Situation verlangt. Auch eine lückenlose Anwesenheitsliste wird geführt“, berichtet Marlo Rethorn für den Förderverein.

Wann die Bäder in der Samtgemeinde öffnen, steht noch nicht fest

Wann die Bäder in der Samtgemeinde öffnen, steht noch nicht fest. Der neue Schwimmmeister macht sich derzeit mit der unterschiedlichen Technik in beiden Bädern vertraut.

Marlo Rethorn hat als Kassenwart die Finanzen im Blick und bespricht mit den Sponsoren neue Werbeschilder. Die bilden bisher einen Rahmen unter dem Flachdach. Bereits 2020 waren die Dachmatten ausgewechselt worden, aber es nützte nichts: Die Schäden am Dach waren so massiv, dass die Förderer die Fachleute rufen mussten. Es regnete durch in die Umkleiden und in den Kiosk. Die Dachsanierung ist jetzt abgeschlossen.

Puh, diese neuen Beckenköpfe...

Großaufgabe war die Erneuerung der Beckenköpfe beider Schwimmbecken. Rund um das Nichtschwimmerbecken war die kräftezehrende Aufgabe zuerst beendet. Und auch am Schwimmerbecken sind die neuen Beckenköpfe dank technischer Unterstützung, etwa durch einen Hebebühnenbagger, montiert. Sie sind, aufgrund der anderen Form, mit etwa 120 Kilogramm deutlich schwerer, als die, die beim Nichtschwimmerbecken genutzt wurden – die wiegen etwa 80 Kilo. „Auch die Ablaufrinne wurde an den neuen Beckenkopf angepasst. Die Rinne wird mit neuen Fliesen ausgestattet, die alten wurden bei den Baumaßnahmen beschädigt“, erklärt Rethorn.

Eine neue Terrasse am Schwimmerbecken, außerdem ein Ausgleich von Höhenunterschieden: Gut 1 800 Platten wurden aufgenommen und neu verlegt.

Rund um die Schwimmbecken sind Terrassenpflastersteine verlegt. Im oberen Bereich, rund um das Schwimmerbecken, wurde eine neue Terrasse geschaffen. Nachdem man bereits im Jahr 2020 abgestorbene Bäume entfernt hatte und der Bereich neu gepflastert wurde, wurde ein neuer Zaun montiert. Jetzt ist Platz für Sonnenliegen. Ein paar Grünpflanzen sollen den Bereich zusätzlich aufwerten. Die Kosten liegen im „mittleren, vierstelligen Bereich“, heißt es, und werden vom Förderverein Freibad Barenburg getragen.

Liegebereiche erweitert, Grünpflanzen fehlen noch

Die Montage der neuen Beckenköpfe, in Kombination mit den weiteren Arbeiten, bedeutete, dass Höhenunterschiede ausgeglichen werden mussten. Und deshalb musste die gesamte Pflasterung rund um das Schwimmerbecken hochgenommen und angepasst werden. „Die gesamte Fläche wurde gerüttelt und abgezogen. Mehr als 1 800 Platten, 50 mal 50 Zentimeter groß, wurden hochgenommen und neu verlegt“, schildert Marlo Rethorn.

Jüngste Baumaßnahme: Es wurde ein neues Geländer für die Treppe, die hoch zum Schwimmerbecken führt, gefertigt und montiert.

Aufwendig waren die Arbeiten im Kesselhaus, in dem neue Technik eingebaut wurde, die hilft, Frischwasser einzusparen.

Im Blick ist immer auch die Riesenrutsche: Als Magnet für Kinder und Jugendliche bedarf sie besonderer Aufmerksamkeit. Die Mitglieder des Fördervereins beseitigen nach TÜV-Vorgaben kleinere Mängel und die Gemeinde kümmert sich um die Erneuerung der Dehnungsfugen. Auf dem Spielplatz werden derweil einige Holzbalken ersetzt an den Spielgeräten.

Witzige Idee: Alte Startblöcke als Sitzgelegenheiten

Neu sind auch die Startblöcke. „Die bisherigen Startblöcke ließen sich nicht mehr auf dem neuen Beckenkopf installieren“, erklärt Marlo Rethorn. Sie sollen, verteilt auf dem Freibadgelände, als Sitzgelegenheiten dienen. Die sechs neuen Startblöcke wurden speziell für das Barenburger Freibad angefertigt: Die Mitarbeiter des Betonwerks, aus dem auch die Platten stammen, hatten dies gleich mit angeboten. Geltende Vorschriften und Normen seien eingehalten worden. Die Kosten, die einen „mittleren, vierstelligen Betrag“ ausmachen, übernimmt der Förderverein.

Das „Frostschutz“-Wasser aus beiden Becken wurde abgelassen, damit beide Becken gereinigt und desinfiziert werden konnten. Zum Glück müssen in diesem Jahr nicht so viele Fliesen ersetzt werden.

Kesselhaus: Neue Technik hilft, Frischwasser einzusparen

Arbeiten, die die Besucher nie sehen, verbergen sich im Kesselhaus. Im Herzstück der Technik hat das Team um Tim Witte neue Treibwasserpumpen mit Kunststoffleitungen verbunden. So werde Wasser aus den Becken zu den sogenannten Chlorgasinjektoren gepumpt, durch Unterdruck werde Chlorgas dosiert. Das Wasser-Chlorgas-Gemisch werde anschließend durch die Marmorkies-Türme (die der Regulierung des pH-Wertes dienen) in die Becken gepumpt. „Dieses Prinzip wurde im vergangenen Jahr bereits erfolgreich getestet“, erklärt Rethorn. Bisher sei, technisch bedingt, kontinuierlich Frischwasser für die Chlorgasinjektionen genutzt worden, das könne durch die Umrüstung deutlich eingespart werden. Das Freibad werde so noch einmal deutlich nachhaltiger.

Jeder kann helfen

Dass die Arbeiten innerhalb des 280 Mitglieder zählenden Fördervereins so gut liefen, liege an der Motivation jedes Einzelnen. Oft und gerne werde argumentiert untereinander, etwa über neue technische Optionen. „Wir brauchen nicht nur Leute, die wuppen, sondern gerne auch jene, die uns ihr Fachwissen zur Verfügung stellen oder Kontakte herstellen können“, freuen sich die Förderer jederzeit auf Unterstützung. Rückschläge demotivieren – aber immer nur für einen Moment, weil die positiven Rückmeldungen aus den Reihen der Besucher alles wieder aufwiegen.

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