Antonias Brief treibt vom Kuhbach in die Kleine Aue und weiter in die Große Aue

Flaschenpost zwei Monate auf Landpartie

Der erste Sonntagsdienst des Jahres 2022 bescherte den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Barenburg um Ortsbrandmeister Nico Siedenburg (Vierter von rechts) eine Flaschenpost.
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Der erste Sonntagsdienst des Jahres 2022 bescherte den Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Barenburg um Ortsbrandmeister Nico Siedenburg (Vierter von rechts) eine Flaschenpost.

Barenburg/Schmalförden – Zu Besuch bei Oma Brigitte und Opa Erwin in Schmalförden war die neunjährige Antonia. In der Nähe fließt der Kuhbach. Also, er plätschert da eher, ruhig und sinnig. Gerade erst ist der Neubau der Brücke fertig und so geht es wieder ein bisschen flüssiger in Richtung Süden. Enkelin Antonia wohnt sonst in Bremen, der Besuch bei Oma und Opa bedeutet auch manches Abenteuer, das es nur auf dem Land gibt. In diesem Fall eine Fluss-Flaschenpost.

Der Wasserweg führt durch Felder und noch mehr Felder, ein Abzweig ist der Harmhäuser Graben, der nächste der Sudbruchsgraben. Es folgen weitere Felder, eine Kreuzung mit dem Schweringhäuser Bach, einige Kurven, dann geht es unter der Rathloser Straße hindurch. Und, ja, weiter durch noch mehr Felder, der Höllermoorgraben kommt noch dazu. Bis dann irgendwann, nach weiteren Feldern, ein kleiner Zufluss namens Kleine Aue dazukommt und der Kuhbach dann Kleine Aue heißt.

Antonia zeigt den Brief, den sie auf die Reise schickte.

Allein, es ändert sich nix. Wieder Felder über Felder, vorbei geht es an Klein Lessen, Schäkeln, Mauseburg, Paschenburg – und dann in Barenburg in die Große Aue. Nach Angaben des Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverbandes Große Aue sind es rund 20 Kilometer, die sich Kuhbach und Kleine Aue winden, bis zur Einmündung in die Große Aue. Diesen Weg legte die Flaschenpost zurück, die Antonia am 27. Oktober 2021 in Schmalförden im Kuhbach auf die Reise schickte.

Finderin Janine Lübkemann aus Barenburg.

Es ist der 2. Januar und die Einsatzkräfte der Barenburger Ortsfeuerwehr sind beim Sonntagsdienst. Für die Dienste gelten strenge Hygienemaßnahmen, und so holen die Barenburger ihr Schlauchboot raus, um damit einen Einsatz auf der Großen Aue zu trainieren. Es ist Janine Lübkemann, die die Flaschenpost bemerkt und aus dem Wasser zieht. „Vielleicht kannst Du zurückschreiben, wenn Du sie findest“, bittet Antonia darin. Sie hat ihre Adresse in Bremen dazugeschrieben und eine Telefonnummer. Die rufen die Barenburger Einsatzkräfte an – und erreichen Antonias Mama. Sie verrät den Feuerwehrleuten, dass Antonia gerade wieder bei Oma und Opa in Schmalförden ist. Barenburgs Ortsbrandmeister Nico Siedenberg, sein Stellvertreter Volker Sielke, Finderin Janine Lübkemann und die Kollegen packen zusammen. Soll heißen: Einsatzfahrzeug, Boot auf den Anhänger – und fahren kurzerhand nach Schmalförden. Zur Überraschung von Antonia, ihrer kleinen Schwester Johanna und von Oma und Opa. Die denken schon an eine Übung vor ihrem Haus, aber mitnichten. Riesenfreunde bei Antonia, dass ihre Flaschenpost gefunden wurde. Und dann darf sie für das Foto noch in das Schlauchboot.

Von Sylvia Wendt

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