Feuerwehren aus Wehrbleck, Freistatt, Dörrieloh und Varrel am Kindergarten

Üben für den Ernstfall

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Die Einsatzübung am Kindergarten verläuft fast punktgenau nach Plan.

Wehrbleck - Um 11 Uhr heult pünktlich, wie geplant, am Freitag die Sirene in Wehrbleck. Die ist auf dem Kindergarten befestigt – das heißt, die Mädchen und Jungen kriegen jeden Sirenenalarm der Feuerwehr, so er denn während der Betriebszeiten ausgelöst wird, lautstark mit. Es ist also nichts Neues für die Mädchen und Jungen, wenn der schrille Ton die Einsatzkräfte zum Dienst ruft.

Und doch ist es an diesem Freitag anders: Die Mädchen und Jungen sind im Nu auf dem Boden, in zwei Minuten nur aus dem Gebäude raus, nach dreien ist durchgezählt – alle sind vollständig versammelt. Dann geht es ab in die Turnhalle, zum Spielen. Für die Einsatzkräfte allerdings nicht – sie üben den Ernstfall. Das Szenario: Brand im Keller des Kindergartens, eine Erzieherin und zwei Kinder werden vermisst, Rauch quillt aus dem Gebäude. Das erste Einsatzfahrzeug ist nach fünf Minuten vor Ort. Die Einsatzleitung hat Wehrblecks Ortsbrandmeister Michael Fangmann, der an diesem Freitag Vormittag auch wissen will, wieviele Kameraden zum Einsatz kommen. Es sind 51 aus den Ortswehren Wehrbleck, Freistatt, Varrel und Dörrieloh.

Feuerwehrübung am Kindergarten Wehrbleck

Das erste Atemschutzduo ist schnell im Gebäude verschwunden, die Wasserleitungen sind fix aufgebaut – wer am Eingang steht, erhält ungefragt eine „Dusche“, denn natürlich gehört zum Einsatz dazu, dass das Gebäude auch von der Spielplatzseite her „gelöscht“ wird – das Wasser spritzt herüber. Der Einsatzplan geht gut auf: Die Fahrzeuge sind korrekt positioniert, die Kameraden punktgenau im Einsatz. Der Rettungsdienst wird an der Turnhalle positioniert – nicht nur wegen der Kinder, sondern auch, um weitere Verletzte zu versorgen. Die drei „Vermissten“ sind übrigens schnell gefunden, man hatte Puppen platziert. Gerade, als die Hochdruckventilator aufgestellt werden sollen, kommt eine für Fangmann ganz überraschende Nachricht: Der Funkkontakt zu einem Atemschutztrupp ist abgebrochen.

Das stand nicht in der Regieanweisung, doch die Profis der Ortsfeuerwehr schalten schnell: Ein weiterer Trupp geht sofort hinterher, um die Situation zu prüfen. Es stellt sich heraus, dass nur der Funkkontakt gestört war. Vor Ort ist auch Gemeindebrandmeister Detlef Nuttelmann, den es freut, dass sich soviele Einsatzkräfte an einem Freitagvormittag zum Einsatz versammeln. „Sie hätten, wäre es ein echter Vollbrand gewesen“, aber nicht ausgereicht“, kommentiert Fangmann. Lob kassieren die Kinder, die so diszipliniert, ruhig und überlegt agiert haben. Laut Kindergartenleiterin Simone Stratmann hat das Team mit den Kindern viel geübt, auch Annika Hoffmann war zur Brandschutzerziehung vor Ort gewesen. Die Eltern hatte man natürlich vorab eingeweiht, dass eine Übung stattfindet.

sis

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