Varrel: Neubau des Feuerwehrgerätehauses teurer

Fast 100. 000 Euro mehr an Kosten

Das Feuerwehrgerätehaus in Varrel soll durch einen Neubau ersetzt werden. Archivfoto: sis
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Das Feuerwehrgerätehaus in Varrel soll durch einen Neubau ersetzt werden. Archivfoto: sis

Varrel – Der Weltmarkt, die weltweite Pandemie – und ihre Auswirkungen auf den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Varrel: Hier waren die Weichen eigentlich gestellt, aber es muss nachjustiert werden. Der Samtgemeinderat Kirchdorf wurde um die Genehmigung von weiteren 96 000 Euro gebeten.

Die Samtgemeinde Kirchdorf hatte eigentlich 600. 000 Euro als „maximalen Festbetrag“ genehmigt und festgelegt. Nach ersten Überlegungen, das neue Heim für die Ortsfeuerwehr Varrel eventuell in einer bestehenden Immobilie zu schaffen, waren bereits im Jahr 2020 250 .000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Doch diese Pläne hatten sich zerschlagen. Die Viertelmillion wurde in diesem Jahr aufgestockt um 350. 000 Euro auf 600. 000 Euro – dann mit der Vorgabe, ein neues Haus (auf einem Grundstück Ecke Brümmerloher Gärten / Auf der Loge) zu bauen, schlüsselfertig, inklusive Pflasterung. Und, wie in allen Bauaufträgen rund um die Feuerwehrgerätehäuser in der Samtgemeinde Kirchdorf, haben auch die Varreler Einsatzkräfte zugesichert, sich mit Eigenleistungen einzubringen, wo sie dies können und dürfen.

Die Samtgemeinde Kirchdorf als öffentlicher Auftraggeber sei verpflichtet, gemäß den geltenden Vergabebestimmungen Vergleichsangebote einzuholen, heißt es seitens der Verwaltung. Das sei in diesem Fall in Form einer beschränkten Ausschreibung erfolgt. „Es wurden insgesamt sechs Unternehmen gebeten, ein Angebot abzugeben“, erklärt Bauamtsleiter Olaf Heuermann. Nun Änderungen, denn: „Nach erfolgter Wertung der zum Submissionstermin vorliegenden Angebote ist mit Gesamtkosten in Höhe von rund 696. 000 Euro zu rechnen.“

Hintergrund: „Die laufenden Materialkosten sind derartig explodiert. Der Weltmarkt reguliert die Preise neu. Mehrkosten können wir aber nicht über mehr Eigenleistung ausgleichen. Das wäre nicht lauter, irgendwann ist in Sachen Eigenleistung auch mal ein Ende der Fahnenstange erreicht“, polterte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates. Die Verwaltung schlage daher vor, einen Betrag in Höhe von 96. 000 Euro für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Varrel überplanmäßig im Haushalt der Samtgemeinde Kirchdorf für das Jahr 2021 bereitzustellen (vorbehaltlich der Prüfung des Vergabevorganges durch das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Diepholz).

Die Abstimmung in der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates erfolgte nicht ohne Wortbeiträge. Die WGS habe „Bauchschmerzen“ ob der Genehmigung, erklärte Ratsherr Helko Krickemann für die Fraktion. Namens der SPD-Fraktion erinnerte Ortwin Stieglitz an die Bedeutung der Ortsfeuerwehren für die Dorfbevölkerung und kritisierte die „exorbitant hohen Baukosten“ in allen Bereichen. Gleichwohl „wollen wir eine leistungsfähige Ortsfeuerwehr – und dazu gehören auch Feuerwehrhäuser.“ Ratsherr André Meyer, Bauunternehmer, zeigte sich überrascht, dass der Mehrbetrag genau beziffert werden konnte, denn: „Die Preise steigen kontinuierlich.“

Meyer nannte Lieferschwierigkeiten als ein weiteres Problem. Ratsfrau Edeltraud Dummeyer-Müller fragte nach: „Das Risiko für eine weitere Preisänderung liegt beim Bauunternehmer, oder?“ Ja, das täte es, erklärte Kammacher.

Der Festbetrag für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Varrel wurde einstimmig um 96 000 auf 696 .000 Euro angehoben.

Laut Bauamtsleiter Olaf Heuermann werde zügig alles Notwendige auf den Weg gebracht, damit der Bauunternehmer noch nicht erfolgte Bestellungen und Co. zeitnah rausschicken könne.

Von Sylvia Wendt

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