Falko Weerts beschert seinem Publikum einen lehrreichen plattdeutschen Abend

Reise durch Norddeutschland

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Falko Weerts und das Akkordeon-Duo Cornelia und Klaus Kasimirs (v.l.).

Varrel - Von Gerhard Kropf. „Platt is nich platt!“ Das behauptet Falko Weerts, man könne, im Gegenteil, in dieser Sprache auch komplizierte Sachverhalte ausdrücken, was die Sulinger Filmemoker in ihren „Apparatspott- Filmen“ erstmals getan hätten.

Auch Weerts hat in den Filmen mitgewirkt, denn es ist ihm ein wichtiges Anliegen, plattdeutsch zu erhalten. Acht Millionen „Platt-snackers“ gebe es noch in Norddeutschland, aber es würden weniger, weil es nicht mehr jeden Tag gesprochen werde und es so viele Kinder nicht mehr lernten.

Auch der Plattdeutsche Abend im Küsterhaus sollte einen kleinen Beitrag zum Erhalt des Kulturgutes „Plattdeutsch“ beitragen, und wer ausschließlich lustige Geschichten erwartet hatte, kam nur teilweise auf seine Kosten. Weerts schlug einen großen Bogen über viele Bereiche. Er beleuchtete die Geschichte des Kaffees, ein wichtiger Geschäftszweig in Bremen, genau wie der Tee, von dem die Ostfriesen durchschnittlich 300 Liter pro Jahr trinken. Auch Weerts ist gebürtiger Ostfriese, lebt jedoch schon seit geraumer Zeit in Kirchweyhe. Das Akkordeon-Duo Cornelia und Klaus Kasimirs lockerte die Veranstaltung mit passend ausgesuchten Musikstücken auf, servierte zum Kaffee den Schlager „In einer kleinen Konditorei“ oder auch das Lied „C a eff eff e e“, das den Übergang zur plattdeutschen Abhandlung über Noten und Buchstaben und deren Bedeutung in der Musik lieferte sowie zur Bedeutung der Hausmusik in der heutigen Zeit. Das Publikum wurde stets zum Mitsingen ermuntert.

Nach der Pause erzählte Weerts doch einige Anekdoten und Geschichten wie die vom „Schoolmester“, denn das Küsterhaus war ja einmal die Varreler Schule. Die Auswanderer nach Amerika und die Hollandgänger waren weitere Themen, wobei Weerts gelegentlich auf Texte seiner Kolumnen in heimischen Presseorganen zurückgriff.

Gemeinsam sangen alle das Lied „Wo de Nordseewellen“, dessen Entstehungsgeschichte ebenfalls von Weerts thematisiert wurde. So verging der Abend mit allerlei Wissenswertem aus Norddeutschland, mit kleinen Geschichten, gemeinsam gesungenen Liedern und viel Akkordeonmusik, die sich nicht auf Volks- und Seemannslieder beschränkte. Cornelia und Klaus Kasimirs zeigten die zahlreichen Möglichkeiten ihrer Instrumente auf, sogar Klassik boten sie dem Publikum.

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