Renzeler Weg: Neue Asphaltschicht und Brückensanierung

Fahrbahn abgesackt, Brücke marode

Die Brücke über die Große Aue entlang des Renzeler Weges zwischen Renzel und Hustedt wird saniert.
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Die Brücke über die Große Aue entlang des Renzeler Weges zwischen Renzel und Hustedt wird saniert.

Kirchdorf – Der Renzeler Weg ist als viel genutzte Gemeindeverbindungsstraße aktuell ein Ärgernis: Erhebliche Fahrbahnabsackungen machen zeitnahe Reparatur- beziehungsweise Unterhaltungsmaßnahmen notwendig.

Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung der Samtgemeinde Kirchdorf genehmigte daher in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 120 000 Euro für die Erneuerung der Asphaltschicht auf einer Länge von 300 Metern zwischen Barenburg und Varrel.

„Das sind die Auswirkungen der trockenen Sommer“, erklärte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher dem Gremium, das unter Leitung von Hermann Dencker in der Barenburger Turnhalle tagte.

Trockene Sommer sorgen für Probleme

Unter der Straße befänden sich sogenannte Moorlinsen, die in trockenen Sommern austrockneten: „Große Bereiche fallen dann in sich zusammen“, erklärte Kammacher. Es werde auf diese schlechten Straßenverhältnisse mittels Schildern hingewiesen, allerdings würden die Verkehrsteilnehmer Schilder einfach ignorieren.

Das ist nicht der einzige Abschnitt, an dem Arbeiten geplant sind. Der Renzeler Weg ist in den vergangenen Jahren in Teilabschnitten bereits saniert worden, ein letzter Abschnitt in diesem Plan umfasse rund 350 Meter auf dem Gebiet der Samtgemeinde. Die Planungen stammen aus dem Jahr 2015 – ebenso die Preisabgaben.

Deshalb standen „nur“ 50 000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Die aktuellen Kostenschätzung betrügen nunmehr 120 000 Euro, Zeichen dafür, wie sich die Preise in der Baubranche vervielfacht haben. Die Differenz in Höhe von 70 000 Euro möge überplanmäßig zur Verfügung gestellt werden – der Ausschuss stimmte dieser überplanmäßigen Ausgabe einstimmig zu.

Baustelle Nummer drei: Es gibt noch eine Brücke über die Große Aue, die sich nicht im Eigentum der Samtgemeinde Kirchdorf befindet, die im Bereich Renzel / Hustedt. Laut Kammacher gehe es schon seit gut zehn Jahren darum, in der Übernahme der Brücke eine Einigung zu finden. Das Brückengrundstück sei eigentumsrechtlich dem Land Niedersachsen zugeordnet.

Das Land, vertreten durch Mitarbeiter der Betriebsstelle Cloppenburg des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beabsichtige nun, die Brücke zu sanieren. „Wenn wir die Straße und die Brücke saniert übernehmen, bleibt beides geöffnet – sonst besteht die Gefahr, dass die Brücke geschlossen wird“, erklärte Kammacher.

Das Land werde die Brücke „auf Stand bringen“ mit den Sanierungsarbeiten. Soll heißen: Jetzt ist sie zugelassen für zwölf Tonnen, das werde dann auch künftig so sein. Weitere Sanierungsarbeiten umfassen Arbeiten, sodass die Brücke heutigen Sicherheitsvorgaben entspreche, etwa im Hinblick auf Geländer. Nach erfolgten Arbeiten würde die Samtgemeinde eine sanierte Brücke, respektive das Flurstück der Brücke, als zuständiger Straßenbaulastträger eigentumsrechtlich übertragen bekommen.

Brücke für zwölf Tonnen zugelassen

„Ja, aber die Landwirte fahren da auch mit mehr Tonnage rüber“, hieß es während der Sitzung aus dem Plenum. Was nach der Sanierung genauso nicht erlaubt sei, wie jetzt: Sogenannte Hochlastbrücken befänden sich in Barenburg (alte Trasse der B 61 und neue Umgehungsstraße) sowie künftig, nach erfolgter Flurbereinigung, im Kirchdorfer Ortsteil Loge. In der Erntezeit wäre eine „Leerfahrt“ über die Brücke erlaubt, aber voll beladen würde die zulässige Tonnage eben überschritten und die Landwirte müssten einen anderen Weg wählen.

Was die Grundsanierung genau umfasse, wollte Ausschussmitglied Thorsten Grewe wissen. „Eine aufwendige Betonsanierung“, erklärte Bauamtsleiter Olaf Heuermann. Nannte im Detail ein neues Brückengeländer, eine neue Fahrbahn und erklärte, dass, wenn weitere Schäden festgestellt werden würden, diese ebenfalls behoben werden würden. Nach der Sanierung sollten, in der Regel, in den nachfolgenden 20 bis 25 Jahre keine Reparaturen anfallen.

Von Sylvia Wendt

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