Exxon Mobil entsorgt 16500 Kubikmeter Einlagerungen / Rekultivierung

BiotopstattÖlschlammgrube

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Reges Treiben herrscht im Bereich des Dillenbergs: Die ExxonMobil räumt die ehemalige Ölschlammgrube.

Barenburg - Früher: Seifenkistenrennen, Mergelgrube, Schlittenfahren, Treffpunkt der Jugend. Heute: Windpark mit Aussichtstürmchen – der Dillenberg, südlich von Sulingen. Der Blick fällt gen Süden auf das ExxonMobil Production Betriebsgelände der ehemaligen BEB. Beim Blick Richtung Nordwesten sieht man die im Grenzgebiet zur benachbarten Gemeinde Barenburg liegende Ölschlammgrube der Firma. Hier herrscht jetzt emsiges Treiben.

„Die ExxonMobil Production Deutschland GmbH nimmt in diesen Tagen die Arbeiten zur vollständigen Räumung der Ölschlammgrube Barenburg-Dillengrund und der Wiedernutzbarmachung des Geländes in der Gemeinde Barenburg im Landkreis Diepholz auf“, teilt das Unternehmen mit. Die Fläche umfasst etwa 5000 Quadratemeter.

Erstmals hatte man 1962 in der Ölschlammgrube „ölhaltige Rückstände aus der Erdölförderung“ abgelagert. Beendet wurden die Maßnahmen 1991, laut Mitteilung der Exxon sind etwa 16500 Kubikmeter Rückstände eingelagert. Schon ab 1968 seien schrittweise „bergbehördlich zugelassene Rekultivierungsmaßnahmen durchgeführt“ worden. Nebenan liegt bereits ein Biotop-Fläche. Mit Blick auf das Grundwasser und mögliche Einflüsse darauf hat die Firma im Umfeld der Bohrschlammgrube zehn Grundwassermessstellen eingerichtet. Die Ölschlammgrube Barenburg-Dillengrund wird jetzt komplett zurück gebaut: „Ausgekoffertes Bodenmaterial wird nach Belastungsgrad separiert und verunreinigte Böden entsprechend staatlich zugelassenen und zertifizierten Entsorgungsbetrieben zugeführt“, teilt Exxon auf Anfrage dieser Zeitung mit. Die Firma betreibt sieben Erdöl-Förderfelder allein im Raum Barenburg, gefördert wird hier seit 1953.

Nach dem Abtransport erfolge eine Teilverfüllung der Grube – natürlich mit unbelastetem Material.

„Ziel der Arbeiten ist es, die Fläche so zu rekultivieren, dass die Voraussetzungen zur Entwicklung einer Biotopfläche gegeben sind“, teilt ExxonMobil mit.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2015 andauern. Über die Kosten des Rückbaus macht Exxon Mobil keine Angaben. Aufgrund des Verkehrsaufkommens bittet der Konzern die im Umfeld wohnenden Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten. Dann kehrt wieder ländliche Idylle ein rund um die 55 Meter hohe Erhebung – bei gutem Wetter blickt man weit über das Sulinger Land. Das Naherholungsziel, früher auch als Mergelgrube genutzt, bietet sich dann wieder an, zum Schlittenfahren, Seifenkistenrennen. Das Aussichts-türmchen kann übrigens nur betreten, wer Schuhgröße 22 hat, kleine schmale Stüfchen führen zum Ausguck in dann gut 56 Metern Höhe.

sis/pm

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