Ausgaben für Kinderbetreuung summieren sich 2022 auf 1,6 Millionen Euro

Es gibt einen Platz für jedes Kind

Aus dem Archiv – ein Blick in die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte Scharringhausen. Archivfoto: S. Wendt
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Aus dem Archiv – ein Blick in die evangelisch-lutherische Kindertagesstätte Scharringhausen. Archivfoto: S. Wendt

Kirchdorf – Die Kindergärten, die Jugend, die Senioren und die Kultur sind die Themen für den Ausschuss für Jugend und Soziales der Samtgemeinde Kirchdorf. Der hat am Mittwochnachmittag seine Geschäfte aufgenommen. Und das gleich mit einer „Hauruck“-Aktion: Die Mitglieder, die unter Leitung des Vorsitzenden Gero Enders im Sitzungssaal des Rathauses tagte, mussten sich mit den Ausgaben für das Jahr 2022, die die vier Bereiche betreffen, beschäftigen.

4 500 Euro sind angesetzt, um die beliebten Busrundfahrten für Senioren anzubieten. Die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden informieren die Teilnehmer über das, was neu ist, was fertig ist, was geplant ist. Bisher ließen sich das 500 Teilnehmer gefallen. Die positiven Rückmeldungen ins Rathaus zeigten, wie nachgefragt die Fahrten sind.

Gestiegen ist die Zahl der Nutzer von „Essen auf Rädern“. Laut Angaben von Fachbereichsleiterin Sandra Meißner sind es derzeit etwa 50 Personen täglich – und deshalb stehen auch 18. 000 Euro als Zuschuss an das DRK für den mobilen Mahlzeitendienst für 2022 bereit.

„Gekocht wird jeden Tag frisch, an sieben Tagen die Woche“, betonte Heinrich Kammacher – und erinnert daran, dass durch diese tägliche Lieferung auch eine Art „Kontrolle“ stattfinde, ob es einer alleinstehenden Person gut geht.

Das ehrenamtliche Engagement der Flüchtlingshelfer sichert die Samtgemeinde ab – unter anderem mit 21 100 Euro, um Auslagen und Haftpflichtpauschalen zu zahlen. 8. 300 Euro sind eingestellt für die Spendenkammer in Kirchdorf, die nicht nur Flüchtlingen offenstehe. Auch der Senioren- und Behindertenbeirat erhält 500 Euro für Aufwand und Ausgaben, die im Rahmen der Arbeit anfallen.

Etwa 300 Personen pro Monat nutzen im Schnitt das Anrufsammeltaxi in der Samtgemeinde. Ein Service, den die Samtgemeinde mit 57. 000 Euro anrechnet. „Die Hälfte der Kosten zahlt der Landkreis Diepholz als Zuschuss“, erklärte Heinrich Kammacher dem Ausschuss.

1. 644 .500 Euro: Das ist die Summe, auf die sich die Ausgaben im kommenden Jahr summieren, was die Kinderbetreuung in der Samtgemeinde angeht. „Umgerechnet ergibt das, bei knapp 300 Mädchen und Jungen, einen Betrag von 5. 700 Euro pro Kind und Jahr“, rechnete Kammacher vor.

Enthalten in den 1,6 Millionen Euro sind nicht die Personalkosten: Um den Anteil, inklusive Qualifizierung und Fortbildung, kümmern sich die beiden Träger der Krippen und Kindergärten in der Samtgemeinde. Mit beiden Trägern, Kirche und DRK, habe man bisher außerordentlich gute Erfahrungen gemacht, so Kammacher.

Die Samtgemeinde kümmere sich indes um die Liegenschaften, sprich: die Gebäude. Und an fast allen Standorten gibt es für 2022 Baupläne, kleine und große. An der Krippe Barenburg etwa, die mittlerweile drei Gruppen beherbergt, sind Arbeiten im Außenbereich geplant. Die Kosten werden mit 27. 000 Euro angegeben.

In Wehrbleck laufen die Planungen für Umbauarbeiten, um zwei Wohnungen im Obergeschoss neu zu integrieren. Eine Zwischenlösung kündigte Kammacher an für ein Beleuchtungsproblem: Der Parkplatz in Richtung Turnhalle sei zu dunkel, hatten Eltern moniert. Die Lieferzeit für eine Straßenlampe betrage derzeit Wochen – und so werde das Bauhof-Team für eben jene Interims-Lösung sorgen.

Immer wieder gab es in der Kita Scharringhausen An- und Umbauten – sie soll nun so umgebaut werden, dass sie modernen Ansprüchen gerecht wird. 250 000 Euro sind dafür eingestellt.

Kammacher und Meißner kündigten an, dass für das Jahr 2022 allen Eltern ein adäquates Betreuungsangebot gemacht werden könne, es mag nur nicht in jedem Fall die absolute „Wunschoption“ möglich sein. Alle Einrichtungen hätten eine unterschiedliche Ausrichtung, sodass jede Familie gucken könne, welche Betreuung für das Kind passt. Das Angebot bereichern in der Samtgemeinde die Tagesmütter. Eine reine Jugendbetreuung gebe es nicht – „da greifen wir auf die Angebote der Vereine in den Mitgliedskommunen zurück“, sagte Kammacher.

Das Gremium empfahl die Haushaltsansätze einstimmig.

Von Sylvia Wendt

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