Holzhausen: Urnengräber sind nachgefragt / Umgestaltungsarbeiten ab März 2020

Erster Arbeitseinsatz auf dem Friedhof

Christa Scharninghausen und ihre Motorsäge.

Holzhausen – Super Fotomotiv: Christa Scharninghausen mit der Motorsäge – und die Holzhauser Herren alle mit weniger aufregenden Rechen, Schaufeln und Besen. „Das ist ja auch meine“, stellt Christa Scharninghausen klar, wem das ratternde Werkzeug gehört, mit dem sie eine Lücke nach der anderen in die Lebensbaumhecken auf dem Friedhof in Holzhausen schneidet.

Sie macht das mit Absicht: Es handelt sich um trockene Teile der Hecken, die die einzelnen Grabstellen umrahmen. Grabstellen, von denen etliche nicht belegt sind, wie sich zeigt. Zwölf Helfer sind aktiv dabei, obwohl es sich um einen Wochentag handelt. Sie bereiten den Friedhof vor mit ersten Grünarbeiten, denn im kommenden Jahr soll der Gärtnerprofi hier die vertrockneten Heckenstücke ersetzen.

Aber nicht nur das. Veränderte Lebensbedingungen bedeuten, dass nicht mehr große Familiengrabstellen nachgefragt werden, weil deren Pflege zu aufwendig ist und Nachkommen oft nicht mehr vor Ort wohnen. Urnengräber sind gewünscht. „Wir mussten jetzt ganz spontan bereits eine Fläche herrichten“, erklärt Bürgermeister Matthias Stelloh. Die Realität hatte die Planungen überholt. Noch fünf weitere Stellen stünden auf der jetzt bereits gestalteten Fläche, die vor dem Wald liegt, zur Verfügung.

Geplant sind weitere Fläche – aber an anderer Stelle: Der Weg entlang der Hecke zur Freifläche neben dem Friedhof solle an die Hecke verlegt werden. So erhalte man in Richtung Friedhof mehr Platz, den es für jene neuen Anfragen neu zu gestalten gilt: Urnengräber, Ruhestätten unter Bäumen, Sitzgelegenheiten. Die Grabstellen sollten mit Rasen umwachsen sein, so dass zur Pflege ein einfaches Rasenmähen genügt.

Um die Planungen auf dem Friedhof Holzhausen möglichst passgenau zu planen, haben sich Karin Tönjes, Christa Scharninghausen und Anja Schmidt zusammen mit Garten-Architektin Katja Purnhagen vor Ort getroffen, aber auch andere Friedhöfe angeschaut und deren individuelle Gestaltungsoptionen. Die Planungen für den Friedhof Holzhausen haben sie im Anschluss erstellt.

Nach dem ersten Arbeitseinsatz folgte die Bewässerung der Hecken, denn: „Wir haben hier zuletzt zwar schon 150 Liter Regen gehabt, das hat aber nicht gereicht. Wir haben festgestellt, dass die Erde unter den Hecken richtig trocken ist“, erklärt Stelloh.

Mit den weiteren Arbeiten will man im Frühjahr in die Umgestaltung einsteigen: Es gilt, die Heckenlücken zu füllen, den Weg zu verlegen, die neuen Urnengräber zu markieren. Bereits umgestaltet ist der Abschiedsraum an der Seite der Friedhofskapelle: Eine indirekte Beleuchtung sorgt für dezentes Licht, frische Farbe an den Wänden und ein neuer Fußboden, dazu ein Sinnspruch an einer Wand geben dem Raum ein würdevolles Ambiente.

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