Erntefest in Barenburg: Historische Maschinen, Oldtimer und Kunsthandwerk

Wenn es tuckert und knallt

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Ariane Meyer (r.) fertigt Spielzeug und mehr aus Resten.

Barenburg - Und dann der Kommentar eines Gastes: „Los doch! Wenn man früher so gedroschen hätte, wären alle verhungert.“ Der Einladung des Verschönerungs- und Heimatvereins Barenburg, es den Heimatpflegern doch mal zu zeigen, wie man effektiv mit dem Flegel auf die Gerste drischt, nein, das wollte er nicht.

Auch historische Zweiräder wurden präsentiert.

Es ist laut beim Erntefest in Barenburg, dass stets im Zeichen alter Handwerkstradition steht. Flankiert wurden die Aktionen von etlichen Oldtimer-Schätzchen aus der Schnauferl-Sparte des Vereins. Hier die Trecker-Oldies, dort die flotten Flitzer von früher. Und mittendrin der Reigen der Kunsthandwerker, die mit Decken, Fröbelsternen, Körben, Marmelade, Selbstgenähtem, Likör und Türkränzen aus Naturmaterialien und mehr zu überzeugen wissen. Da lohnt ein Rundgang und die Herren ahnen, dass so manches schöne Ding für Zuhause erstanden wird. Sie wenden sich eher Egon Dreyer aus Wietzen zu. Die Konturen des hölzernen Eichhörnchens sind zu erkennen, jetzt muss er mit der Motorsäge behutsamer schnitzen, damit sich die Details nicht in Sägespäne auflösen.

Erntefest in Barenburg

„Original Fortschritt“ steht auf der motorbetriebenen Dreschmaschine, die gefüttert werden soll. Der Bautz von 1960 tuckert dienstbeflissen und es scheint auch alles zu funktionieren. Doch als Albert Düvel in den Sack schaut, in dem man eigentlich das Getreide auffangen möchte, ist dort kaum was drin. Bernd Wolff langt mit der Hand in die Maschine, so dass man denkt, „oh wei, gleich isse ab“ – aber der Ingenieur weiß, was er da tut. Und bleibt beharrlich: „Durch Nachjustieren der Schaufeln in dem Gebläse, welches für den Transport der Körner nach oben zuständig ist, wurde dieses wieder vollständig einsatzfähig“, berichtet Düvel von der erfolgreichen Wiederinstandsetzung der historischen Maschine. Es sind etliche alte Schätze, die sich zwischenzeitlich im Besitz des Vereins angesammelt haben, ob Windflegel oder Rübenschneider, Kartoffelsortierer oder Dibbelmaschine. Noch stehen sie in Döpkes Scheune und es ist beschwerlich, sie zu Festen in die Ortsmitte zu transportieren. Deshalb werde über einen neuen Standort nachgedacht, näher am Veranstaltungsort, dem alten Speicher.

In dem wiederum sind die Kaffeestube eingerichtet und zwei weitere Verkaufsstände. Aus 23 Kuchen und Torten kann man wählen, unter freiem Himmel werden Bamberger Hörnchen gegart, Kartoffelpuffer gebrutzelt und Würstchen gegrillt. Bis in den Abend ist die Fleckensmitte Ziel zahlreicher Ausflügler – sie bestärken die vielen Helfer in ihrem ehrenamtlichen Engagement: „Macht weiter so, tolle Veranstaltung.“

sis

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