Erfolgreich als „sds-tec“: Daniel Schwier und Andy Dreyer aus Scharringhausen

Die Spezialisten

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Daniel Schwier (l.) und Andy Dreyer bieten individuelle und passgenaue Lösungen in Sachen Steuerungstechnik.

Scharringhausen - Wenn aus einer Idee zweier Freunde ein Unternehmen wird: Daniel Schwier und Andy Dreyer, beide aus Scharringhausen, verschlägt es beruflich erst in getrennte Richtungen. Doch was sie zunächst „nebenher“ und in ihrer Freizeit gemeinsam an spezialisierten Aufträgen für Biogasanlagen betreibende Landwirte umsetzen, mündet 2010 in der Gründung einer eigenen Firma: „sds-tec“.

„sds“ steht für Schwier, Dreyer, Scharringhausen. Von Kirchdorf kommend ist der große graue Firmensitz, gerade neu gebaut, nicht zu übersehen. Das Gros der Fläche gilt der Fensterproduktion, Firmenstandbein von Andys Vater Udo Nordloh-Dreyer. Kartons mit Zubehör füllen jedoch auch das Areal von „sds-tec“. Mittlerweile ist aus der GbR eine GmbH geworden.

Schwier und Dreyer kümmern sich um den Schaltschrankbau: Sie beraten, planen, projektieren, konstruieren – und bleiben Ansprechpartner, auch für die Fernwartung. Abstrakte Zahlen, Linien und Buchstaben füllen Seite um Seite: Pläne, die letztlich darin münden, dass Abläufe automatisiert ablaufen können – sofern möglich. In der komplexen Steuerungstechnik unterscheidet sich der Schaltschrankbau der Scharringhäuser Jungunternehmer von dem des Elektrikers.

Die Steuerungstechnik ist Daniel Schwiers Part in der Firma. Der 30-jährige Techniker ist auch Elektromeister. Dreyer ist nicht nur gelernter Bürokaufmann und Landwirt, sondern auch Fachkraft für SPS-Technik. Das Duo ergänzt sich thematisch bei der Lösungsfindung für einen Auftrag. Zumeist kommen die Kunden aus der Landwirtschaft, Mundpropaganda verhalf dem jungen Team bereits zu etlichen Aufträgen. Der Neubau von Biogasanlagen sei „tot“, allerdings müssen die bestehenden Anlagen um- und aufgerüstet werden. Sind Schwier und Dreyer fertig mit ihrer Arbeit,m kann der Kunde seine Anlage per Tablet steuern. Manche wünschen sich die Technik aufs Handy.

Wenn kaum mehr neue Anlagen gebaut werden, gehen dem jungen Unternehmen denn dann nicht bald die Aufträge aus? „Nein“, sagt Dreyer kategorisch. Neue Komponenten einzubinden in den Ablauf, das bleibe als Service, zudem entwickele sich die Elektronik weiter. Durch diese Spezialisierung sei der Bestand der Firma gesichert.

Ob Biogasanlagen, Mahl- und Mischanlagenbau, Förder- oder Agrartechnik: Jeder Auftrag sei individuell und erfordere entsprechende Lösungen. Die Planung und der Bau komplexer Schaltschränke dauere mehrere Wochen, manches Mal sogar Monate – je nach Größe und Umfang des Auftrages. Zwei Mitarbeiter und ein Auszubildender (Fachrichtung: Elektroniker für Automatisierungstechnik) unterstützen Dreyer und Schwier aktuell. Die Zahl der Mitarbeiter dürfe gerne steigen – es sei jedoch schwierig, Fachpersonal zu finden. Die Branche ist zu neu, neben Schwiers ehemaligem Arbeitgeber ist „sds-tec“ in Scharringhausen einer der wenigen Betriebe in dem Bereich und arbeite deshalb im gesamten norddeutschen Raum.

„Die Firma darf

gerne wachsen“

Welche Ziele haben Schwier und Dreyer jetzt nach Firmengründung und Neubau der Firmenzentrale? „Viele Aufträge – und viel Freizeit“, sagt Dreyer. Die Firma dürfe gerne wachsen. Platz genug ist im Neubau vorhanden.

sis

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