Neues Innenleben für alte Sportstätte

Energetische Sanierung der Turnhalle in Wehrbleck beginnt im März mit der Enterkernung

Ortstermin in der Turnhalle: Olaf Heuermann, Heinrich Kammacher und Heinrich Schwenker (von links).
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Ortstermin in der Turnhalle: Olaf Heuermann, Heinrich Kammacher und Heinrich Schwenker (von links).

Wehrbleck – Nein, es riecht nicht wirklich nach altem Schweiß, aber tatsächlich ist die Turnhalle in Wehrbleck, Baujahr 1975, in die Jahre gekommen. Tausende Purzelbäume wurden hier gedreht, linke und rechte Haken ausgeteilt. Und so soll es auch weitergehen.

Die erfolgreiche Boxsparte des SV „Falke“ Wehrbleck werde auch künftig den Boxring aufstellen und hier Training wie auch echte Kämpfe austragen können, bestätigt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. „Und das mit spezieller Beleuchtung“, ergänzt Bauamtsleiter Olaf Heuermann. 750 Lux werden es für den Boxring sein, wenn dort gekämpft wird. Die neue Deckenstrahlheizung könne für unterschiedliche Bedürfnisse gezielt eingestellt werden.

Bürgermeister Heinrich Schwenker erinnerte an die Sonnenstrahlen, die etwa die Volleyballspieler bei den Turnieren der Jugendfeuerwehren geblendet hätten. „Es gibt neue Fenster, mit blendfreiem Glas“, berichtet Heuermann.

Ab Montag, 22. März, werde die Sporthalle entkernt, die Dauer der Arbeiten schätzt Olaf Heuermann auf etwa eine bis zwei Wochen. Die Ausschreibungen für die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollten Bewerber finden, ist sich der Bauamtschef sicher. Die Arbeiten müssten, aufgrund der gewährten Zuschüsse, bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Tageslicht soll rein in die Turnhalle, allerdings dann durch blendfreies Glas.

Die Finanzierung speist sich aus einem Zuschuss in Höhe von 400 000 Euro aus dem „100 Millionen Euro Sportstättensanierungsprogramm“ des Landes Niedersachsen sowie 1 080  000 Euro, die die Samtgemeinde Kirchdorf als sogenannten „Infrastrukturzuschuss“ gewährt. Im Vordergrund steht die energetische Sanierung des Turnhallen-Teils des Gebäudes. Im östlichen Bereich befinden sich die Räume der Ortsfeuerwehr, im westlichen Ende haben die „Falken“ des Sportvereins ihr Vereinsheim.

Kosten sind auf 1,5 Millionen Euro gedeckelt

Kammacher erinnert daran, dass der Betrag von rund 1,5 Millionen Euro nicht überschritten werden dürfe.

Sportler und Gemeinderat in Wehrbleck haben die Geräte auf den Prüfstand gesetzt – und aussortiert, was nicht mehr zu nutzen gewesen sei, berichtet Heinrich Schwenker. Das Sportgerät, das weiterhin eingesetzt werden kann, werde für die Dauer der Bauarbeiten ausgelagert, sagt Olaf Heuermann.

Grundsätzlich sei die Turnhalle wichtig, bestätigt Heinrich Kammacher. Immerhin habe jede Mitgliedskommune in der Samtgemeinde Kirchdorf eine Turnhalle. Kammacher wertet das als Zeichen dafür, wie wichtig der Breitensport sei und wie wichtig, dass vor Ort Trainingsoptionen geboten seien.

Tatsächlich sind die Sportler in Wehrbleck aufgeteilt. Es gebe diejenigen, die ihr Angebot auf eine „Draußen“-Variante umstellen können, auch aufgrund der Corona-Vorgaben. Jene, die auf Hallenzeiten angewiesen sind, können sich in der Freistätter Halle einfinden, die zum Schulverbund von Bethel im Norden gehört. Immer vorausgesetzt, die Corona-Auflagen werden eingehalten. Derzeit sei an sportliche Aktionen als Gruppe, als Team, nicht zu denken.

In der Entkernung des Innenbereiches der Turnhalle in Wehrbleck sind vor allem Umkleiden und Sanitärbereich neu geplant. Die Sanierung von Grund auf sei wichtig, um etwaige Wasserschäden, die hinter dem Fliesenspiegel, der Holzverkleidung oder unter dem alten Boden verborgen sein könnten, gar nicht erst größer werden zu lassen und zu beseitigen.

Sportstätte wird so barrierefrei wie möglich

Barrierefrei werde die Turnhalle, soweit es möglich ist, inklusive barrierefreiem Sanitär- und Duschbereich. Für Zuschauer, die sonst über das Spielfeld in der Halle zum Sitzareal im Geräteraum gehen mussten, werde der Geräteraum zwei neue seitliche Zugänge erhalten.

Die Besitzer der Jacken haben noch bis zum 22. März Zeit, sie abzuholen. Dann beginnen die Demontagearbeiten.

Laut Olaf Heuermann werde die Deckenhöhe weiterhin 5,50 Meter betragen. Bevor der Boden herausgerissen wird, solle die neue Deckenstrahlheizung installiert werden – um die Statik des alten Hallenbodens ein letztes Mal nutzen zu können.

Die Bauarbeiten sollen (aufgrund der aktuell geltenden Verordnungen) möglichst keine neugierigen Zuschauer anlocken – deshalb plane die Kommune eine Übertragung der Baufortschritte über die gemeindeeigene Homepage. Der wöchentliche Ortstermin durch das Bauamtsteam umfasse auch Fotodokumentation. Fotos könne man gerne der Gemeinde Wehrbleck zukommen lassen, erklärt Kammacher.

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