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Kai Bredemeyer steigt in Geschäftsführung der Firmengruppe Schwier ein

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Von: Sylvia Wendt

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Die neue Geschäftsführung der Barenburger Unternehmensgruppe Schwier bilden jetzt Stefan Schwier (links) und Kai Bredemeyer, hier mit Firmengründer Heinfried Schwier.
Die neue Geschäftsführung der Barenburger Unternehmensgruppe Schwier bilden jetzt Stefan Schwier (links) und Kai Bredemeyer, hier mit Firmengründer Heinfried Schwier. © S. Wendt

Einst Azubi, ist Kai Bredemeyer in die Geschäftsführung der Firmengruppe Schwier aufgestiegen. In dem Kältetechnik-Unternehmen leitet er die Mindener Filiale.

Barenburg – Es ist schon eine Weile her, dass Heinfried Schwier die gleichnamige GmbH in seiner Garage in Barenburg gründete, mit dem Bulli zu den Kunden fuhr. Fleischereien, Bäckereien, Lebensmittelgeschäfte: Der Senior erinnert sich an die große Bandbreite des gewerblichen Mittelstandes, für die er im Bereich Kälte-Klima-Elektrotechnik in der Region tätig war. Heute genießt er den „Unruhestand“ mit beratenden Einsätzen für die heutige Geschäftsführung.

Die hat nicht allein Sohn Stefan Schwier inne: Der 49-Jährige weiß mit Kälteanlagenbauermeister Kai Bredemeyer jetzt eine Vertrauensperson an seiner Seite, die sich perfekt im Unternehmen auskennt – weil Bredemeyer 1999, nach bestandenem Realschulabschluss, seinen Ausbildungsvertrag bei der Barenburger Firma unterschrieb. Und nun im Chefsessel sitzt.

Dass der in Minden steht, liegt auch an der Firmenentwicklung, die es seit der Gründung 1987 gegeben hat. Aus dem Familienbetrieb ist eine Unternehmensgruppe geworden, bestehend aus sechs Einzelunternehmen. Mittlerweile mit Firmensitz in einem Neubau mit deutlich mehr Kapazitäten als eine Garage sie bietet.

Firmengruppe Schwier expandiert: Filiale in Minden

Das, laut Bredemeyer, „junge Team mit gutem Charakter und viel Zukunftspotenzial“, das sich für die Kunden in Deutschland und im angrenzenden europäischen Ausland Lösungen ersinnt in den Bereichen Kältetechnik, Klima- und Lüftungsanlagen sowie Elektrotechnik, umfasst heute 50 Personen. Wachsen um des Wachstums willen ist nicht die Devise, sagt Stefan Schwier. „Wir wollen ein attraktiver Arbeitgeber sein, bei dem die Mitarbeiter jeden Tag Spaß haben. Gleichzeitig aber auch sollen sich die Mitarbeiter weiterentwickeln, fortbilden, denn: Wir als Firma möchten ein starker zuverlässiger Dienstleister sein.“

Die Kundschaft stammt überwiegend aus dem gewerblichen Bereich, die Firma agiert bundesweit. Fluch und Segen zugleich: Einerseits ist da die Freude über die Nachfrage die der Fachbetrieb in Barenburg hat und die damit verbundene Anerkennung. Andererseits sind da weite Anfahrtswege, gegebenenfalls mit Übernachtung. Neben dem Einbau individueller Geräte und der Umsetzung passgenauer Projekte für die Kunden übernimmt die Barenburger Firma die Wartung der Anlagen.

Mit der neuen Betriebsstätte an der Königstraße in Minden reagiere die Firma Schwier auf die verstärkte Nachfrage im Ostwestfälischen; viele Kunden hätten sich eine Anlaufstelle vor Ort gewünscht. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, schneller auf Kundenanliegen zu reagieren. Termine können flexibler geplant und eingehalten werden“, erklärt Kai Bredemeyer. Wie in Barenburg setze die Schwier-Gruppe auch in Minden auf die „Eckpfeiler, die das stetige Wachstum begründen: Kompetenz und Engagement, Handwerk und Innovation, Kundenbindung und Termintreue.“

Der 39-jährige Kai Bredemeyer wohnt mit Ehefrau und zwei kleinen Töchtern in Nordel und leitet die Mindener Filiale.

Mit dem bisherigen Verlauf ist er nicht ganz zufrieden – die Pandemie hat das Knüpfen von persönlichen Kontakten massiv erschwert. Gleichwohl aber habe es Aufträge gegeben: „Wir haben sehr treue Kunden, es wächst. Wir können hier unsere Kompetenz beweisen.“

Sind weitere Filialen angedacht? „Wir haben viele Kunden in den neuen Bundesländern, aber auch in Süddeutschland. Wir eruieren gerade, das Netz zu erweitern und stecken in verschiedenen Verhandlungen“, hält sich Stefan Schwier (noch) bedeckt.

Die Firma wirbt damit, ein „weites Spektrum aus dem Bereich der Klimatechnik“ zu bieten. Was bedeutet das für die Mitarbeiter und Auszubildenden? Wie schnell ändert sich die Technik? „In der Aufgabenstellung sind wir oft ein Teil eines ganzen Prozesses für den Kunden. Da gibt es eine große Bandbreite an möglichen Einsatzorten. Es ist auch nicht so, dass sofort erneuert werden muss, wenn an technischen Möglichkeiten etwas neu im Angebot ist. Sinnvoll wäre eine kaufmännische Analyse, was ersetzt oder nur modifiziert werden sollte“, erklärt Schwier. Kai Bredemeyer ergänzt: „Die neueste Technik ist nicht zwingend das Beste.“

Und dennoch ist neueste Technik derzeit auch für die Firma Schwier „täglich Brot“: Die Nachfrage nach Lüftungsanlagen sei massiv gestiegen, die Firma in der Thematik breit aufgestellt – mit eigenen Geräten und eigenen Lösungen, erklärt Bredemeyer.

Wenn der Supermarkt um die Ecke zur Berufswahl inspiriert

Warum hat sich Kai Bredemeyer für diesen Beruf entschieden? „Ich habe einen Zukunftsberuf gesucht. Einen, der ständig gebraucht wird.“ Die Idee zur Ausbildung zum Kälteanlagenbauer habe der „Supermarkt um die Ecke“ geliefert: „Da muss ja immer Ware gekühlt werden.“ Er könne sich in dem Beruf ständig neu verwirklichen, sagt Bredemeyer.

Und, na klar, wie andere Unternehmen auch, sucht die Firma Schwier nach neuen Auszubildenden und neuen Mitarbeitern.

Was Bredemeyer 1999 und auch heute noch besonders gefällt, sei die familiäre Atmosphäre und eine Kommunikation auf Augenhöhe. „Jeder Mitarbeiter zählt, es gibt für jeden ein offenes Ohr. Jeder darf seine Ideen einbringen und auch Fehler machen. Nur so entwickelt sich jeder Einzelne und damit auch das Unternehmen als Ganzes weiter“, sagt Bredemeyer. Das, was er selbst erfahren hat, wolle er an Nachwuchskräfte weitergeben – auch, um qualifizierte Mitarbeiter zu binden und so die Weichen für die Zukunft zu stellen. „Es macht mir einfach Spaß, die Auszubildenden zu begleiten, sie fachlich, aber auch menschlich weiterzubringen. Ich selbst bin im und mit dem Unternehmen gewachsen und möchte diese Chance auch anderen bieten.“

Kontakt

www.schwier-kaelte.de

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