Zehn neue Einsetzstellen für Kanuwanderer

Kirchdorf: Samtgemeinde und Unterhaltungsverband Große Aue „in einem Boot“

Ein Sommertag an der Großen Aue in Barenburg im Juli 2020. Entlang des Flusses werden auf dem Gebiet der Samtgemeinde Kirchdorf zehn neue Kanueinsatzstellen gebaut.
+
Ein Sommertag an der Großen Aue in Barenburg im Juli 2020. Entlang des Flusses werden auf dem Gebiet der Samtgemeinde Kirchdorf zehn neue Kanueinsatzstellen gebaut.

Barenburg –  Die Große Aue in Barenburg als Naherholungsziel für Wasserwanderer und Schwimmer, für Spaziergänger und Tagträumer – das wird in diesem Jahr noch erweitert: Zur „Förderung beziehungsweise Verbesserung der Kanuwandermöglichkeiten“ auf dem Fluss werden zehn neue Kanueinsetzstellen geschaffen. „Die Samtgemeinde Kirchdorf beteiligt sich an der Herstellung der Einstiegsstellen mit einem Zuschuss in Höhe von maximal 25. 000 Euro der nachgewiesenen Baukosten“, heißt es in einem Beschlussvorschlag, den der Kirchdorfer Samtgemeindeausschuss bereits genehmigt hat.

In Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungs- und Landschaftspflegeverband (ULV) Große Aue mit Sitz in Mellinghausen sollen bis zum Sommer an folgenden Standorten Kanueinsatzstellen hergestellt werden: zwei am Wehr Hustedt, eine an der Kreuzung der Kreisstraße 20, zwei am Wehr Varrel, eine an der Mündung der Kleinen Aue in Barenburg, eine in Höhe der Ortsumgehung Barenburg, zwei am Wehr Loge und eine an der Brücke „Borgstedter Weg“ – allesamt auf dem Gebiet der Samtgemeinde Kirchdorf.

Die bauliche Abwicklung erfolgt durch den ULV, die Samtgemeinde Kirchdorf schultert die entstehenden Personal- und Materialkosten. Je Einstiegsstelle wird mit Kosten in Höhe von rund 2. 500 Euro gerechnet.

Die Unterhaltungs- und Verkehrssicherungspflicht obliegt als Grundstückseigentümer dem ULV. Nachgefragt bei dessen Geschäftsführer Rainer Ausborn, in Bezug auf Details rund um die Einsatzstellen:

Gibt es einen Pfahl zum Festbinden der Kanus oder müssen alle Boote rausgenommen werden?

Rainer Ausborn: Wenn Kanuten nur kurz mal aussteigen und dann weiterfahren, finden sie meist eine Möglichkeit, um das Boot, etwa mittels Karabiner, kurzzeitig fest zu machen. Sollte ein Pfahl gewünscht werden, werden wir sicher eine Lösung finden. Eine längere Lagerung von Booten in unseren Gewässern ist nicht erwünscht.

Werden die Einsetzstellen markiert für die Flusswanderer? Soll heißen: Gibt es sie auf Karten oder als Marker in GPS-Listen? Oder ganz analog: Gibt es sichtbare Zeichen für die Flusswanderer?

Rainer Ausborn: Die Fortschritte im Hinblick auf die fertige Kanueinsatzstelle sollten durchaus in den gängigen Kanuführern dokumentiert werden. Wir haben uns darum bisher nicht gekümmert. Es ist aber sicher sinnvoll, mit dem Deutschen Kanuverband in dieser Hinsicht Kontakt aufzunehmen. Grundsätzlich könnten die fertigen Kanueinsatzstellen in einer Karte dargestellt werden.

Ein Anleger, wie er in der Samtgemeinde Kirchdorf geplant ist.

Stichwort Zuwegung: Sind alle Stellen mit dem Auto erreichbar?

Rainer Ausborn: Einige sind sehr gut erreichbar, wir haben das berücksichtigt. Andere dienen hauptsächlich zum Umtragen von Hindernissen, etwa an Wehren.

Gibt es Picknicktische dort oder dürften die aufgestellt werden? Oder Schutzhütten? Mülleimer? Oder liegt das nicht in der Zuständigkeit des Unterhaltungsverbandes?

Rainer Ausborn: Feste Picknicktische, Schutzhütten und Mülleimer auf dem Gewässergrundstück sind nicht erwünscht. Wer das Gewässergrundstück zur Rast verwendet, sollte sich die Sachen selbst organisieren und alle Hinterlassenschaften wieder mitnehmen. Das Grundstück dient in erster Linie der Wasserwirtschaft und befindet sich in unserem Eigentum. Feste Anlagen auf angrenzenden Grundstücken sind nicht unsere Sache und meines Erachtens bisher nicht geplant.

Aussteigen in Barenburg.

Gibt es für die Kanueinsatzstellen auch Rettungscodes, wie vielfach bei Stationen auf Wanderwegen? Damit der Rettungsdienst bei einem Notfall sofort weiß, wo er hinmuss?

Rainer Ausborn: Das haben wir bisher nicht bedacht. Es handelt sich um gemeingebräuchliche Freizeitnutzung eines vorhandenen Gewässers. Ob eine solche Rettungs-Infrastruktur sinnvoll oder notwendig ist, kann ich ohne Rücksprache mit Experten, etwa dem Kanuverband oder dem Rettungsdienst, nicht beurteilen.

Kanuwanderer on Tour.

Wann beginnen die Arbeiten und wann sollen sie beendet sein?

Rainer Ausborn: Wir haben den endgültigen Auftrag zur Umsetzung von der Samtgemeinde Kirchdorf erhalten. Teilweise haben wir bereits Material bestellt. Sobald es vorhanden ist, werden wir Einsatzstelle für Einsatzstelle erstellen. Wir beabsichtigen, bis zur Sommersaison die Anlagen weitgehend fertigstellen zu können. Wir erledigen die Arbeiten in Amtshilfe zum Selbstkostenpreis für die Gemeinde und müssen schauen, wie wir das in unsere Arbeitsplanung integrieren können. Deshalb bitte ich um Verständnis, dass wir keine genauen Daten nennen können.

Fährt der Unterhaltungsverband zur Probe?

Rainer Ausborn: Wenn Corona endlich vorbei ist, werden wir gern mit unserer Mannschaft eine Kanutour auf der Großen Aue machen!

Von Sylvia Wendt

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Massive Raketenangriffe: Israel antwortet mit Luftschlag

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Die beliebtesten Kuchenklassiker und Tortenträume

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Bayern feiern Titel mit Gala - Lewandowski-Tore 37, 38, 39

Meistgelesene Artikel

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar

Todesfall nach Corona-Impfung im Landkreis Diepholz – Zusammenhang unklar
Ikea-Besuch: Warum der Möbelhaus-Horror im Lockdown plötzlich schön ist

Ikea-Besuch: Warum der Möbelhaus-Horror im Lockdown plötzlich schön ist

Ikea-Besuch: Warum der Möbelhaus-Horror im Lockdown plötzlich schön ist
Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz

Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz

Familienfehde in Diepholz eskaliert: Großer Polizeieinsatz
Fahrrad-Stau im Diepholzer Fundbüro

Fahrrad-Stau im Diepholzer Fundbüro

Fahrrad-Stau im Diepholzer Fundbüro

Kommentare