Flächenkauf für Grundwasserschutz

Einheitliche Abwassergebühr beträgt künftig 2,96 Euro pro Kubikmeter

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Die jüngste Verbandsversammlung der Wasserversorgung Sulinger Land fand in Kirchdorf statt.

Kirchdorf - Der Zusammenschluss von Stadt Sulingen, Samtgemeinde Schwaförden und Samtgemeinde Kirchdorf mit der Wasserversorgung Sulinger Land im Hinblick auf die Abwasserentsorgung sei eine zukunftsträchtige Weichenstellung, sagte Andreas Geyer, Geschäftsführer der Wasserversorgung Sulinger Land.

Im Gasthaus Koopmann in Kirchdorf hatte Verbandsvorsitzender Reinhard Meyer durch die Verbandsversammlung geleitet (wir berichteten). Das Gremium verabschiedete mit einstimmigem Votum unter anderem erstmals eine einheitliche Schmutzwassergebühr: 2,96 Euro sind künftig pro Kubikmeter zu zahlen. Das sei ein kostendeckender Betrag, erklärte Meyer. Die einheitliche Gebühr für abflusslose Sammelgruben beträgt 41,08 Euro sowie für Kleinkläranlagen 56,75 Euro.

„Feuerlöschwasservorhaltungsbedingte Kosten“ fallen an, müssten eigentlich getrennt ausgewiesen werden, die Wasserversorgung Sulinger Land kann die einzelnen Wassermengen aber in ihrem Netz nicht so aufschlüsseln. Nach Rücksprache mit Anwalt und Gebührenkalkulator sei ein Satz von „fünf Prozent des relevanten Anlagevermögens“ anzusetzen. Die Kosten, die für die Löschwasservorhaltung entstünden, betragen etwa 7 000 Euro, heißt es. Wasser für die Feuerwehr werde weiterhin kostenfrei zur Verfügung stellt. Einig sei man sich, dass die Feuerwehr eine Dienstleistung für den Verband erbringe – durch die Pflege der Hydranten, die sie bezahlt bekommen sollte. Die Kosten für die Feuerlöschvorhaltung übernehmen die Kommunen des Verbandsgebietes. Aufgeteilt nach Einwohnerzahl und damit einem prozentualen Anteil entfallen auf die Stadt Sulingen 2847 Euro, auf die Samtgemeinde Kirchdorf 1637 Euro, auf die Samtgemeinde Schwaförden 1 501 Euro und die Samtgemeinde Siedenburg 1015 Euro.

Langfristiger Grundwasserschutz im Blick

Eines der Hauptthemen der Wasserversorger ist der Grundwasserschutz. Unter anderem diene der Erwerb von Flächen diesem Ziel. Derzeit befinde sich eine landwirtschaftliche Fläche im Bereich des Wasserwerks Schwaförden im Bieterverfahren, soll verkauft werden. Diese fast 56.000 Quadratmeter große Fläche liege in relativer Nähe der Brunnen 1a, 3 und 4a und wäre „hinsichtlich des langfristigen Grundwasserschutzes“ sinnvoll zu besitzen. Jedoch: Als „unvorteilhaft“ bezeichnen die Wasserversorger die aktuelle preisliche Situation in Schwaförden. Und: Der Kauf allein sei keine Garantie dafür, dass die Güte des Grundwassers langfristig auf einem guten sauberen Niveau bleibe. Allerdings würde der Anbau bestimmter Kulturen die Güte schnell und nachhaltig verschlechtern. Das wiederum bedeute, dass die Brunnen nur noch bedingt oder sogar gar nicht mehr genutzt werden könnten. Dann müsste ein neuer Standort gefunden und ein neuer Brunnen gebaut werden, heißt es.

Die Versteigerungsfrist für das Grundstück sei bis Mitte Dezember verlängert worden. 

sis

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