Samtgemeinde Kirchdorf bei Bremer „HanseLife“

Ein erster Messeauftritt ist in Sicht

Touristisch wieder am Start: Die Samtgemeinde Kirchdorf bereitet den ersten Messeauftritt vor; Heinrich Kammacher und Rolf Hedemann vor dem Schäferkarren.
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Touristisch wieder am Start: Die Samtgemeinde Kirchdorf bereitet den ersten Messeauftritt vor; Heinrich Kammacher und Rolf Hedemann vor dem Schäferkarren.

Kirchdorf – Und das Schaf? „Das ist noch nicht wieder im Dienst“, erklärt Rolf Hedemann. Er selbst aber fährt so langsam wieder hoch: Als Tourismusbeauftragter der Samtgemeinde Kirchdorf unternimmt er, wie die Kollegen auch, erste Schritte in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Als Präsenzveranstaltung wird für den Herbst, genauer: für den 8. bis 12. September, die 2007 ins Leben gerufene Messe „HanseLife“ in Bremen vorbereitet.

Die hatte im Jahr 2020 pausiert. Nun aber beginnen die Planungen und als Aussteller der ersten Stunde ist die Samtgemeinde Kirchdorf dabei – wenn die Messe stattfinden kann.

Dafür hat Rolf Hedemann den Schäferkarren bereits hergerichtet: Der Touristiker schlüpft bei Werbeauftritten in einen grünen Lodenumhang samt Schäferoutfit, mit Plüsch-Schaf unterm Arm – so markant die Kleidung als Symbolfigur „Heideschäfer Arthur“, so anheimelnd der Karren. Er bietet genügend Platz für diverse Flyer und Broschüren, sodass sich interessierte Gäste Material für den nächsten Ausflug sichern können. „Stammgäste wollen wissen, was es Neues gibt“, weiß Hedemann. „Und mit dem Kanutourismus haben wir wieder etwas Neues“, ergänzt Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher. „Nicht zu vergessen: das neue Feriendorf Moorblick am Hakenmoor in Bahrenborstel“, nennt Hedemann ein weiteres neues Ziel in der Samtgemeinde.

Weiterhin stark nachgefragt sei der Fahrradtourismus in den sechs Mitgliedsgemeinden, berichtet Kammacher. Insbesondere seitdem die Gastronomie wieder geöffnet hat, habe die Gästezahl wieder zugenommen. „Einkehren“ könne Unterschiedliches bedeuten: Im gastronomischen Betrieb, in einer Bäckerei oder einkaufen für den Picknickkorb, zählt Kammacher Optionen auf, die Radler aktuell nutzen. „Da wünschen wir uns, dass die Gäste ihren Müll auch wieder mitnehmen.“ Besonders hätten die Zahlen zugenommen, seitdem Radler über die geöffneten Einkehroptionen wieder Toiletten nutzen könnten.

Draußen sein – das erklärte Ziel vieler Gäste. Und so bleibt Hedemann mit dem Schäferkarren auf der Bremer Messe im Außenbereich. „Wir wollen ein Signal setzen“, heißt es seitens der Samtgemeinde über die Entscheidung, sich bei der Bremer Messe zu präsentieren. Hedemann wird die Flyer und Broschüren der Kooperationspartner im Gepäck haben, an der Außenwand des Schäferkarrens ist eine neue aktualisierte Karte des Gebietes zwischen Dümmer und Weser zu finden – und im Wind wehen die sogenannten Beach-Flags in „Shark“-Form. Die sind neu: Die Heide ist Farbtongeber für den Hinweis auf einen Besuch in der Samtgemeinde und die „DümmerWeserLand-Touristik“ macht mit neuem Logo und Design auf die Region als Ganzes aufmerksam.

Bei allem Engagement, bei aller Freude auf eine neue touristische Saison: „Man hat ja am Beispiel Portugal gesehen, wie schnell es geht, dass sich alles wieder ändert“, mahnt Heinrich Kammacher. Auch wer „durchgeimpft“ ist, könne Überträger sein. Das sei kein Freifahrtsschein.

Also gelte es, weiterhin alle Auflagen zu beachten. „Deshalb ist angekündigt, dass Standgebühren, sollte die Messe aufgrund der im September geltenden Corona-Vorgaben nicht stattfinden können, zurückgezahlt werden“, erklärt Hedemann. Die jetzt aufgenommenen Vorbereitungen für die Messe (aktuell wird für mehrere Themenbereiche geplant zwischen Beauty, Gaming, Kunsthandwerk, Sport und Wellness und mit etwa 350 Ausstellern) verstehen sich als Gradmesser: „Wir wissen ja gar nicht, ob es die Leute interessiert. Und ob ein Messebesuch für Interessierte in Frage kommt.“ Die „HanseLife“ habe traditionell kein Party-Publikum. Mit Zielen wie Heide und Moor und viel Natur habe die Samtgemeinde eine andere Klientel.

Das soll künftig in der Tourismus-Planung einbezogen werden: Die Zahl der Auftritte soll reduziert, die Werbepräsenz ausgewählter gesetzt werden.

Von Sylvia Wendt

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