Turnhalle wird entkernt und neu aufgebaut

Wehrbleck: Die Zeit für die Sanierung läuft

Die ersten Schritte zur Sanierung der Wehrblecker Turnhalle ist inzwischen erfolgt.
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Die ersten Schritte zur Sanierung der Wehrblecker Turnhalle ist inzwischen erfolgt.

Wehrbleck – Von außen nicht zu erkennen ist, was sich drinnen anbahnt: Die umfangreiche Sanierung der Turnhalle in Wehrbleck hat begonnen. Die Geräteräume sind leer, Kästen, Bänke, Bälle, Matten und Co. zwischengelagert, sofern sie weiterhin genutzt werden können und nicht ausgemustert wurden. Die Decke ist schon in einem ersten Schritt bis zur Außenschicht abgetragen.

Hier ist der erste Arbeitsabschnitt geplant: Bevor der Boden herausgerissen wird, soll die neue Deckenstrahlheizung (mit integrierter LED-Beleuchtung) installiert werden.

Landeszuschuss in Höhe von 400 .000 Euro

Die Baustelle entpuppt sich jedoch als Herausforderung. Weniger sind es die bautechnischen Vorgaben, sondern die zeitlichen. Die Maßnahme wird mit 400. 000 Euro aus dem „100 Millionen Euro Sportstättensanierungsprogramm“ des Landes Niedersachsen gefördert. Dadurch ist ein Ende der Bauzeit vorgegeben: Juli 2021.

Ausgeräumt sind die Geräte, Kästen, Matten und Co. aus der Turnhalle, sie werden zwischengelagert.

Das ist sportlich, zu sportlich für manche Firma. Und deshalb ist der Kreis der Bewerber nicht so groß wie er sonst vielleicht gewesen wäre. Und für eine Ausschreibung gab es erst keine Bewerber.

„Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Arbeiten im Bereich Heizung, Sanitär und Lüftung – als ein Komplex. Die Elektroarbeiten sind ein weiterer“, erklärt Bauamtsleiter Olaf Heuermann, der für diese Arbeiten Angebote entsprechender Firmen vorliegen hat. „Was wir nicht bekommen haben, sind Angebote für die Rückbauarbeiten.“ Ja, und nun? „Nun haben wir diese Arbeiten in die für den Rohbau integriert“, erklärt Heuermann.

Die Turnhallendecke ist bereits abgenommen.

Dadurch hätte es Bewerber gegeben. Er hatte nachgefragt bei Unternehmen, warum die sich nicht bewerben würden. Der eng gesteckte Zeitplan und auch Materialverfügbarkeit seien als Gründe genannt worden. Soll heißen: Manche Firma konnte den zeitlichen Rahmen eben nicht einhalten, andere hätten von Schwierigkeiten berichtet, bestimmte Materialien zu erhalten. Die seien eben wegen des weltumspannenden Warennetzes mitunter schwierig zu bekommen. Dem Vernehmen nach gelte das gerade für Holz, das derzeit aus dem Ausland aufgekauft werde – und damit hier nicht zur Verfügung stehe. In anderen Fällen wird von Einzelteilen berichtet, die hiesige Firmen nicht erreichen, weil die bisher funktionierende Transportkette Lücken aufweist oder zeitliche Verzögerungen.

Arbeiten müssen bis Ende Juli beendet sein

Für die Rohbauarbeiten befinde man sich derzeit im Vergabeverfahren, erklärt Heuermann. Sein generelles Urteil zur Baustelle in Wehrbleck? „Es läuft.“ Heuermann bezieht sich dabei auch auf den Kostenrahmen, der eingehalten werden könne. Bruttokosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro (inklusive Zuschuss) sollten nicht überschritten werden, das war die Vorgabe von Gemeinde und Samtgemeinde, die 1 .080. 000 Euro als „Infrastrukturzuschuss“ an die Mitgliedskommune gewährt.

Die Sanierung bezieht sich ausschließlich auf den Turnhallenanteil in der Mitte des Gebäudes, das im westlichen Ende das Vereinsheim des SV „Falke“ Wehrbleck beherbergt und im östlichen Ende die Ortsfeuerwehr samt Fuhrpark.

Barrierefreiheit wo immer möglich

Auf der To-do-Liste stehen eine neue Heizungsanlage (Kernbestandteil ist die individuell einstellbare Deckenstrahlheizung) sowie ein neuer Umkleide- und Sanitärbereich samt neuer Warmwasserversorgung. Letzterer ist zum einen nicht mehr zeitgemäß, zum anderen wurden hinter den verschiedenen Wandverkleidungen Wasserschäden entdeckt. Weitere Maßnahmen: neue Fenster, neuer Hallenboden. Die Deckenhöhe bleibt bei 5,50 Metern.

In der Kurzbeschreibung heißt es, die Sporthalle werde komplett entkernt und neu aufgebaut,

Die Vorbereitungen für die Hauptarbeiten laufen.

Ein besonderes sportliches Angebot in Wehrbleck ist die erfolgreiche Boxsparte des SV „Falke“. In den Sanierungsplänen enthalten ist auch deren Boxring. Damit Training und Kämpfe ins rechte Licht gerückt werden können, ist eine Beleuchtung mit einer Stärke von 750 Lux vorgesehen. Barrierefrei werde die Turnhalle, soweit es möglich ist, inklusive barrierefreiem Sanitär- und Duschbereich. Und: Zuschauer, die sonst erst über das Spielfeld in der Halle zum Sitzareal im Geräteraum gehen mussten, können diesen Geräteraum künftig über Zugänge erreichen.

Von Sylvia Wendt

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