Die Baumfrage

Nordmanntanne oder Blaufichte: Die Preise bleiben stabil

Tanja und Stefan Dahms laden auch in diesem Jahr ein zum Weihnachtsbaumkauf nach Wesenstedt.
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Tanja und Stefan Dahms laden auch in diesem Jahr ein zum Weihnachtsbaumkauf nach Wesenstedt.

Die Weihnachtsbäume, die in der Region nachgefragt werden, sind im Durchschnitt 1,80 Meter hoch. Die Preise blieben weitgehend stabil, sagen Stefan Dahms (Wesenstedter Weihnachtstannen, Ehrenburg) und Ludolf Becker (Hof Becker, Kirchdorf).

  • Stefan Dahms (Wesenstedter Weihnachtstannen) und Ludolf Becker (Hof Becker, Kirchdorf) bereiten den Weihnachtsbaumverkauf vor
  • Die Preise bleiben stabil
  • Kein Basar, keine Ausstellung

Ehrenburg / Kirchdorf – Wenn all jene, die sonst Weihnachten unter Palmen feiern, Zuhause bleiben und einen Weihnachtsbaum aufstellen wollen – werden die Bäume dann knapp? Und teurer? Diese Gedanken tragen Mitarbeiter des im vergangenen Jahr gegründeten Verbandes natürlicher Weihnachtsbäume.

Ein Gedanke, den die hiesigen Produzenten solcher natürlicher Weihnachtsbäume so gar nicht teilen. Nachgefragt bei Stefan Dahms (Wesenstedter Weihnachtstannen in Ehrenburg) und Ludolf Becker (Hof Becker, Kirchdorf), die jeweils mit zwei guten Nachrichten und einer schlechten aufwarten.

Kein Kunsthandwerk in den Scheunen

Die schlechte zuerst. Beide bereiten sonst zusammen mit einem ganzen Team ihre adventliche Ausstellung vor. Der Weihnachtsbaumverkauf ist für beide aber nur ein Standbein.

Für ein Adventswochenende gesellen sich bei beiden sonst noch Kunsthandwerk in der Scheune, Zusammenkunft der Besucher bei heißem Punsch und Kuchen mit stimmungsvollem Plausch über dies und das dazu. In diesem Jahr werde, aufgrund der Pandemie, nur der Weihnachtsbaumverkauf in Wesenstedt und Kirchdorf angeboten. Sonst nichts. Kein Punsch, kein Dekoverkauf, keine Sitzbank zum Plausch.

Für manche Käufer entscheidend: Die Geschenke müssen drunter passen. Den Abstand testet hier Kater Felix.

Es darf darüber spekuliert werden, ob angesichts der monatelangen Verbotsvorgaben mehr Besucher als in den Vorjahren die Bäume selber schlagen möchten. Das ist seit Jahren ein Angebot, viele reisen auch an und wollen den Baum selbst schlagen, „sehen dann aber die bereits vorbereiteten Exemplare griffbereit da stehen und entscheiden sich fast sofort dafür, einen der bereits von uns für den Verkauf vorbereiteten Bäume zu nehmen“, sagt Dahms.

Und wenn jetzt mehr Kunden vorbeischauen, als bisher? „Ob wir tatsächlich mehr Bäume brauchen, wage ich zu bezweifeln.“ Die Bäume, die von den Kunden nachgefragt sind, sind im Durchschnitt um die 1,80 Meter hoch und brauchten bis dahin zwischen fünf und acht Jahren. „Damals gab es noch kein Corona, keine Pandemie – also haben wir damals die sonst übliche Zahl an neuen Bäumen angepflanzt seinerzeit und heute nicht mehr Bäume als sonst auch im Angebot“, erklärt Stefan Dahms.

Auf den Feldern mit unterschiedlichen Jahrgängen prüft Hofhund Jogi die Abstände zwischen den Bäumen.

In diesem Herbst hat die Familie mithilfe einer Kartoffel-Pflanzmaschine aus dem Jahr 1930 die dreijährigen Setzlinge aus einer Baumschule in Schleswig-Holstein für die Saison 2027 eingepflanzt.

Ludolf Becker bestätigt das Prozedere: „Wir pflanzen jedes Jahr etwa dieselbe Anzahl neuer Bäume.“ Dahms konzentriert sich allein auf Nordmanntannen, Becker hat zusätzlich noch Blaufichten im Angebot.

18 Euro pro Nordmanntannenmeter

Die guten Nachrichten: Beide versierte Weihnachtsbaum-Fachleute gehen davon aus, dass etwa ähnlich viele Kunden vorbeischauen, wie in den Vorjahren – und es sich für sie alle ein Weihnachtsbaum finden wird.

Und: Die Kunden dürfen sich über stabile Preise freuen. „Wir erhöhen die Preise nicht“, sagen Becker und Dahms. Soll heißen: Dahms und Becker berechnen weiterhin 18 Euro pro Nordmanntannenmeter sowie Becker elf Euro für den Meter Blaufichte.

Verkauf mit Corona-Vorgaben

Manche Kunden seien bereits in den Schonungen auf Baumschau gewesen, hätten „ihren“ Favoriten markiert. Für beide Höfe gilt: Kunden tragen Mund-Nasenschutz und halten Abstand.

„Alles ist mit Pfeilen markiert, damit der Begegnungsverkehr der Kunden vermieden wird“, berichtet Ludolf Becker von den pandemie-bestimmten Vorgaben, die auch für den Weihnachtsbaumverkauf gelten. Beide weisen darauf hin, dass der Verkauf ausschließlich im Freien stattfindet.

Kundenanstürme vermeiden

Dahms geht davon aus, dass sich der Verkauf entzerrt, mancher vom Wochenende auf einen Wochentag ausweichen wird, um etwaige Kundenanstürme zu vermeiden.

Er rät auch, den Baum nicht erst kurz vor dem Fest zu holen. Zehn bis 14 Tage seien gut, der Baum könne im Freien lagern, auch vier Wochen vorher seien kein Problem. Familie Dahms hat persönlich noch keinen Baum ausgesucht.

Lametta - oder nicht?

„Wir nehmen immer den, der noch übrig ist“, sagen Stefan Dahms und Ehefrau Tanja, für die die besinnliche Vorweihnachtszeit meist erst am 24. Dezember beginnt, wenn der letzte Kunde mittags mit einem Baum vom Hof fährt.

Noch offene Fragen nach der Baumauswahl: Lametta oder nicht? Welche Kugelfarben? Echte Kerzen?

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