Detthard Wittler zu Gast in Kirchdorf

Sterben, Tod und Humor

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Detthard Wittler.

Kirchdorf - „Das KunstKulturForum Kirchdorf möchte sich in der finsteren Jahreszeit mit einem dunklen Thema beschäftigen“, kündigt Friedrich Orth vom KKF an. Eingeladen habe man deshalb für Freitag, 13. November, Detthard Wittler. Er wird sich um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus an der Ihloge in Kirchdorf in seinem Vortrag unter dem Motto „...auf dem Wege der Besserung verstorben“ auf humorgespicktem Wege mit dem Sterben und dem Tod beschäftigen.

Beide Themen, Sterben und Tod, seien in unserer Gesellschaft immer noch Tabuthemen, so Orth. Dass aber der Humor nicht vor dem Tod Halt machen müsse, zeige Detthard Wittler aus Rahden mit hintergründigem Humor. Auf diese Weise könnten das Unaussprechliche hörbar und das Unerträgliche erträglich gemacht werden.

Den Titel für das Programm entnahm Detthard Wittler einer Traueranzeige aus der Sammlung „Aus die Maus – ungewöhnliche Todesanzeigen“ von Christian Sprang und Matthias Nöllke. Dort heiße es: „Mein lieber Mann, unser fürsorglicher Vater, mein Bruder und Onkel ist plötzlich und unerwartet nach kurzer Krankheit auf dem Wege der Besserung verstorben“. Beim genauen Hinsehen falle auf, so schreiben die beiden Herausgeber, dass die Hinterbliebenen einen stark entwickelten Sinn für das Positive offenbaren. Denn obwohl es um eine Krankheit gehe, die nach kurzer Zeit tödlich ende, konnte man mit ihrem Verlauf gar nicht so unzufrieden sein.

„Ungewöhnlich ist diese Verbindung von Tod und Humor, die in der zitierten Anzeige allerdings eher unfreiwillig war,“ sagt Wittler, „doch mit Lachen und Humor lässt sich ein anderer, ein ungewöhnlicher Zugang zu dem Thema finden. Ich lade dazu ein, dieses eine einzigartige Leben bewusst zu leben, ohne den Tod auszublenden, der doch erst diese Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit hervorbringt.“ Detthard Wittlers Vortrag enthalte markante Zitate und letzte Worte bekannter Personen sowie heitere Anekdoten rund um das Thema Tod und Sterben, ohne dabei pietätlos zu sein. Autoren wie Erich Kästner und Eugen Roth kommen zu Wort, die der Tod und seine Begleitumstände zu makabren Szenen, kuriosen Texten, witzigen Gedichten und ironischen Liedern inspiriert haben. Um das Vortragsthema abzurunden, werde in der Pause „Beerdigungskuchen“ (Butterkuchen) gereicht, der ebenso wie der Begrüßungstrunk im Eintrittspreis von zehn Euro enthalten ist, heißt es in der Pressemitteilung.

Karten sind ausschließlich an der Abendkasse zu haben.

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