Dencker folgt auf Meyer

Offene Abstimmungen bei Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Barenburg

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Christian Gerdes, Lars Röper, Hermann Dencker und Stefan Schwier (von links).

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Nein, pensioniert ist er nicht. Hermann Dencker lacht, er sei Landwirt, sagt er bestimmt. Die Mindest-Hektarzahl, dass er noch als Landwirt „durchgeht“, die bewirtschafte er noch. Mit Mais. Und neben dieser Arbeit bleibt noch Zeit für die Aufgaben als Bürgermeister der Gemeinde Barenburg.

Am Mittwochabend wählt ihn der elfköpfige Rat in der öffentlichen Sitzung im Gasthaus Runge zum neuen Gemeindechef – in offener Abstimmung und einstimmig. Ebenfalls in offener Abstimmung und einstimmig erfolgt das Votum für den bisherigen Stellvertreter Lars Röper. Die Gemeinde hatte bislang zwei gleichberechtigte Stellvertreter, das soll so bleiben. Für Dencker übernimmt nun Stefan Schwier dieses Amt, auch er mit einstimmigem, offen abgegebenem Votum.

Hermann Dencker wird neben den repräsentativen Aufgaben der Gemeinde auch die Verwaltungsaufgaben wahrnehmen – so das gleichfalls einstimmige Votum des Rates. Damit ist der Barenburger Bürgermeister auch Gemeindedirektor, eine Doppelfunktion, die seine Amtskollegen in der Samtgemeinde ebenfalls inne haben. Vertreter für Dencker in Verwaltungsaufgaben ist Lars Röper.

Als Ratsältester leitet Herbert Sudmann die Wahl des neuen Bürgermeisters. Nach 14 Jahren hatte André Meyer sein Mandat zum 31. Januar 2018 zurückgegeben und damit auch sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde (wir berichteten). Zwischenzeitlich haben Lars Röper und Hermann Dencker als Meyers Stellvertreter die Geschicke der Kommune geleitet.

Freibad wichtiges Thema

Gefragt nach den drei wichtigsten Themen, die anstehen, muss Hermann Dencker (Jahrgang 1954, seit 1981 Ratsmitglied und seit langen Jahren bereits stellvertretender Bürgermeister unter André Meyer und Vorgängern) nicht lange nachdenken. Die im Bau befindliche Ortsumgehung, die Dorferneuerung und das Thema Baugebiete stehen für ihn auf der Liste der Prioritäten ganz oben.

Eine Konstante auf der Liste sei das Freibad, das mit jährlichen Kosten deutlich im fünfstelligen Bereich zu Buche schlage. „Und das in einer Kommune mit nur 1 250 Einwohnern. Und wir sind nicht die finanzstärkste Mitgliedsgemeinde“, sagt Dencker. Dieses Angebot an die Bürger schätzt Dencker sehr, freut sich über jegliche Unterstützung für den Erhalt der Badeanstalt im Flecken – ob in Form der stetigen Arbeit durch den Förderverein oder der finanziellen Unterstützung durch die Samtgemeinde, die ab dem Haushaltsjahr 2018 der Gemeinde Barenburg einen laufenden Zuschuss zum Betrieb des Freibades, das in diesem Jahr 50 Jahre besteht, zahlt.

„Immer abhängig von der jeweiligen Steuerkraft der Gemeinde“, so der Beschluss. Für das Jahr 2018 und die Folgejahre wurde einen Betrag von 45 000 Euro in den Haushaltsplan der Samtgemeinde Kirchdorf eingestellt. In der kommenden Woche wollen sich Dencker, Röper und Schwier treffen, um ihre künftige Arbeitsweise abzustimmen. Dencker schätzt den persönlichen Kontakt, sagt er. Sicherlich sei die Kommunikation per Mail auch eine Option, aber ansonsten suche er das direkte Gespräch. Der Rat, elfköpfig wieder nach dem Ausscheiden von André Meyer durch Nachrücker Christian Gerdes, bereitet sich jetzt auf die nächste reguläre Sitzung vor: Die ist für Mittwoch, 7. März, geplant.

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