Samtgemeinde Kirchdorf verabschiedet Bauamtsleiter Günther Dahm

Dank für 44-jährigen Einsatz

Günther Dahm (links) nimmt bei der Feier im Ratssaal die Dankesurkunde der Samtgemeinde Kirchdorf von Heinrich Kammacher entgegen. - Foto: Behling

Kirchdorf - Der gewählte Rahmen zur Verabschiedung von Bauamtsleiter Günther Dahm in den Ruhestand sei mit diesem abgestimmt, versicherte Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher den Gästen – langjährige Wegbegleiter, Verwaltungskollegen, Kommunalpolitiker in der Samtgemeinde Kirchdorf – am Mittwochmittag im Ratssaal. „Ja, nur zum Teil...“, warf der Samtgemeindeoberrat ein, was Erheiterung auslöste – auch bei Kammacher. „Ihr hört: Er kann es nicht lassen.“

Die Laudatio, die der Samtgemeindebürgermeister auf den 65-jährigen Wehrblecker hielt, umriss die komplette Geschichte der Samtgemeinde Kirchdorf – denn als diese vor 44 Jahren gegründet wurde, wurde Günther Dahm hier, nach seiner Ausbildung beim Landkreis Diepholz, Verwaltungsmitarbeiter der ersten Stunde. In der ehemaligen Tankstelle Menzel an der Uchter Straße, merkte Kammacher an, „das Rathaus wurde erst 1976 gebaut.“ In dem Jahr übernahm Dahm die Leitung des Ordnungs- und Bauamtes, nach der Trennung des Fachbereiches die des Bauamtes. Weniger bekannt dürfte sein, vermutete Kammacher, dass Günther Dahm von 1977 bis 1984 zum Standesbeamten bestellt war: „Er hat 20 Trauungen vollzogen, und es sollen noch viele der Paare verheiratet sein.“ „Alle“, unterstrich Dahm. „Nein!“ Der Zwischenruf aus den Reihen der Gäste sorgte für herzhaftes Lachen und einen „Fleck“ auf der kurzen Karriere als Standesbeamter. Seit 1996 ist Günther Dahm ehrenamtlicher Umweltbeauftragter der Samtgemeinde, „dass wissen viele gar nicht“, so der Samtgemeindebürgermeister, als dessen Allgemeiner Stellvertreter Dahm seit 2012 fungierte.

Das Metier des Wehrbleckers waren vor allem die Planung neuer Wohnbau- und Gewerbegebiete, Wegebauprogramme, Flurbereinigungen, Dorferneuerungen, die bauleitplanerische Steuerung auch von kontrovers diskutierten Entwicklungen. Hier nannte Kammacher unter anderem den Bau von Winkraft- und Biogasanlagen. Dahm sei am Zusammenwachsen und an der Entwicklung der sechs Mitgliedsgemeinden beteiligt gewesen, habe gute Kontakte mit allen Akteuren gepflegt und durch sein Fachwissen neue Lösungsansätze eingebracht. Kammacher bedankte sich im Namen der Gemeindebürgermeister und Fraktionsvorsitzenden, auch der ehemaligen, herzlich für Günther Dahms Engagement und die gute Zusammenarbeit. Er persönlich schätze Dahm als jemanden, der „lösungsorientiert ist und Arbeit anpackt.“

Ebenso wie Kammacher verliehen Marion Riekmann, Frank Rohlfs und Nadja Kuhlbarsch seitens des Personalrates und der Kollegen Günther Dahm und dessen Partnerin Sandra Meißner mit Geschenken eine „tragende Rolle“ und wünschten alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

„Ich hätte noch ein paar Jahre weitermachen können, aber man wird nicht jünger“, begründete der sichtlich bewegte Günther Dahm seine Entscheidung. Die 44 Jahre seien auch ein „schwerer Weg gewesen. Die Arbeit hat mir aber immer Spaß gemacht.“ - ab

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