Churchville: Jugendliche feiern Gottesdienst und Übernachten im Naturfreibad

Leise Momente und Trubel

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Diakonin Sarina Salewski interviewt Freibad-Kioskbetreiber Wilhelm Wolter.

Kirchdorf - Churchville ist nicht nur der Name mehrerer Orte in den USA und in Kanada, auch im Kirchenkreis Diepholz gibt es „Churchville“: Die Jugendwoche „soll bis 2018 in jeder Kirchengemeinde des Kirchenkreises zu Gast gewesen sein“, sagt Diakonin Sarina Salewski, eigens für das Projekt für Kinder und Jugendliche eingestellt. In der vergangenen Woche war Kirchdorf „Churchville“.

Das Programm begann mit einem von Jugendlichen gestalteten Gottesdienst, setzte sich in Kuppendorf mit einer Zeitreise von der Steinzeit bis in die Zukunft fort (wir berichteten), es gab Spiel und Sport in Woltringhausen, in Scharringhausen kreierten die jungen Teilnehmer leckere Burger, die von „Orts-Burger-Meisterin“ Ingelore Eickhoff bewertet wurden. Kooperationsspiele, Schießen und Musikinstrumente standen in Zusammenarbeit mit dem Schützenverein und dem Spielmannszug Kirchdorf im Mittelpunkt.

Am Freitag wurde dann im Kirchdorfer Naturfreibad der „Himmelskoffer“ ausgepackt zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel, den das „Churchville“-Team um Diakonin Sarina Salewski zum Thema „Laute und leise Momente“ gestaltete. Neben gemeinsamen Liedern zur Gitarre und Gebeten wurde auch der Kioskbetreiber Wilhelm Wolter interviewt. Seit 2004 betreibt er das Geschäft, erzählte er, und es sei wohl der „schönste Arbeitsplatz in Deutschland“. Es sei schön, dass die Gäste meist gute Laune hätten, wenn sie ins Freibad kämen. Er verkauft hier nicht nur Getränke und Eis, sondern sorgt auch für Ordnung, organisiert Veranstaltungen, „verpflastert“ Verletzte und muss manchmal auch als Seelsorger Trost spenden.

Zu den leisen Momenten des Gottesdienstes zählte ein Spiel, bei dem sich alle Jugendlichen mit geschlossenen Augen auf der Wiese hinsetzten, bis auf zwei, die sich an zwei Sitzende anschleichen sollten, ohne dass diese das merkten. Die Augenblicke der Konzentration auf die Geräusche ließen die Jugendlichen vieles hören, zum Beispiel Vogelstimmen, die sie sonst nicht wahrgenommen hätten, erzählten manche später. Gespräche und Stille, aber auch Trubel gehören zum Leben, und Letzterer wurde durch ein Spiel im Wasser erzeugt.

Nach dem Gottesdienst stärkten sich alle mit Gegrilltem, und drei Workshops beendeten den Abend: Ein Zukunftsworkshop mit der Frage, wie jeder einzelne die Welt ein bisschen verbessern kann, ein Workshop, dessen Mitglieder Uhren herstellten, und ein dritter, der sich mit Trendsportarten befasste. Anschließend begaben sich alle in ihre Zelte zur gemeinsamen Übernachtung im Freibad, der „Churchnight“.

Seinen Abschluss fand „Churchville“ am Samstagnachmittag im Pfarrgarten mit einem Sommerfest, in dessen Verlauf während des Gottesdienstes auch die Chorentlassung der vorjährigen Konfirmanden erfolgte.

gk

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