Katrin Dreistein kümmert sich jetzt um die Geschicke rund das „Haus Wegwende“

Chefin mit „chaotischem Job“

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Katrin Dreistein (Mitte), hier mit Janine Husmann und Frank Kruse, kümmert sich um die Geschicke im „Haus Wegwende“.

Freistatt - Katrin Dreistein dreht den Wasserhahn zu, trocknet die Hände ab und begrüßt den Gast mit einem herzlichen Lächeln. Ihr neuer Job, so scheint es, gefällt ist.

Janine Husmann und Frank Kruse, Projektleiterin und Bereichsleiter bei Bethel im Norden, können ihr Lächeln wiederum ebenfalls nicht verbergen. Mit Katrin Dreistein ist für einen „bisschen chaotischen Job“ (Husmann) jemand gefunden worden. Katrin Dreistein kümmert sich jetzt um die Geschicke im „Haus Wegwende“ in Freistatt.

Abwechslung ist hier garantiert: „Man weiß oft morgens nicht, was der Tag bringt“, sagt Dreistein und meint das durchaus positiv. Durchaus ernst gemeint ist natürlich auch, dass die Angebote des Hauses, gegründet 1927, wie der Stein es gemeißelt anzeigt, eigentlich abgesprochen werden sollten. Aber oft kommt es anders.

Das Haus, eine Einrichtung von Bethel im Norden in Freistatt, ist als Seminarhaus rege gefragt. Kaum ein Tag vergehe, ohne, dass hier Gruppen zusammen kommen. Nicht nur Abteilungen von Bethel im Norden nutzen die Räume – auch Firmen, Verein und Institutionen schätzen das Ambiente im Süden des Landkreises Diepholz. Zum Aufgabenbereich von Katrin Dreistein, die als Leiterin des Hauses auf die in den Ruhestand verabschiedete Monika Brandt folgt, gehört die Betreuung der Gäste, die in einem der gut 30 Zimmer übernachten, der Seminarteilnehmer und der Gäste des Sinnesgartens, der direkt anschließt an das Areal des Wegwende-Hauskomplexes.

In ihm sind neben Seminarräumen und Übernachtungszimmern auch kleine Appartements eingerichtet, aktuell bewohnt von vier Mitarbeitern. Die sich natürlich selbst verpflegen. Auch die Gästezimmer, teils renoviert, teils in Möblierung im Stile „von damals“, mit Toiletten und Duschen in Gemeinschaftsnutzung auf den Gängen, werden über die zentrale Küche versorgt. Speisen müssen im „Haus Wegwende“ eher aufbereitet oder nur serviert werden. Kaffee und Kuchen allerdings, viel gebuchter Seminarservice, ist Hauswirtschaftsanteil für Katrin Dreistein. Ebenso die Waffeln, das sonntags in der Backstube im Sinnesgarten selbst gebacken werden. Die Backstube ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, bietet zudem Eis, Kaffee und kalte Getränke.

Seit 2013 bei Bethel

Katrin Dreistein arbeitet seit 2013 für Bethel im Norden. Die gelernte Frisörin aus Wagenfeld hörte von ihrer Zwillingsschwester von einem Job-Angebot, bewarb sich, war seitdem in der Wohnungslosenhilfe beschäftigt. Ihren erlernten Beruf hat sie indes nicht an den sprichwörtlichen Nagel gehängt, im Gegenteil. Einmal im Monat bietet sie diesen Service für die Klienten im Bereich der Wohnungslosenhilfe an, ehrenamtlich. Eine Aktion, die bestätigt, was Katrin Dreistein als Grund angibt, warum sie die Stelle als Hausmanagerin für das „Haus Wegwende“ angetreten hat: Der Umgang mit Menschen“sei ihr wichtig. Den gebe es auch im „Haus Wegwende“, nur anders. Und obwohl die Seminare angemeldet sind, etwaige Übernachtungsgäste natürlich auch reservieren müssen (insbesondere Familien und Gruppen nutzen das Angebot) – nicht immer sei abzusehen, was der Tag an Aufgaben bereit halte.

Als Vertretung für Vorgängerin Monika Brandt hatte Katrin Dreistein bereits Einblicke gewonnen. Mit dem zweiten Sommercamp der Wohnungslosenhilfe in diesem Jahr gab es einen Überschuss an Gästen, einen Überfluss an Erlebnissen – und doch: Auch Anbieter von Bustouren in die Region können für einen Ausflugsaufenthalt den Sinnesgarten ansteuern. Kaffee und Kuchen würden serviert. Gut wäre, auch den Busfahrer über die Kaffeepause zu informieren, nicht, dass der zu früh auf Aufbruch drängele. Schon so passiert.

In 2018 sollen wieder mehr Aktionen rund um den Sinnesgarten stattfinden. Als nächstes folgen am 24. September das Feldbahndiplom und am 29. Oktober das Laternenfest. sis

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