120 Teilnehmer bei Versammlung

Bürgerinteresse an Planungen zu Barenburger Dorferneuerung

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Das Interesse an der Versammlung war groß.

Barenburg - Und die Anliegerbeiträge? Berechtigte Frage, wenn eine Anliegerbeitragssatzung vorliegt und eine Straße neu gestaltet wird. Doch im Falle der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Barenburg nach Fertigstellung der Ortsumgehung werde man für diese Frage eine „intelligente Lösung“ finden. In der Bürgerversammlung am Donnerstagabend gab es dazu keine konkrete Aussage.

Gut 120 Bürger füllten den Saal im Gasthaus Maschmann – das Thema brennt vielen unter den Nägeln. Immerhin nehmen sie eine tägliche Verkehrsbelastung von rund 8 350 Fahrzeugen, darunter 16 Prozent Schwerlastverkehr, in Kauf. Wenn die Mitarbeiter der Baufirmen Wort halten, ist die neue Ortsumgehung Ende 2018 fertig. In den Flecken werde dann allerdings – zunächst– keine Ruhe einkehren, das machten Bürgermeister André Meyer und Planer Stefan Winkenbach deutlich. 

Denn dann werde der Ortskern neugestaltet, inklusive Baustellen, Absperrungen, Umleitungen. Die Bürgerversammlung nutzte Winkenbach, um Ideen vorzustellen, wie diese Umgestaltung aussehen könnte. Wie bereits berichtet, soll die alte Trasse der Bundesstraße 61 verkleinert werden – auf nur noch fünf Meter Breite und 50 Zentimeter Gosse. Parkbuchten säumen den 670 Meter langen Abschnitt, der neu gestaltet werden soll. Insgesamt sollen 10 590 Quadratmeter Fläche umgestaltet werden. Gefragt nach den Kosten, blieb Meyer vage, ordnete sie bei 1,3 Millionen Euro ein. Für die öffentlichen Flächen. Daher seien Mittel aus der Dorferneuerung beantragt worden.

Maximal 53 Prozent an Zuschüssen

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher beantwortet die Frage nach der Aufteilung der Finanzierung: Man könne mit maximal 53 Prozent an Zuschüssen rechnen. Laut Winkenbach sei mit einer Entscheidung nicht vor Februar 2018 zu rechnen.

Meyer betonte, dass in Bezug auf Anliegerkosten „vernünftig miteinander gesprochen“ werde. Jetzt könne dazu noch keine Aussage getroffen werden. Winkenbach, Meyer und Kammacher erinnerten daran, dass alle Anlieger auch private Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung planen und dafür ebenso Zuschüsse aus der Dorferneuerung beantragen könnten. Gastwirte etwa, die ihren Parkplatzbereich vor den Häusern neugestalten möchten, Hausbesitzer, die ihre Einfahrten neu konzipieren möchten oder Haussanierungen nach der Belastung durch das hohe Verkehrsaufkommen.

Zugang zur Kirche künftig barrierefrei

Und die Kirche macht auch mit: Wie berichtet, soll der Bereich zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Gemeindehaus umgestaltet werden. Zur Bürgerversammlung angereist waren drei Mitarbeiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege Verden, dem „Denkmalamt“ der Landeskirche. Oberbaurätin Andrea Behrendt bestätigte, dass der Zugang zur Kirche künftig barrierefrei gestaltet sein solle. Man besitze Erfahrungen und werde die Steine so verlegen, dass sie keine Stolperfallen für Rollatoren oder Rollstuhlfahrer darstellten. 

Die Ortsumgehung rückt näher: Die Fertigstellung des dann um einen Kilometer kürzeren Weges um Barenburg herum, ist für 2018 geplant. Kleines Foto: Gut 120 Bürger folgten am Donnerstag der Einladung zur Bürgerversammlung.

Außerdem würden die Steine sogenannte „gestockte Oberflächen“ besitzen, man könne nicht ausrutschen auf ihnen – und gelange so unfallfrei zur Kirche. Pastor Norbert Preibusch erinnerte daran, dass das Areal um das Denkmal neben dem Gotteshaus neu konzipiert werden müsse. Nachzuprüfen sei das am Sonntag, zum Volkstrauertag. Man suche da noch nach einem Konzept, wie die Teilnehmer besser platziert werden könnten. Beseitigt werden müsse, für jegliche Umgestaltung, die Rotbuche.

Fahrradfahrer dienen der Verkehrsberuhigung

Und wo fahren die Radfahrer? fragt ein Bürger. „Die fahren ebenso auf der Straße, sie dienen zur Verkehrsberuhigung“, erklärt Winkenbach. Tatsächlich basiere das Konzept der „Mischverkehrsfläche“, alle Bereiche ebenerdig zu planen, abgesetzt durch verschiedene Pflastersteine (die noch auszusuchen seien), darauf, dass sich alle Verkehrsteilnehmer rücksichtsvoll den anderen gegenüber verhalten. So müsse auch im Begegnungsverkehr aufgrund der reduzierten Straßenbreite ausgewichen werden.

Der Arbeitskreis, der sich zum Thema gebildet hat, werde weiterhin über alle Schritte informieren, erklärte Meyer. - sis

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