Eigeninitiative in Barenburg

Planer wollen Gehweg abreißen - doch diese Anwohner habe eine bessere Idee

Anwohner in Barenburg stehen auf einem Gehweg an einer Bundesstraße.
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Gemeinschaftsaktion: Die Anwohner haben den Fußweg neu verlegt.

An der Bundesstraße 61 in Barenburg verläuft seit 49 Jahren ein Gehweg. Er ist in die Jahre gekommen und soll nun weg. Doch da wussten die Planer noch nicht, wie wichtig der Weg den Anwohnern wirklich ist.

Barenburg – Geplant war, einen Weg farblich zu markieren auf der Straße, die einst als Teil der Bundesstraße 61 südlich des Fleckens Barenburg verlief. Einen Teil der Straße für Fußgänger und Radfahrer rein farblich markieren, ohne bauliche Abgrenzung zwischen motorisierten und nicht-motorisierten Teilnehmern? Diese Lösung wollten die Anwohner der Straßen „Renzeler Weg“, „Bei den Neuen Gärten“ und „Zum Doppen“ in Barenburg nicht, zumindest nicht nur.

Die Planer der Arbeiten rund um die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt in Barenburg hatten für die 180 Meter von der Brücke über die Große Aue bis zur Einmündung des Renzeler Weges eigentlich vorgesehen, den bisherigen Bürgersteig ganz zu entfernen. Der sah nach 49 Jahren eben nicht mehr gut aus. „Er war in einem schlechten Zustand“, fasst Heinfried Rieke zusammen.

Gespräch mit Bürgermeister und Verwaltungschef bringt Sache ins Rollen

Und berichtet: Die Anwohner hätten noch während der öffentlichen Bürgerinformation das Gespräch mit Bürgermeister und Verwaltungschef gesucht. Der kurze Dienstweg zu Hermann Dencker und Heinrich Kammacher genügte, die Verwaltung stellte die Absperrbaken und weiteres Material, um die Baustellen zu sichern. Die Herren sammelten Kräfte, ortsansässige Landwirte stellten Maschinen zur Verfügung.

Mit dem Fortschritt der Bauarbeiten in der Ortsmitte von Barenburg war jetzt Zeit, auch den Bürgersteig neu zu gestalten. Drei Wochenenden gingen drauf: Pflastersteine aufnehmen, Untergrund herrichten und Pflastersteine neu verlegen – in Eigenregie durchgeführt von den Herren der Anliegerstraßen, alles benötigte sonstige Material stellte die Gemeinde. Vom Fortschritt der „vorbildlich durchgeführten Arbeiten“ (O-Ton Kammacher) überzeugten sich Bürgermeister Hermann Dencker, seine Stellvertreter Lars Röper und Michael Maschmann und auch Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher.

Radweg-Markierung auf der Straße kommt dennoch hinzu

Zum fröhlichen Abschluss wurden „Partybänke“ aufgestellt, sodass alle Helfer mit ausreichend Abstand Platz nehmen konnten, um das Werk gebührend zu feiern. Und dem einen oder anderen Zaungast aus anderen Ortsteilen noch einmal zu erklären, dass dieser Bereich der Ortschaft offiziell nicht zur „Schweineinsel“ gehöre: Die liege auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Im Rahmen der geplanten Arbeiten wird später dennoch die Markierung „Radweg“ auf der alten Trasse der Bundesstraße 61 aufgebracht.

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