Am 1. Juni beginnen die Bauarbeiten an der Ortsumgehung Barenburg

Die Brücke kommt zuerst

Dipl.-Ingenieur Hans-Peter Dierksen erklärt die Bauabschnitte der Ortsumgehung Barenburg. Kleines Foto: Ein Querschnitt der Brücke.

Barenburg - Von Sylvia Wendt. Die Pläne sind bis ins Detail ausgearbeitet, selbst für den Aushub von Torf, der auf der südlichen Seite der Großen Aue anfällt, ist bereits ein Abnehmer gefunden. Am Mittwochabend stellten Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Nienburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Ablauf der Bauarbeiten für die Ortsumgehung Barenburg vor.

Los geht es, wie berichtet, mit dem Bau des 3,3 Kilometer langen und 8,5 Millionen Euro teuren Bauwerks am kommenden Mittwoch, 1. Juni. Dann werden die Baustraßen erstellt, das Lager errichtet, auf dem Material und Maschinen auf ihren Einsatz warten sollen, kurz: Alle notwendigen Vorarbeiten, damit der Bau des ersten Abschnittes, die Brücke über die Große Aue, beginnen kann.

Dietmar Thomsik, stellvertretender Leiter der Nienburger Behörde, wird die Eröffnung wohl als Privatier erleben. Vorsichtige Schätzungen gehen von Herbst 2018 aus, Thomsik genießt aber bereits in gut einem Jahr den wohlverdienten Ruhestand. Sagte es und reichte das Wort an den darüber etwas überraschten Planer der Brücke, Ingenieur Raik Bähring von der Oldenburger Fachfirma, weiter. Der Großteil der zahlreichen Teilnehmer der öffentlichen Informationsveranstaltung: Barenburger Grundstücks- und Hausbesitzer, die wissen wollten, wie sie während der Bauarbeiten zu ihren Feldern kommen, wie sie nach der Fertigstellung der Straße fahren müssen, was an Lärmbelastung während der Bauarbeiten zu erwarten ist.

Grundsätzlich geplant ist nach den Ausführungen der Fachleute, den Bauverkehr nicht durch den Ortskern oder Wohngebiete zu führen. Eine besondere Belastung erfahren dabei die Straßen „Im Dalves“ und „Bodingweg“, die „fahren wir erstmal kaputt, stellen sie aber wieder her“, erklärte Thomsik. Beide Straßen würden verbreitert und seien für die Landwirte während der Bauzeit voll nutzbar.

Samtgemeindebürgermeister Heinrich Kammacher, der die Geschichte der Ortsumgehung seit den Anfängen kennt, stieg an der Stelle in die Information ein, als die Antworten ins Stocken gerieten. Im Norden ist die Anbindung des Ortes an die neue Trasse der Bundesstraße 61 über eine Kreuzung nördlich von Munterburg geplant, im Süden mündet die alte Trasse in die neue. Grundsätzlich seien über die Flurbereinigung die maximalen Lösungsoptionen in Sachen Wegeführung ausgearbeitet worden für die aktiven Landwirte. Grundsätzlich sei die alte Trasse durch den Ort nicht Tonnage-beschränkt geplant. „Wen sie in den Ort hineinholen möchten, das ist ihre Wahl, darüber müssen Sie entscheiden“, machte Kammacher deutlich in Richtung Unternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, zielgerichtet Publikum anzuwerben für den Abstecher in den Flecken. Im Rahmen der Dorferneuerung, die für den Flecken Barenburg bis zum Jahr 2022 verlängert wurde, stünden für öffentliche Projekte – auch für die Gestaltung des Ortes – Zuschüsse zur Verfügung. Da sei jeder Bürger, zusammen mit dem Gemeinderat gefordert: „Was in Barenburg passiert, dafür sind sie alle gefragt.“

Die Brücke (mit zwei jeweils vier Meter breiten Fahrbahnen und einer Gesamtbreite von 12,10 Meter) fußt auf mehreren sogenannten Großbohrpfählen, die im Süden, aufgrund des moorigen Untergrunds, gut zwei Meter tiefer eingebracht werden müssen, als auf der Nordseite. Hier verlief der alte Auearm.

Der Aushub, der bei den Brückenbauarbeiten anfällt, soll – sofern möglich – als Unterbau für den Straßenkörper der Umgehungsstraße genutzt werden.

Ansprechpartner für die Bürger, sollte die Lkw-Kolonne der Baufirmen „Schleichwege“ nutzen und nicht die geplante Route (die in Teilen extra gebaut wird), ist Bauleiter Heinz Wessel (Tel. 0 50 21 / 60 60).

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