Beliebter Kurs in Freistatt / Theroie und Praxis werden geschult

Rangieren und Pfeifsignale

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Feldbahn-Diplom in Freistatt: Die Lok-Einweisung fand wegen des Regens noch im Lokschuppen statt, danach ging es hinaus.

Freistatt - Wer gerne einmal Lokomotive fahren möchte, konnte sich diesen Wunsch am Sonntag in Freistatt erfüllen. Zwar nur für sechs km/h Höchstgeschwindigkeit und eine Spurbreite von 600 Millimeter und Lokomotivführer darf man sich nach bestandener Prüfung auch nicht nennen – aber immerhin „Lokomotivfahrer mit einem Feldbahndiplom“.

Frank Kruse ist die verantwortliche Person für die Freistätter Feldbahn. Er leitet die Ausbildung, die aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht. Unterstützt wurde er am Sonntag Nachmittag durch Franc Hekensiefken. Acht interessierte Personen hatten sich im Haus „Wegwende“ eingefunden und lernten in der Theorie erst einmal kennen, was aus dem umfangreichen Vorschriftenwerk „Betriebsanweisung für den Schienenbahnbetrieb“ für die rund fünf Kilometer lange Strecke zwischen Freistatt und Heimstatt und für den Rangierbetrieb wichtig ist.

Wegen des guten Wetters hatte man diesen Teil der Ausbildung schon bald in den Sinnesgarten verlegt, wo es auch Kaffee und frisch gebackene Waffeln mit Blaubeeren gab.

Nach bestandener Theorieprüfung folgte der ersehnte praktische Teil auf den drei Lokomotiven der Freistätter Feldbahn. Zwei davon haben allerdings kein Verdeck, und just zu diesem Zeitpunkt setzte Regen ein. Aber davon ließen sich die angehenden Feldbahnlokfahrer nicht beeinflussen, sie fuhren hin und her und stellten Weichen. Die zuverlässig tuckernden Deutz-Motoren der teils aus dem Jahr 1946 stammenden Loks leisten zwischen 25 und 35 PS, bis zu drei Personenloren dürfen angehängt sein, 71 Fahrgäste dürfen maximal befördert werden. Der 72. Platz ist für die Begleitperson vorgesehen, früher auch Schaffner oder Schaffnerin genannt. Diese Person kassiert den Fahrpreis, informiert die Fahrgäste über die Fahrtregeln, kontrolliert, ob die Sicherheitsketten geschlossen sind und muss auch gelegentlich aussteigen, um die Weichen zu stellen. Davon gibt es erstaunlich viele, nicht nur auf dem Betriebshof, sondern auch auf der Strecke.

Um die Kommunikation im Fahrbetrieb, wo eine sprachliche Verständigung zwischen Lokfahrer und Begleitperson nicht möglich ist, sicherzustellen, schreibt die Betriebsordnung spezielle Pfeifsignale und Handzeichen vor, und diese werden praktisch geübt. Nach der Prüfungsfahrt konnten alle acht Teilnehmer ziemlich durchnässt, aber froh ihr Feldbahndiplom in Empfang nehmen.

gk

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